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USA
Nach einiger Verhandlung wurde ich stolzer neuer Besitzer dieses absurden Vehikels.
Der Autokauf – “They see me rollin' They hatin'…”
Ausgestattet mit einem Tripple Boardbag, einem großen Quiverbag und einer einzigen Reisetasche machte ich mich auf den Weg. Bevor die Suche nach den besten Spots losgehen konnte, musste jedoch zunächst ein fahrbarer Untersatz her.

Obwohl Houston die viertgrößte Stadt der USA ist, gibt es sage und schreibe eine einzige Straßenbahnlinie – ohne Auto geht hier nichts. Doch auch die Autosuche verlief zunächst nicht nach Plan. Zwei Wochenenden checkte ich Gebrauchtwagen innerhalb meines Budgets und sah dabei Ecken von Houston, die ich während meines Aufenthalts zum Glück nicht noch einmal besuchen musste.

Dabei fand ich ausschließlich Fahrzeuge, deren Anblick einem deutschen TÜV-Prüfer wohl auf direktem Wege ins Herzkatheter Labor befördert hätten. Gerade hatte ich wieder eine sehr ernüchternde Auto-Begutachtung auf einem Supermarktparkplatz hinter mir, als ein Mexikaner an mir mit etwas vorbeifuhr, was mir den Atem verschlug: Ein zweifarbig lackierter Buick Station Wagon, Baujahr 1996, auf 22-Zoll ChromFelgen, mit einem kräftig blubbernden V8 unter der gefühlt 2 m langen Motorhaube.

Obwohl der Fahrer eher nach einem Nebendarsteller der Serie „Breaking Bad“ aussah als nach einem seriösen Geschäftspartner, sprach ich ihn an und fragte, ob sein Gefährt zum Verkauf stünde. Eine Probefahrt später und nach einiger Verhandlung in einem gebrochenen Spanisch/Englisch Mix, wurde ich stolzer neuer Besitzer dieses absurden Vehikels. Eine Nummer die ich anrufen solle „falls mir einmal jemand Probleme mache“ gab es als Zugabe obendrauf. Das beste entdeckte ich als ich wieder Zuhause war: Meine Patrik Slalom Boards konnte ich einfach flach in den Kofferraum dieses Ungetüms legen: „Everything is bigger in Texas“.
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