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29.03.2020

Surfunfall in Damp

Zeugen gesucht - UPDATE

Surfunfall in Damp
Bad News - in zweierlei Hinsicht. Zum einen kam es heute im Ostseebad Damp zu einem Surfunfall. Ein Wellenreiter wurde beim Rauspaddeln von einem anderen Wassersportler von hinten überfahren. Der Wind- oder Kitesurfer schlitzte mit den Finnen die Rückseite des Wetsuits auf. Schürfwunden quer über den Rücken, eine Fleischwunde am Ellenbogen und eine Schädelprellung waren die Folgen des Zusammenstoßes.

Der Vorfall ereignete sich heute am 29.3.2020 ca. gegen elf Uhr. Der Unfallverursacher und Zeugen werden gebeten sich zu melden (am besten per Mail an die Redaktion, da der Vorfall noch nicht bei der Polizei angezeigt wurde. Wir leiten den Kontakt dann weiter).

Womit wir beim zweiten Punkt wären... Stay at Home - scheinbar scheißegal? Als wären die Aufrufe vom starken Nordostwind aus dem Gedächtnis geblasen, versammelten sich heute nicht gerade wenige Anhänger von Surfsportarten in Damp. Genau das ist, was zur Zeit absolut nicht angesagt ist. Dass der Worst Case einer schweren Verletzung eintreten kann und der Betroffene medizinische Hilfe in Anspruch nehmen muss, ist genau das Szenario, das es zu vermeiden gilt.

Polizei und Ordnungsamt waren vor Ort, haben die Kennzeichen der Fahrzeuge notiert und die "Versammlung zu Freizeitaktivitäten" aufgelöst.

Natürlich ist jeder Wassersportler individuell unterwegs und passt sein Verhalten an Land an, um den Kontakte zu anderen zu minimieren. Die Wahrnehmung für Außenstehende ist aber einer andere - hier wird die Gruppe gesehen, die extra anreist und den Sport gemeinsam ausübt. Dieses wahrgenommene Verhalten trägt dazu bei, dass wir dem echten Lockdown ein Stück näher kommen.

---- UPDATE ----
Der Unfallhergang ist inzwischen aufgeklärt. Der Windsurfer hatte sich sofort gemeldet und den Ablauf geschildert. Der Zusammenstoß passierte bei einer Halse und nach kurzer Kommunikation noch auf dem Wasser schien alles ohne Folgen abgelaufen zu sein, so dass beide weitersurften. Vermutlich unter Schock stehend fehlte dem Wellenreiter die Erinnerung des Herganges und die Wahrnehmung der Folgen. Die beiden haben sich auch schon über die Schäden an Brett und Anzug geeinigt.

Als Reaktion auf diese News haben uns auch viele Fragen erreicht, ob und wie Windsurfen aktuell noch erlaubt sei. Im inzwischen 2,5 Wochen alten Artikel "Windsurfen und das Coronavirus" hatten wir euch da schon eine Einschätzung für den damaligen Zeitpunkt geliefert. Aktuell werden aber auch im Norden immer mehr Strände gesperrt (aktuell Bülk und Laboe) und viele Gemeinden - wie z.B. Kellenhusen - bitten von der Anreise abzusehen.