Mit dem 40 Jahre alten T3 Synchro fuhr Marc nach Moulay zum World Cup.
Mit dem 40 Jahre alten T3 Synchro fuhr Marc nach Moulay zum World Cup.

Ein Amateur beim World Cup in Marokko

Marc Frenzel hat mit 50 als Amateur beim Wave-World-Cup in Marokko mitgemacht. Sein unterhaltsamer Bericht nimmt euch mit auf die Reise.

„Ich will aber nicht letzter werden!“, ist meine Antwort auf die Frage, ob ich beim Moulay Wave Classic 2026 mitmachen möchte. Sergio und Marc von Sailboards Tarifa fragten mich schon seit Wochen, ob ich nicht mitkommen möchte und den Wave Classic 2026 Contest in Moulay mitfahren will. Seit einigen Jahren organisieren sie den Wettbewerb zusammen mit einem Freund aus Moulay.

Doch Contest ist so gar nicht meins, und bei Wind von rechts schon gar nicht! Aber für die Anmeldegebühr gibt es neben dem obligatorischen T-Shirt auch zwei Abendessen und nen Cocktail… Mit Essen kann man mich immer locken! Außerdem wird mir versprochen, dass ich nicht letzter werde. Na dann...

Also fix angemeldet und Ende April ging es los. Mein fast 40 Jahre alter T3 Syncro war bis unters Dach vollgepackt, da für den Contest und die Kinder von Moulay einiges transportiert werden musste, was bei den anderen nicht mehr ins Auto passte. Eine Übernachtung war nicht geplant, also kein Problem.

Dummerweise hatte meine Fähre knapp vier Stunden Verspätung. Von Marokko sah ich deswegen erst mal nichts außer gut beleuchteter Autobahnschilder. Ein erster Kontakt zur Bevölkerung im Mauthäuschen verlief durchaus freundlich.

Die Oldies vor dem gemeinsamen Wettkampf.
Die Oldies vor dem gemeinsamen Wettkampf.

Gegen halb drei nachts musste ich langsam ans Schlafen denken. Also Boards, Tüten, Pakete, Segel und was sonst noch auf meinem Bett rumflog mal fix innovativ im Bus verteilt und dann gute Nacht!

Am nächsten Morgen überredete mich der Muezzin der Autobahn-Moschee früh zur Weiterfahrt, weswegen ich gegen Mittag auf den Surfer-Parkplatz in Moulay rollte. Der Wind frischte grade auf und ich baute nach kurzer Begrüßungsrunde mein 5,2er mit dem 93er Board auf.

Das idyllische Braun des Wasser erinnerte ein bisschen an Maasvlakte an ganz schlimmen Tagen, aber die Wellen waren erste Sahne! Lang und kräftig! Allerdings wurde das Wasser mit ablaufender Tide links auf dem Riff immer knapper und viel geschlafen hatte ich ja auch nicht. Deswegen wollte ich an Land die Formalitäten erledigen, denn am nächsten Tag sollte der Contest losgehen. Also Einschreiben, Schlüsselanhänger, Armband und T-Shirt einpacken, Foto, lächeln und weiter ging's.

Marc beim Bottom Turn
Marc beim Bottom Turn

Samstag, 25.4.2026, erster Contest-Tag
Die Bedingungen waren so, dass die Contest-Leitung sich entschied, erst mal die Amateure raus zu schicken. Ich war im dritten Heat. Also Segel aufbauen! Da die beste Ehefrau von allen mir ihre komplette Ausstattung zusätzlich mitgegeben hat, konnte ich 4,4 und 4,8 zusammen aufbauen.

Dann Testfahrt mit 4,8. Joa, bisschen doll, aber passt. Jetzt aber schnell an Land, damit man den andern nicht im Weg rumfährt. Während ich den anderen zusehe, wird der Wind immer stärker. Verdammt, vielleicht doch 4,4 nehmen? Nee! Besser festhalten als parken!

Trööööt, mein Heat geht los! Ich kann mit dem 4,8er kaum zum Wasser gehen, so ballert das. Alle anderes haben mindestens eine Nummer kleiner aufgebaut. Auch ein Fahrer, der etwas schwerer aussieht als ich! Es geht los. 17 Minuten dauert ein Match. Es zählt ein Sprung und zwei Wellen! Sehr gut, Springen bei Wind von rechts kann ich. Nur das Landen ist problematisch! Voll angenagelt geht es auf die erste Welle. Hoch, vorne lang, hinten kurz und auf dem Knall warten. Frontloop: Check! Wasserstart und weiter!

