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Lofoten

Tag 5 - Die Lofoten ragen sichelförmig in den nördlichen Atlantik. Die zerklüftete Küstenlinie birgt unzählige Geheimnisse. Je weiter man ihr gen Westen folgt, desto milder wird das Klima. Während es in Svolvaer 4 Grad Celsius hat, sind es auf Moskenes oft 7 oder 8 Grad. Wir folgen der E10 bis nach Ramstad. Laut unserer norwegischen Vermieterin Siri ist das der Ort, an dem sie schon Windsurfer gesehen hat.

Wir sind auf der Suche nach Wellen. Auf der Straße zerrt der Süd-Südostwind heftig an unserem Auto. Am ersten potentiellen Spot pfeift der Wind stark böig und schräg ablandig von rechts über die Bucht. Ein kraftloser Swell rollt an den flach abfallenden Sandstrand.

Wir fahren weiter in Richtung Ortschaft und finden einen weiteren Strand mit ähnlichen Bedingungen, nur dass der Wind diesmal schräg ablandig von links kommt. Die Richtung passt also - aber es gibt wieder keine Welle und es ist sehr böig. Es scheint als sei die Landschaft der Lofoten derart beschaffen, dass sie selbst dem rauesten Sturm seine Kraft nimmt. Der Wind wird durch die hohen Berge verwirbelt. An einigen Stellen herrscht Flaute und nur ein paar hundert Meter weiter fallen Orkanböen die Hänge herunter.

Lofoten
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