Antwort, 13.07.2007 00:19 von Boddenflitzer
Moin,
So pauschal kann ich das nicht beantworten.
Ich fahre seit 2 Jahren Skinny-Masten und für mich ist das top.
Das positive o. negative Erlebnis ist sehr subjektiv. Es ist eigentlich fast nie der Fall, dass ein Wavesegel überhaupt nicht auf einem Skinny getrimmt werden kann. Mit "passt" ist eigentlich der Fahrstil des Surfers gemeint.
Es ist so, dass ein Skinny das Wavesegel auf jeden Fall "weicher" und gedämpfter wirken lässt. Der Eine mags, der Andere nicht. Es ist vielleicht!!! nicht mehr so direkt. Es KANN vielleicht bei einigen Segeln zu schnellerer Druckpunktwanderung führen. Vorteile der Skinnies sind dir ja bestimmt bekannt.
Ich habe schon einige alte Segel mit Skinnies getestet, u.a. North Rave (1999), Gaastra Heatwave (1999 oder 1998?). Die fuhren sich nach meinem Empfinden mit den dünnen besser.
Den größten positiven Effekt hatte ich bei meinem alten 2004er Search in 5,0qm gemerkt.
Empfohlen war ein 430er SDM, gefahren bin ich dann später mit einem 400er RDM.
Es war nicht mehr so bocksteif und viel viel handlicher und kontrollierbarer, + größere Windrange. Leistung und Druckpunktstabilität, von denen das Segel mehr als genug hat, waren bei meinen 75kg nicht spürbar gemindert worden, auf das extrem harte und extrem direkte Feeling konnte ich bestens verzichten. Fazit: Trotz eigentlicher
RDM-Unverträglichkeit war das für mich eine super Tuning-Massnahme.
Mittlerweile fahre ich Segel die speziell für RDM geschnitten sind.
Ich vermute bei den Force-Segeln wird der Effekt ähnlich sein wie beim Search. Ob es sich für dich dann genauso gut anfühlt wie für mich kann ich nicht sagen.
Ich weiß nun nicht was du so mit den Segeln schon für Moves fährst, ob in der Welle oder eher auf Flachwasser damit fährst, wie schwer du bist etc.
Das Fahrkönnen ist sehr entscheidend, um halt das Feeling des Segels z.B. beim Cutback oder beim Freestylen zu beurteilen, bzw. das eventuelle Spektrum der Vorteile auszuschöpfen.
Wenn man noch nicht so "gut" aufm Brett ist, dann wird man durch die Umstellung auf RDM nicht viel besser werden. Und dann stimmt da einfach das Preisleistungsverhältnis nicht mehr. Da macht vielleicht eine Investition z.B. beim Board mehr Sinn.
Also nur weil RDM jetzt irgendwie In oder das Non-Plus-Ultra sein soll, heisst es noch lange nicht, dass man da mitziehen muss. Irgendwann stellt man/ es sich dann automatisch um, wenn man RDM fahren will.
Bei mir war es damals so, dass ich generell einen größeren und einen kleineren Mast brauchte, zu dem wollte ich welche mit mehr Carbonanteil. Da habe ich mir ein paar Skinnies (irgendwelche) ausgeliehen und bin sie mit meinen Segeln gefahren. Habe mich dann noch mal ausführlich im Shop beraten lassen und probegeriggt. Jetzt fahre ich Techno Limitz RDM -Masten, da meine Segel eher für Flextopmasten gemacht wurden und die da wie die Faust aufs Auge passen. (Aufpassen sollte man z.B. bei den Maui Sails Segeln und einigen neuen Gaastras, die sind noch wie früher auf Constant Curve geschnitten d.h. der Topbereich biegt sich nicht so stark, wie bei Flextop-Segeln/Masten, und der untere Bereich der Mastes um so mehr. Hier kann man mit der falschen Mastwahl viel Leistung zunichte machen. Neuere Naish Segel (incl 2004er) sind wie z.B. die Prydes sehr flextoplastig.)->> korregiert mich wenn ich falsch liege.....