Dank des viel zu großen Segels bin ich vor allen anderen draußen und kann mir eine schöne Welle aussuchen. Mein Bottomturn hat den Radius eines Saturnringes und beim Cutback muss alles auf machen, um nicht von der Welle zu fliegen. 4,4 hätte definitiv auch gereicht! Drei Wellen später piept meine Uhr und es trötet an Land.

Heat zu Ende! Gott oder hier besser Allah sei dank! Ich bin völlig alle! Am Auto dann der Blick aufs Handy, Liveheats checken. Ich bin auf dem zweiten Platz und damit eine Runde weiter! Klick, die Punkte aktualisieren sich. Ich bin jetzt auch dem dritten Platz und damit raus! Geil, ganze 0,3 Punkte fehlen. Romain Sibois und Peter Wagner ziehen weiter in die nächste Runde!

Jahdan Tyger
Jahdan Tyger

Die Entscheidung, ob ich jetzt Frustfressen, Frustsurfen oder Frustschlafen soll, wird mir von einem der Judges abgenommen. Ob ich Lust hätte, beim Judgen zu helfen? Ich will sagen, lass mich bloß in Ruhe damit, ich bin völlig alle und außerdem frustriert! Aber was aus meinem Mund kommt, klingt eher nach: „Klar, gerne! Bin gleich da!“

Fix wird mir erklärt, welche Sprünge wie viele Punkte geben, wann es Abzüge gibt (Hintern im Wasser ist schlecht, Segel im Wasser ganz schlecht. Nach einem Sprung zum Material schwimmen bringt gar keine Punkte). Soweit ist mir das alles bekannt, wozu guckt man schließlich immer den Livestream beim Worldcup?!

Was mich überrascht ist, wie streng die Wellenritte gewertet werden: Einer der Pros macht fünf Turns, zwei Aerials und legt sich am Ende beim Goiter lang: 0 Punkte! Welle nicht beendet! Urgs, das ist heftig!

Nach ein paar Stunden im Zelt der Judges bin ich froh, wieder abgelöst zu werden. Wir werden zwar von Raquel Alonso fürstlich mit allem versorgt, was der kleine „Supermercado“ in Moulay zu bieten hat, trotzdem ist das konzentrierte Beobachten gegen die tief stehende Sonne wirklich anstrengend! Hut ab vor den Judges, die das mehrere Tage hintereinander stundenlang - und ganz ohne Bezahlung - durchziehen!

Abends, nachdem der Wind abgeflaut und der letzte Heat beendet ist, beginnt das Dinner im Darlawama. Bergeweise Salate, Tajine, Brot und Tee warten auf ausgehungerte Surfer. Die Stimmung ist super und wir essen und reden Blödsinn bis spät in den Abend.

Ein halbes Wavesegel als Rigg für Kids.
Ein halbes Wavesegel als Rigg für Kids.

Am nächsten Morgen sind die Wellen etwas kleiner, aber dafür auf dem Riff in Lee der Bucht schön sauber und lang. Ich habe den besten Surftag seit Langem. An Land muss ich meine Pläne spontan etwas umwerfen. Eigentlich wollte ich beim Frühstücken den Pros zusehen, allerdings sind die Bedingungen so „schlecht“, dass sich die Rennleitung entschlossen hat, eine Redemption für die Amateure zu starten! Losers Round! Aus dem entspannten Frühstück wird also nichts, ich bin wieder dabei! Im dritten Heat soll ich ran.

Da mein Material von der Frühsession noch aufgebaut am Strand liegt, bleibt dann doch noch Zeit für ein schnelles Frühstück. Vorher werden die „Junior Boys U18“ aufs Wasser geschickt! Die Judges ziehen die komplette Wertung bis einschließlich Finale durch! Das Niveau der „Boys“ ist krass! Bei den Sprüngen gibt es Frontloops, Backloops, Tabletops und eine Reihe ordentlicher Abgänge zu sehen! Die Jungs geben Vollgas! Wellen werden mit der gleichen jugendlichen Unbeschwertheit zerlegt, wie in der Luft die Manöver raus gehauen werden. Am Ende siegt Yannik Kolb Gonzales vor Nourdine Alabedi und Peter Gobisch.

