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USA
Nach 22 Stunden und 1200 Meilen Anreise im Auto: Aufriggen unter Palmen.
Miami Slalom Open 2014 – Entspannter Event, lässige Location, wenig bis gar kein Wind
Nach dem Trip mit meinem Bruder hatte mich meine Arbeit wieder fest im Griff. Laborarbeit und das Schreiben an einer wissenschaftlichen Veröffentlichung fraß fast meine komplette Zeit auf. Erleichternd kam hinzu, dass auch der Wind offensichtlich beschlossen hatte, eine Pause zu machen.

Wie sich herausstellen sollte, verleitet einen die Kombination von viel Arbeit und zu wenig Zeit auf dem Wasser zu eher irrationalen Entscheidungen: Trotz einer unklaren Vorhersage, beschloss ich eines Freitagmittags für ein Wochenende nach Miami zu fahren, um meine Amerikaerfahrung durch die Teilnahme bei einem nationalen Slalom Event abzurunden.

1200 Meilen Anreise und die dafür notwendigen 5 Liter Energy Drink, ließen mich bei meiner Ankunft am Samstagvormittag in Miami ein wenig strahlig aussehen. Aber was sind schon 22 Stunden im Auto, wenn man dafür auf weißen Sand zwischen Palmen mit Blick aufs türkise Wasser sein Segel aufbaut? Absolut gar nichts, möchte man meinen, nur leider blieb es beim Segelaufbauen und -abbauen.

Der Wind ließ sich das ganze Wochenende nicht blicken. Abgesehen von einem Startversuch bei gefühlten 3 kn beschränkten sich die Aktivitäten auf Fachsimpeln am Strand und Bar Hopping rund um den South Beach: Der sympathische Eventorganisator und Besitzer der lokalen Board-Schmiede „Tillo International“, Alex Morales, konnte in beiden Disziplinen mit profunden Kenntnissen glänzen und versorgte uns mit einigen guten Vorschlägen zur weiteren Abendgestaltung. Wäre ich an einer Karriere als plastischer Chirurg interessiert, hätte ich mir wohl den Eintritt in den einen oder anderen Club als Fortbildungsgebühr erstatten lassen können. Zeitweise hatte ich jedenfalls das Gefühl im Showroom für „Current Trends in Cosmetic Surgery“ gelandet zu sein.
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