Antwort, 23.06.2007 14:38 von Boddenflitzer
Hoy,
zu 1.) stimmt 100%ig, bei vielen ist das 5,3er schon ein Wavesegel, bei anderen erst das 5,0er.
zu 2.) Der Vorteil eines Freestylesegels ist immer die Leichtigkeit und das Manöverhandling, charakteristisch ist, dass sich das Profil während der Manöver flach zieht um neutrales Handling zu bewirken. Der Gewichtsunterschied und das Manöverhandling ist ab einer bestimmten Segelgröße (hier um die 5,0qm) nicht mehr spürbar. Zudem ist der Wind dann auch stärker, die Moves werden krasser, das Wasser ist vielleicht nicht mehr eben und ab hier machen Wavesegel einfach mehr mit und mehr Sinn.
Zum Anderen es gibt eigentlich keine reinen Freestylesegel unter 5,0!
zu 3.) Der wesentliche Unterschied eines reinen Freestylehobels im Vergleich zum Wavesegel:
(Vergleich in der Größe um 6qm)
- Freestylesegel wird leichter sein -> besseres Handling, aber wenig Verstärkung
- gleitet vielleicht ein Tick schneller an
- das Profil sollte sich bei Manövern schnell flach ziehen können
- manche Freestylesegel haben eine außergewöhnliche Outline, damit manche Manöver einfache o. bequemer ausgeführt werden können (z.B. wenn man unterm Segel durchtaucht, Clewfirst fährt etc.)
____________________________________________
Freestyle hat immer was mit Vorlieben zu tun. Der eine greift dann ab 5,0 eher zum soften Sideshore segel mit flachen Profil, der andere nimmt lieber das kraftvolle Onshorewave, um immer mit ordentlich Zug durch die Tricks zu rotieren.
Reine Freestylesegel sind eine sehr spezielle Gattung, ähnlich wie Speedneedles.
Es gibt sie nicht mehr bei allen Herstellern und wenn, dann eine sehr schmale Größenbandbreite (nie unter 5,0). Beliebt ist sind die Größen um 6,0 (5,7 5,8 6,0, 6,2 6,3
vielleicht noch 6,5-6,8).
Ich persönlich greife über meinen 4,7er Wave zum robusten Crossoversegel, eines in 5,5 und dann noch in 6,5, größer als 6,5 fahre ich im Moment nicht mehr. Das 5,5 er aus der Palette ist schon sehr Manöver- und Wavelastig, aber mit ordentlich Speed und Angleitpotential und das 6,5er (gleicher Typ und Hersteller) ist primär auf Angleitleistung ausgelegt.
Freestylesegel sind mir zu sensibel, was die Haltbarkeit angeht. Und Haltbarkeit ist wichtig wenn man neue Moves lernen will!! Wenn man schon einiges kann, dann mach das ultralightfeeling eines reinen Freestylers bestimmt viel Spaß aber bis dahin .....