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Lofoten

Tag 4 - Der Wind weht ganz leicht aus Nordost. Da sollte ein sehr verlassener Spot am äußersten Rand der Lofoten funktionieren: Eggum. Der Spot befindet sich nördlich von Unstad gleich hinter dem Bergmassiv an der rechten Seite der Bucht. Es gibt einen Weg die Küste entlang, der leider nicht mit dem Auto passierbar ist. So bleibt nur der kurvige Weg zurück in Richtung Bo, um am Ende der Ortschaft wieder links Richtung Eggum abzubiegen.

Alles ist ausgeschildert. Der Spot befindet sich hinter der Ortschaft - gefühlt am Ende der Welt und in einem Naturschutzgebiet, welches zu befahren kostenpflichtig ist. Der Wavespot besteht zu 100% aus schwarzen Felsen, die jedoch meist rund sind. Sogar in der Mitte der kleinen Bucht schauen bei Ebbe ein paar Felsen aus dem Wasser. Bei Nordost und etwas Swell kann man hier eine saubere Riffwelle bei schräg ablandigem Wind abreiten. Ich surfe hier in der Dämmerung und alles wirkt etwas unheimlich, obgleich fantastisch schön und rau. Der Wind ist schwach - man dümpelt raus, wartet auf ein Set und pumpt sich auf die Welle.

Zunächst ist alles recht grau, doch dann dreht die untergehende Sonne doch noch um die südlich gelegenen Klippen, die die Bucht von Unstad abgrenzen und der Himmel wird rot. Die Bedingungen sind alles andere als radikal. Wieder zeigt sich die arktische See von ihrer sanften Seite. Doch die Wellen sind sauber und die Stimmung magisch. Wir fühlen uns wie Menschen am Ende der Welt, die einen Moment vergänglicher Perfektion einfangen.

Lofoten
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