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Lofoten

Doch irgendwie scheint sich weiter im Süden noch mehr zu tun. Wir folgen der Sonne, fahren ihr direkt entgegen. Plötzlich heftige Böen von links - sie fallen einen steilen Hang hinunter ins Meer. Schon wieder erinnert es an einen bayerischen Spot
- den Kochelsee. Wir verlassen die Straße und ich rigge schnell das 4.4er auf, um bei ablandigem Wind mit viel Druck zu surfen. Und das während sich im Norden der Lofoten kaum ein Lüftchen bewegt. Die Schäreninseln weiter draußen geben ausreichend Sicherheit und an einigen Stellen ist das Wasser spiegelglatt. Dazu dieses fantastische Licht!

Wir hatten mit viel Regen und Grau gerechnet als wir die Reise planten - und dann das: Schon der zweite Tag Sonne in Folge. Ließe man die Haube weg, man könnte glauben, es hätte 20 Grad. Doch ich will keinen falschen Eindruck vermitteln. Der Wind, der den Berg hinunter schießt, ist eiskalt.

Nach kurzer Zeit geht es weiter gen Süden. Dort befindet sich das malerische Örtchen Henningsvaer - ein Vorzeigeort der Lofoten. Die Sonne taucht alles in ein helles Gelb, doch der Wind ist eisig und stark und wir suchen zunächst einmal Schutz in einem Café. Anschließend geht es gestärkt und durchgewärmt wieder aufs Wasser. Diesmal sind die Bedingungen choppy mit sehr gleichmäßigem Wind für das 4.4er. Das Wasser zwischen den Felsen ist tiefblau und es fühlt sich so an als könne jeden Moment ein Wal neben mir auftauchen.

Lofoten
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