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Canary Islands Report 2005/2006
Canary Islands Report 05/06 :::
Updates von den Kanaren ::::::

 01_GC - Britta Nov_05
 02_TNF - André Nov_05
 03_GC - Britta Dez_05
 04_TNF - André Dez_05
 05_TNF - André Jan_06
 06_GC - Britta Jan/Feb_06
 07_TNF - André Feb_06
 08_GC - Christian Mrz_06
 09_FUE - Milan Mrz_06
 10_TNF - André Mrz_06
 11_FUE - Milan Apr_06
 12_FUE/LAN - Bouke Mai_06
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 Canary Islands Report 06 - Gran Canaria ::: 28. Februar 2006 
Zoro auf Granne
Der Januar war in erster Linie von wechselhaftem Wetter geprägt. Sintflutartige Regenfälle ließen auf den kargen Geröllhalden diverse Pflanzen sprießen, die direkt wieder von Unmengen an Ziegenherden verspeist wurden. Die sonst trockenen Barrancos verwandelten sich zeitweise in lehmige Flüsse.

Nach wie vor ist die Kanalisation auf der Insel nicht darauf ausgelegt, derartige Wassermengen aufzunehmen, so dass vor allem im Süden - in Playa del Ingles - regelmäßig Straßen gesperrt wurden. Der Barranco am Badestrand in Pozo teilte den Ort kurzfristig in zwei Hälften. Einige Häuser wurden überflutet und in Ojos de Graza wurde sogar ein halbes Haus weggespült.

Wassermassen teilen Pozo
In der ersten Januarwoche gab es direkt einige Tage mit nördlicherem Wind und schönen Wellen. Danach war es schwieriger, der Wind kam aus Nordwest. Morgens konnte man dann mitunter mit gutem Wind aus südlichen Richtungen im Süden der Insel surfen. Dann drehte der Wind oft nur um einige Grad und kam plötzlich aus nördlichen Richtungen, so dass man alles einpacken und einmal um die halbe Insel zurückfahren konnte, um im Norden der Insel rauszugehen.

Blöd war es nur, wenn man zu spät ankam und der Wind bereits nach dem ersten Schlag wegdrehte. Bei diesen „Ausflügen“ traf man immer die selben Leute an, meist Nordeuropäer. Die Canarios schütteln meist nur mit dem Kopf, wenn unsereins sich bei den für kanarische Verhältnisse kalten 18 Grad Lufttemperatur so verrückt macht. Belohnt wurde man trotz allem oft durch außergewöhnliche Bedingungen, wie eine abendliche Freestylesession mit Flutlicht am Stadtstrand von Las Palmas.

Im Süden der Insel
Zum Glück gab es auch noch einige Tage mit dem „normalen Wind“ aus Nordost, wo man einfach nach Pozo fuhr und dort schöne Bedingungen vorfand, an einigen Tagen auch mit Wellen. An solchen Tagen war auch Local-Fotograf Fernando glücklich, dass er endlich mal wieder seine Kamera auspacken und ein paar Bilder schießen konnte.

Die Locals fuhren nach Ojos de Garza, wo Monsterwellen und böiger Wind vorherrschten. Die Twins, Marcos Perez und andere rocken die Bedingungen und viele andere wurden direkt beim ersten Mal rausfahren abgeräumt und mussten ihrem Material hinterher schwimmen. Ein Mast wurde sogar in vier Teile zerlegt.

Pozo Action
Am Leuchtturm von Maspalomas gab es auch einige Tage mit Wellen und eher leichtem Wind für 5,3. Man musste sich nur beeilen, schnell aufs Wasser zu gehen oder sich hinter den Sonnenschirmen verstecken, da die Policia Local spontan begann, Bussgelder für regelwidriges Aufbauen von Surfmaterial am Strand zu erheben. Ein Surfer soll sogar um 200 Euro erleichert worden sein.

In den Sanddünen von Maspalomas posierten derweil die Teilnehmerinnen der Miss Germany Wahl beim Fotoshooting.

Das absolute Highlight im Februar war der Karneval. Offizieller Beginn war am 10. Februar. Im Bereich um den Parque Santa Catalina entstanden die Terrazas, in denen nachts gefeiert wurde, eine große Bühne für diversen Aufführungen und Veranstaltungen und ein großer Jahrmarkt mit allem was dazugehört.

Als Norddeutsche konnte ich immer wieder die unglaubliche Begeisterung bewundern, mit der sich die Canarios dem Verkleiden widmen.

Air Chachoo
Die Jungs sind eigentlich alle als Mädchen verkleidet und leben sich dabei derart aus, dass man sich den ganzen Tag totlachen könnte. Sogar die 12-jährigen wagen sich mutig als Krankenschwestern, Baywatch-Darstellerinnen, Prinzessinnen oder einfach nur im Strandkleidchen auf die Straße.

Am 25. fand der große Faschingsumzug mit den zuvor gewählten weiblichen Königinnen der Karnevals und den männlichen Dragqueens statt. Deren Wagen fahren durch die halbe Stadt und jeder der möchte, darf ein Stück mitlaufen.

Es gibt dabei ganze Gruppen, die sich zu einem bestimmten Motto verkleidet haben und in jedem Straßenabschnitt Szenerien aufführen. Zum Abschluss des Karnevals findet am 3. März ein weiterer Umzug statt, bei dem alle in schwarz gekleidet sind und schließlich am Stadtstrand Las Canteras symbolisch eine riesige Pappsardine verbrannt wird - aus welchem Grund auch immer...
Drag Queens
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