Trööt! Es geht jetzt endlich wieder für mich los! Nochmal 17 Minuten, die besten zwei Wellen und ein Sprung zählen! Im Kopf gehe ich durch, was ich von den Judges gelernt habe: Bei der Landung sollte das Segel und möglichst auch der Hintern trocken bleiben und auf jeden Fall nicht nach dem Wellenritt stürzen!

Wettkampf in Moulay. Das Noticeboard ist mit Mauerwerk und Ducktape windsicher gestaltet.
Wettkampf in Moulay. Das Noticeboard ist mit Mauerwerk und Ducktape windsicher gestaltet.

Heute passt das 4,8er perfekt! Beim Rausfahren das gleiche Spiel wie gestern: Abspringen, einrotieren und auf den Aufprall warten! Heute habe ich nen Lauf! Das Segel bleibt bei der Landung trocken, ich gleite sofort weiter. Draußen kommt mir ein schönes Set Wellen entgegen. Ich gucke, Welle ist frei: Abfahrt! Drei bis vier Turns, ordentlich Wasser in der Luft beim Cutback, kleiner Aerial ist auch dabei, läuft! Jetzt sauber raus halsen und bloß nicht reinfallen!

Die anderen Surfer in dem Heat rippen, was das Zeug hält. Ewig lange Wellenritte, super Cutbacks in richtig hohe Teile! Der ein oder andere bezahlt den Mut mit ordentlichen Waschgängen. Grade im linken Teil des Spots haben die Wellen mächtig Kraft. Nach 17 Minuten kommen alle ohne größere Schäden an Mensch oder Material wieder an Land.

Ich mag gar nicht gucken, welchen Platz ich gemacht habe. Der Chef von Sailboards Tarifa meint, ich wäre bestimmt eine Runde weiter. Neben dem Zelt der Judges stecken einige Fahrer die Köpfe zusammen und gucken aufs Handy. Die Ergebnisse sind online!

Fernando Mesquita und ich sind eine Runde weiter. Ich bin auf dem ersten Platz. Wau! Was ist denn da los?! Dann ist meine Taktik mit dem trockenen Segel wohl aufgegangen.

Florian Kellner
Florian Kellner

Kurze Zeit später steht der nächste Heat für mich an. Langsam wird's stressig… Komme ich hier auf den ersten oder zweiten Platz, bin ich im Semifinale.

Also schnell das Contest Leibchen übergestülpt und ab zum Wasser. Dort ist grade großartige Stimmung. Die anderen Fahrer des Heats machen sich warm, klopfen sich auf die Schulter und wir machen Fotos zusammen. Dieser Heat wird schwer. Ich bin mit 50 der Jüngste in der Runde und muss gegen geballte Windsurferfahrung von Piero Dalla, Sergio Alonso und Ivanjo antreten.

Trööt! Es geht schon wieder los! Das 4,8er passt noch, zerrt aber in Luv der Bucht ganz gut an der Hand. Wir vier fahren alle nebeneinander mit Vollgas los. Draußen bildet sich das erste Set und alle haben die gleiche Idee: Erstmal den Sprung raus hauen und dann mehr oder weniger entspannt nach Wellen Ausschau halten.

Es geht dann zu wie auf dem Trampolin. Rocket Airs, Table Top, Donkey Kick und ich wieder mit meinem Standardsprung: Frontloop. Diesmal erwische ich die Welle perfekt! Abdrücken, steigen, einrotier…ui! Das ist aber hoch! Gefühlt rotiere ich komplett senkrecht und entschließe mich dafür, dann doch das Segel auf zu machen und mit dem Hintern zuerst zu landen. Lieber keine Punkte als mit zwei halben Brettern an Land schwimmen!

Alice Trouijjard
Alice Trouijjard

Während der nächsten 17 Minuten wird der Wind immer schwächer. Gut, dass wir alle schon unsere Sprünge gemacht haben. Die Wellen sind groß und sauber, die Auswahl der Wellen wird immer schwieriger, je schwächer der Wind weht. Gegen Ende haben wir alle mindestens eine gute Welle und einen ordentlichen Waschgang gehabt.

