o2 Surf Masters Osnabrück
Indoor-Surf-Wettbewerb auf der Hasewelle
Wer als Ortsunkundiger hört, dass in Osnabrück auf der Hasewelle gesurft wird, könnte an ein langohriges Hoppeltier denken, bevor Gedanken an eine romantische Flusswelle wach werden.
Alles falsch. Auf dem Fluss wird in diesem Fall nicht gesurft und "Hase" wurde hier wohl vom germanischen haswa (grau) abgeleitet. Nicht weniger interessant ist die Auflösung: In der Nähe des Flüsschens Hase, das durch die Osnabrücker Innenstadt fließt, hat das Modehaus L&T 2018 ein ziemlich fettes Sport-Kaufhaus gebaut. Als Attraktion beherbergt der Laden eine künstliche Welle, die regulär dienstags, donnerstags, freitags und samstags läuft.
Ende Februar fand in eben jenem Shopping-Center eine Veranstaltung der o2 Surf Masters statt. Die Event-Serie wird auf stehenden Wellen in Osnabrück, Düsseldorf, Berlin, Langenfeld und Freiburg ausgetragen.
Bei den Open Women sorgte die aus Russland stammende Aksinia Semenova für Furore. Die 17-Jährige surfte mit technischer Brillanz zu 16.33 Punkten und schenkte sich den Sieg beim ersten Tourstopp damit quasi selbst – punktgenau zum Vorabend ihrer Volljährigkeit. Sie verwies die erfahrene lokale Surferin Anika Weizel (34 Jahre, 13.80 Punkte) auf den zweiten Platz. Den dritten Rang sicherte sich Ina Schorr (12.30 Punkte).
Auch bei den Männern drängte der Nachwuchs massiv nach vorne. Der erst 15-jährige Berliner Hotshot Leander Lu zeigte eine beeindruckende Performance und sicherte sich mit 16.17 Punkten den zweiten Platz. Ebenfalls stark präsentierte sich der 21-jährige Local Hero Frederick Runge auf dem dritten Platz (16.10 Punkte). Doch am Ende blieb der Vorjahressieger eine Klasse für sich: Marius Øystein Gerlach dominierte das Finale mit 18.17 Punkten und unterstrich einmal mehr seinen Anspruch auf den Gesamtsieg der Tour.
Llink: www.o2surfmasters.de
09.03.2026 © DAILY DOSE | Text: bsp media, Christian Tillmanns | Fotos/Grafiken: bsp media