Antwort, 23.08.2013 13:37 von daytona98
Mit den großen Lappen ist das echt nicht so einfach.
Vor allem die Investitionen für die Riggkomponenten sind nicht ohne.
Segel > 7,5 sollten eine großen Windbereich haben. und da sind Cambersegel klar im Vorteil.
Wenn man über 8,5 m² gehen möchte braucht man meist einen 490er Mast der dann auch min. 70% Carbonanteil haben sollte und eigentlich auch eine Carbongabel die min. bis 250 Auszug hat. Zusammen mit dem Segel kommt da schnell ein hübsches Sümmchen zusammen. Und mit dem Gebrauchtkauf von Masten und Gabeln ist das ja auch so eine Sache.
Der Markt hat in den letzten Jahren darauf reagiert und einige neuere 2-Camber Segel haben einen ausgeprägten Cut-Out am Schothorn, der schon mal die Gabellänge deutlich reduziert, und z.B. bei North kann man auch die großen S-Types mit einem 460er Mast fahren (ggf. mit Extender).
Aufsteiger, die noch mehr oder weniger regelmäßig im Wasser liegen, sollten darauf achten kein allzu sportliches Segel mit entsprechend großer Masttasche zu nehmen. Die o.g. modernen 2-Camber-Segel bieten da einen guten Kompromiss.
Ein reines Frühgleitsegel würde ich dir für böige Binnenreviere nicht empfehlen. Der Windbereich dieser Spezialisten ist nicht allzu üppig. Hier finde ich persönlich die gemäßigten Freeracesegel ideal, die sich mit erträglichen Trimmkräften riggen lassen, genug Power untenraus haben und trotzdem ausreichend druckpunktstabil sind.
Gruß Andi