Antwort, 05.06.2007 23:40 von Boddenflitzer
@Henni2007
Ganz banal gesagt: Ein Spinnout tritt dann ein, wenn die Finne nicht mehr "greift" und dir das Heck wegrutscht oder ausbricht, beim gleiten versteht sich.
Das kann sehr viele diverse Gründe haben, aber die Ursache liegt meistens daran, dass die Finne den ausgeübten Druck nicht standhält. Das Problem haben wir als Ottonormalo sehr oft, wenn die Finne für die Bedingungen und das Setup zu klein gewählt wurde. Das meinte auch Kollege Dachlast, weswegen die Frage nach einer größeren Finne aufkam.
Anders ist es bei Speedsurfern, wo der Spinnout primär kein Problem des übermäßigen Drucks auf die Finne ist, sondern durch die sehr hohen Geschwindigkeiten auftretenden Strömungsabrisse.
Physikalisch ein wenig kompliziert zu erklären. Nur so viel: durch den Speed entsteht so viel Reibungswiderstand zwischen Wassermolekülen und Finnenoberfläche, dass das Wasser um die Finne quasi "verdampft". Natürlich nich im großen Stil, sondern auf molekularer Ebene, aber diese Kleinen Abnormitäten können bei Geschwingigkeiten über 70 Sachen schnell zum Strömungsabriss und zum Spinout führen.
-> eine zerschossene Finne, oder eine mit Seegras dran provoziert eben auch einen Strömungsabriss und man "rutscht" weg, hat aber sicher nichts mit dem zuvor geschilderten Phänomen zu tun.
Es geht nichts über eine gut abgestimmte und unbeschädigte Finne!
..ach eins hätte ich fast noch vergessen. Die Frage ist nicht wie schnell man ins Gleiten kommt, sondern OB ;-). In grenzwärtigen Situationen sollte man seine Möglichkeiten des Setups kennen, um dass Angleiten zu verbesseren. Das ist doch der mindeste Spaß am Surfen und für uns Alle sehr relevant, oder?
Also Leudde beste Grüße und checkt eure Finnen.