Antwort, 20.08.2005 19:07 von Unregistriert
Vorsicht! Es gibt auf jeden Fall Unterschiede zwischen den Herstellern. Die Unterschiede bestehen zum einen in der Härte (spürbar in der Biegekurve) und in der Haltbarkeit. Vgl. mal die Tests in der Surf. Die denken sich die Ergebnisse ja nicht aus, oder?
Also für kleine Segel haben sich ganz klar die Skinnies durchgesetzt. Selbst Pryde und North (dropshape) ziehen jetzt nach und bieten Rdm´s an; wahrscheinlich weil die Kunden (zu Recht) wegbleiben.
Die seitens der Hersteller empfohlenen Masten sind sicher die beste Alternative, wenn man nicht schon ausgeprägte Vorlieben hat (z.B. besonders harte oder weiche Masten).
Das nervige beim Windsurfen ist, dass man erst nach Jahren Erfahrung seine eigene Vorlieben kennenlernt und dann danach sein Material auswählt. Am Anfang sollte man sich einfach auf die Herstellerangaben und eine hoffentlich gute Shopberatung verlassen.
In puncto Haltbarkeit haben sich in den letzten Jahren auch ein paar Hersteller hervorgetan(eigene Beobachtung/Mundpropaganda):
besonders haltbar: PowerX (Ezzy), Nolimits, mit Abstrichen Tecno Limits
nicht so haltbar: Gaastra (die neuen 06er sollen besser sein), Gun (nicht zu empfehlen), Fiberspar (nur die mit dem weißen Aufdruck, die mit silbernen Aufdruck sind extra verstärkt)
Der Mythos vom unzerstörbaren Skinny ist natürlich Blödsinn. Jeder Mast bricht, wenn man in der Welle in eine Sandbank "einspitzelt".
Also ich fahre meine Gaastra-Wave-Segel mit Gaastra und Fiberspar Skinnies. Ein Gaastra Skinny habe ich schon geschrotet. Aber vielleicht wäre auch jeder andere bei der Aktion geplatzt (wer weiß das schon genau).
Also mein Fazit ist: Ist alles nicht so einfach mit dem Material! Meines Erachtens macht die Materialschlacht unseren Sport auch nicht besonders attraktiv für Einsteiger.
Am besten ist also: Selber gut informieren und eigene Erfahrungen sammeln. Und natürlich nicht zu unterschätzen: Eine gute eigene Einschätzung, ob man bei dem eigenen Fahrkönnen überhaupt oder gerade haevy-duty-Material braucht.
Im Zweifel lieber viel Geld für den Mast und wenig Geld für das Segel ausgeben.
So long,
Knut