Antwort, 09.09.2007 00:21 von Hangman
Der shop hop ist vom Bewegungsablauf nichts anderes als beim skateboarden der "Olli" und funktioniert sogar nach dem selben prinzip...nur das der Chop hop mit dem Surfbrett meines erachtens durch die schlaufen und das Segel deutlich einfacher wird.
Beim absprung verlagert man seinen Körperschwerpunkt über die mitte vom Brett und geht leicht in die Knie um gut federn zu können dann stemmt dann schlagartig sein gesammtes Körpergewicht über den hinteren Fuß aufs Tail für den Absprung.
Knackpunkt: Körperschwerpunkt trotzdem über dem Board lassen und nicht zu weit nach hinten lehnen...ansonnsten siehts zu verkrampft aus und endet oft mit ner Arschbombe beim landen.
Durch den Druck aufs Tail sackt dieses tiefer ins wasser ab wodurch sich die Spitze des Boards aus dem Wasser aufrichtet. Hierbei ist besonders wichtig mit dem Vorderen Fuß in der Schlaufe das Board zu führen und es schräg nach oben in fahrtrichtung aus dem wasser hinaus zu ziehen.
Knackpunkt: Nicht vergessen das Board anzukanten damit der Wind das Board von unten anströmen kann wodurch das Board kontrolierbarer in der luft wird und es einen leichten zusätzlichen lift gibt.
Nachdem man das Board über den hinteren Fuß gekickt hat und es mit dem vorderen Fuß hoch zieht ist es für die Höhe wichtig möglichst schnell wieder den hinteren Fuß wieder anzuziehen um somit das Heck aus dem wasser zu reißen. Um so stärker der Impuls auf das Tail beim absprung ist und um so energischer das Board über den vorderen Fuß hoch gezogen wird und der hintere Fuß so schnell wie möglich wieder angezogen wird, desdo höher wird der Chop hop.
Zusätzlich ist es hilfreich das Segel als unterstützung zu nutzen.
So kann man den absprungimpuls deutlich verstärken in dem man beim kicken des Tails mit dem Segel noch mal richtig dicht holt.
Eine weitere Hilfe zum abspringen ist das anpumpen. In dem man durch eine angedeutete absprungbewegung das Board leicht ins Wasser drückt wodurch dieses durch das Auftriebsvolumen wieder aus dem wasser nach oben geschoben wird. Jedoch ein kleines Stück höher als zuvor in normaler gleitlage. Wiederholt man diese Bewegung mehrmals merkt man wie man das Board aufschaukelt und immer weiter aus dem wasser wider kommt. Wenn man dann nach dem man das Boardaufgeschaukelt hat es vom höchsten punkt ins wasser pusht um abzuspringen besitzt man deutlich mehr druck um das Tail herunter zu kicken dadurch wird der abspung enorm verstärkt...jedoch darf das anpumpen nicht übertrieben werden, weil ansonnst das Brett von alleine einen zu großen Hüpfer macht und danach der gesammte erhoffte Efekt mit der landung wieder verpufft...
Ich hab es mittlerweil auf flachwasser mit genügend wind geschaft mich 1,5Meter herauszupuschen... es ist alles ne Frage der abstimmung der Perfekten Technik.
Generell läst sich mit jedem Board ein Shop Hop machen selbst ich mit 65kg habe es auf einem 164 Liter brett aufflachwasser gelernt kleine Hüpfer zu machen...
Zu der Frage ob dein Brett zum Freestylen geeigent ist: definitiv ja...
Es erfüllt alle Voraussetzungen ist jedoch ein Bisschen zahmer als ein reinrassiger freestyler und gleitet schneller und stabiler.
Generell ist alles eine Frage der Technik, wer einen Move wirklich beherscht kann ihn mit jedem Brett... nur auf manchen ist es einfacher ihn zu stehen...
Patrick Diethelm zum Beispiel hat mit nem Formula Brett und nem 8qm Segel nen Frontloop gemacht und wiederum nen anderer Fahrer war vor der Küste Afrikas vor nen paar Jahren mal mit Material von 1990+ draußen und hat darauf sämtliche Newschool Freestylmoves zelbriert nur um zu zeigen, es liegt nicht am Material sondern an der Technik...
Hang loose