11. September 2017 - Römö

11. September 2017

Römö

0,8 Meter!
Die moderate Vorhersage und die fehlenden Alternativen lockten mich geradezu nach Römö. Nein, nicht nur das: auch die Wettervorhersage mit 70% Sonne und Schauern half immens. Sonne war ganz wichtig, nicht nur wegen der Stimmung, nein Römö bei SW und Regen ist nicht wirklich traumhaft. Mit einem Bus noch O.K., mit einem Pkw lästig, sehr lästig.
Die Zufahrt zum Stand bei strahlendem Sonnenschein zeigte, wie schön Römö sein kann. Der Strand war „am Rand“ trocken und gut befahrbar, dazwischen ebenfalls, nur eben im Wasser und für alle, die das nicht kennen wirkt es trügerisch. Die Hobbyabschlepper standen schon in den Startlöchern.
Also bis jetzt alles hervorragend. Bei der Frage nach dem passenden Segel, schien mir 4.2 als Antwort etwas zu früh, da der Wind doch erst später zunehmen sollte. Egal, aber nicht egal, dass der passende Mast fehlt. Zwei gleiche Masten mitzunehmen ist echt dämlich. Zum Glück setzt Sailloft noch auf das Variotop, alles etwas härter, aber weniger hart als der Rückweg vom Rückweg des Rückwegs mal ganz zu schweigen.
Schnell war das 4.2 aufgebaut. Am Ufer angelangt stimmten mich all die Surfer am Ufer und diejenigen, die noch am Wasserstart verzweifelten leicht skeptisch. Das klärte sich aber schnell: der Wind war weg, war kurz weg, wie auch immer. Umbau. 4.7 jetzt passt der Mast auch, hätte ich mal gleich machen sollen, so was wie ein versteckter Hinweis, hat alles seinen Sinn. Nämlich den, einen Schlag gefahren zu werden, um wieder das 4.2 mit falschem Mast aufzubauen. Zwei sandige und nasse Segel im Auto sind immer noch besser als eins, so.
Inzwischen tat sich auf dem Wasser so einiges. Erfreulich war, das die anderen Surfer extrem gut surften und aus den nicht kommoden Bedingungen das Beste machten.
Ich war ebenfalls gut drauf und stand fast 50% meiner Halsen! Und das, obwohl ich zu 100%ig sicher war, dass hinter mir immer eine mindestens 5m steile Welle darauf wartete mich vom Material zu trennen. Das ist natürlich völliger Schwachsinn, denn so hoch waren die Wellen nicht, aber ich bin mir ganz sicher.
Tatsächlich gab es aber logohohe Wellen und – wer Römö nicht kennt – eine herrlich choatische 1. Wellenzone. Irgendwas passiert immer: kein Wind, kein Wind und hohl brechende Welle, hoher Schaum, hoher Schaum und kein Wind, Welle von vorne, links weniger rechts...Früh Speed aufnehmen zahlt sich aus. Leider, und das sage wohl nur für ich, sind auch deutlich weiter draußen brechende Wellen zu finden (die erwähnten >5m) mit regelmäßiger Unregelmäßigkeit – widerlich.
Aber das gilt nur für mich, vor allen anderen ziehe ich den Hut – Ostsee ist eben nicht Nordsee.

11.09.2017 © O.Flöter (724 Uploads)  |  10 Kommentare  |  10 Fotos  |  Weltkarte

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10 Kommentare

Gast  |  12. September 2017 07:16
Tolle Blder, die Freude machen und schöne Story! Vielen Dank

Gast  |  12. September 2017 07:45
Gut ,dass ichs mir verkniffen habe.

Gast  |  12. September 2017 08:20
Moin,

nette Beschriebung, danke dafür! Aber Römö ist eben nicht Halli, das ist klar. Allein sowas wie Strömung ist an der Ostsee ja quasi unbekannt ;-)

Ihr Glücklichen da oben...

Gast  |  12. September 2017 08:38
Tolle Bilder vom "Nordseemordseechaos" und ein genialer Text!

Gast  |  12. September 2017 09:19
Schöne Bilder hast du gemacht, das ist auf Römö ja nicht so einfach; und nett geschriebener Erfahrungsbericht.
Es stimmt schon, Römö fuhr sich gestern nicht gerade einfach, aber obwohl es gerne als Nordseechaos bezeichnet wird, möchte ich die Bedingungen immer noch als sehr gut bezeichnen - steile, Kraftvolle Wellen, an denen der oder andere eine Aerial hinbekommen hat, das gibt es an der Ostsee nur an Ausnahmetagen und bestimmt nicht bei SSW.
Das einzig unschöne gestern war der zwischenzeitige Starkregen - in Verbindung mit >30kn surfte sich das recht unangenehm - und dann war da noch der Blitz, der irgendwo oben auf der Dühne einschlug, wonach sich dann (fast) alle hastig vom Wasser machten. Ja, und die böse Flut, die soll es an der Nordsee auch geben soll, wer sein Auto dann bei auflaufendem Wasser zu weit vorne bzw an der falschen Stelle parkt, hat 2 Stunden später evt. was dazu gelernt.
Unterm Strich war des gestern doch ein herrlicher Surftag.

JPM  |  12. September 2017 09:49
Gute Fotos. Es war wirklich alles dabei. Wir kamen spät in der Hoffnung, dass die Vorhersage eintreffen würde und wir noch 2 Stunden bei fast Süd und Sonne-Wolken Mix unseren Spaß auf dem Wasser haben. Begrüßt wurden wir aber erstmal mit Menschenfeindlichen Bedingungen bei ziemlich auflandigem Wind und extremen Regen. Das Ganze fing sich zum Glück noch etwas und die Bedingungen wieder etwas freundlicher. So hat sich der Trip am Ende definitiv doch noch gelohnt. Von allem was dabei gewesen!

Gast  |  12. September 2017 10:28
also ich fands sehr bescheiden.riesige wellen böiger südwind der es unentspannt machte mit 4,5 qm die wellen zu überqueren.abreiten war naklar ein Traum aber bei 3meter Wellen von vorne ohnhe richtig Druck im segel ist das aus meiner Sicht kein Spaß. Also einpacken und nach 45 Minuten nach Hause fahren. Da war der Sonntag definitiv besser Aloha :-)

Gast  |  12. September 2017 10:54
Vielen Dank! Da fühle ich mich als "ambitionierter Hobbysurfer" gleich besser, wenn selbst jemand wie Du, der nachweislich ein guter Surfer ist zugibt, dass die Nordsee nochmal ein anderes Kaliber ist!
Meine gelegentlichen Ausflüge an die Nordsee treiben bei mir den Puls auch regelmäßig hoch...

Gast  |  12. September 2017 11:41
Perfekte Windrichtung und Stärke, perfekte Wellenhöhe und dennoch eigenartig chaotisch und extrem schwer zu fahrende Bedingungen vor Röm gestern. Habe ich dort selten so erlebt. Vielleicht war das rückschwappende Wasser, das über Nacht nach Norden gedrückt wurde, Schuld? Leon

Gast  |  14. September 2017 23:22
Sehr, sehr schöner Bericht, hab' viel gelacht und mich in Deinen Überlebensbeschreibungen wiedergefunden



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