Gemeinsam laufen wir am Ufer Höhe, zum Aufkreuzen fehlt der Wind und mir die Power. Nach zwei Litern Wasser und einem Schoko-Riegel traue ich mich, auf die Ergebnisse zu gucken. So gut wie in meinem ersten Heat war es nicht, da bin ich mir sicher. Piero Dalla ist mit seinen großen Wellen und den ewig langen Ritten auf Platz eins. Ich hab Glück! Zweiter Platz! Damit gehts ins Semi-Finale!

An Land spricht mich Florian aus Berlin an: „Hey, wir beide sind mit Peter und Alice im gleichen Semi-Final-Heat.Wir gehen jetzt zusammen raus zur Abendsession. Komm mit!“ Gesagt getan. Zu viert rippen wir in den Abend. Florian und Alice kannte ich bis jetzt noch nicht. Peter, der vierte im Bunde, hatte mich in der Vorrunde rausgekickt, als ich mein etwas zu großes Segel aufgebaut hatte.

Von zu großem Segel ist aber an diesem Abend nichts zu merken. Eher im Gegenteil. Selbst mit 5,2 parke ich manchmal ein. Peter, vom Gewicht her eher meine Klasse, ereilt das gleiche Schicksal. Alice und Florian rippen und freestylen dagegen, was das Zeug hält! Wenn der Wind im Semi-Finale nicht deutlich mehr wird, kann ich mir den Ausgang schon vorstellen….

Am Montag, dem dritten Contest Tag finden keine Heats statt. Wind und Wellen lassen uns im Stich und die Vorhersage sieht bis zum Wochenende nicht besser aus.

Essaouira
Essaouira

Also steht erst mal Sightseeing auf dem Programm. Essaouria ist die nächst größere Stadt und wunderschön! Für mich als Marokko-Anfänger genau richtig. Günstiges Essen, nette Leute und ein toller Strand, an dem Kamele und Pferde zum Reiten gemietet werden können.

In der Altstadt lade ich das Guthaben auf meine Marokko-Handykarte auf, kaufe für umgerechnet drei Euro „original Apple“ Kopfhörer und erstehe einen Tuareg-Kompass! Der Dienstag gibt dem Wetterbericht recht. Nichts mit surfen, dafür Contest-Cocktail im ‚Beach and Friends‘ am Strand in Essaouira.

Da der Wetterbericht bis Donnerstag absolut keine Windsurfbedingungen verspricht, fahre ich am Abend in das knapp 180km entfernte Marrakech. Nahe des Jemaa el Fna stehe ich mit meinem Bulli auf einem bewachten Stellplatz. Mich treibt der Hunger sofort ins Getümmel.

Auf dem Jemaa el Fna ist jeden Abend Volksfeststimmung: Unzählige als Fressbuden getarnte Restaurants, Gaukler, Obststände, Musiker, Geschichtenerzähler, Einheimische und Touristen bevölkern den Platz und die umliegenden Souks. Wer Ruhe und Einsamkeit sucht, ist hier definitiv am falschen Platz.

Ich lasse mich durch die kleinen Gassen treiben, weiche Eselskarren und Mopeds aus. Das ist das Marokko, wie ich es mir vorgestellt habe. Der Wahnsinn! Unglaublich gut! Nach einiger Zeit finde ich eine Pizzeria, die für 30 Dirham (etwas weniger als drei Euro) richtig gute Pizza anbietet. Das mag jetzt nicht das typisch marokkanische Essen sein, aber egal.

Marrakesch
Marrakesch

Am nächsten Morgen ist der Platz wie verwandelt. Die Restaurants und viele der Gaukler sind verschwunden: Shopping Time! Ich erstehe nach zähem Handeln zwei Djellaba. Dieses typisch marokkanische übergroße Unterhemd mit Kapuze wollte ich schon lange haben.

Anschließend finde ich am Rande der Souks neben einer Moped-Werkstatt und einem Hufschmied einen Imbiss. Außer mir sind nur marokkanische Schulkinder anwesend. Sehr Gut! Wenn jemand weiß, wo man günstig satt wird, dann ist es diese Klientel. Für 40 Dirham (also knapp vier Euro) bekomme ich etwas dönerartiges mit Pommes und Cola. Der Wirt freut sich, dass es mir schmeckt, und schenkt mir eine weitere Portion Pommes. Geil! Wer mir Essen schenkt, den mag ich sofort.

Mit gefülltem Magen und Einkaufstaschen geht es zurück nach Essaouira, nicht, dass ich da noch Wind oder den Contest verpasse… Als ich abends auf den Parkplatz rolle, erspähe ich Frans aufgeriggtes Material. Verdammt! Ich werde doch wohl nichts verpasst haben? Aber Fran beruhigt mich: Kein Gleiten war möglich und Wellen hat er auch nur wenige bekommen können. Morgen wirds bestimmt windiger!

Links oben: Sergio und Fran, rechts: Peter Wagner
Links oben: Sergio und Fran, rechts: Peter Wagner

Oder auch nicht. Erst der Freitag wird der nächste Contest Tag! Mensch, das könnte jetzt aber alles knapp werden! Samstag morgen ist schon die Siegerehrung!

Tröööööt! Es ist Freitag und das zweite Semifinale mit mir hat grade angefangen. Es ist verdammt wenig Wind und es zählen nur zwei Wellen, keine Sprünge. Mein 5,2er habe ich im ostholsteiner Kartoffelsacktrimm aufgebaut: Bauch ohne Ende! Trotzdem kann ich nur nach draußen parken. Unterbrochen von ein paar Waschgängen kann ich mir aber dafür die Action der anderen gut ansehen.

Florian Kellner hat ein super Auge für die Wellen und reitet fast masthohe Sets mit vier bis fünf Turns ab. Alice Troulliard rippt ebenfalls unerschrocken die großen Wellen. Peter Wagner, der ungefähr meine Gewichtsklasse hat, kann dank des größeren Materials mehrere schöne Wellen erwischen und zerlegt sie fachgerecht. Und selbst ich erwische zwei Wellen, die allerdings deutlich kleiner sind, und lande damit verdient auf dem letzten Platz des zweiten Halbfinales.

Florian Kellner gewinnt mit 7,6 Punkten vor Alice Troulliard mit 4,0 Punkten. Ganz knapp dahinter (3,96 Punkte) folgt Peter Wagner. Ich bekomme satte 2,17 Punkte und bin damit jetzt auch wirklich raus aus dem Geschehen.

Direkt im Anschluss wird das Finale der Amateure gestartet. Florian gewinnt vor Piero Dalla, der zuvor das andere Halbfinale gewonnen hatte. Auf Platz drei und vier folgen Matthias Aeberhard und Alice Trouillard.

Auf dem Wasser geht es sofort weiter. Die Pro Men dürfen ran. Sieben Heats werden durchgezogen., vom Viertelfinale bis zum Finale. Auch hier gelten nur zwei Wellen und keine Sprünge. Zum Sonnenuntergang steht der Basilianer Jahdan Tyger als Sieger fest. Ein sauberer Goiter bringt ihm den Sieg. Nur 0,2 Punkte dahinter Marc Alonso aus Tarifa, gefolgt von Yves Masnada.

Nahe der Oasenstadt Zagora
Nahe der Oasenstadt Zagora

Für mich geht die Zeit in Essaouira zu Ende. Viele der Leute werde ich in einer Woche in Tarifa wiedersehen. Vorher mache ich eine Woche Sightseeing durch Marokko. Sahara, Fes, Chefchaouen stehen auf dem Programm.

Bei dem Contest mitzusurfen hat unglaublich Spaß gemacht und mir als absolutem Amateur ein paar interessante Einblicke in Orga und Wettkampf gebracht. Ob ich nochmal einen Contest surfen werde, weiß ich nicht. Nur dann aufs Wasser zu können, wenn man „dran“ ist, ständig zu gucken, ob sich die Reihenfolge ändert und Konkurrenz auf dem Wasser liegt mir nicht so wirklich. Wer aber mal Lust hat, in guten Bedingungen mit super Stimmung zu einem günstigen Kurs Contest Luft zu schnuppern, dem kann ich diesen Event wärmstens empfehlen! Und falls man es als Amateur unter die ersten drei schafft, bekommt man eine Wildcard als Profi für das kommende Jahr!

25.06.2026 © DAILY DOSE  |  Text: Marc Frenzel  |  Fotos/Grafiken: @watermark360, Marc Frenzel  |  Translation: EN