Neuheiten auf der boot Messe 2026 in Düsseldorf
Indoor Foil Action im Pool, Aussteller und Shops
Wer auf der diesjährigen boot Messe in Düsseldorf neue Segel und Wings sucht, der wird bei einer deutschen Marke fündig: die Bundeswehr stellt aus. Ein Wing und ein Segel im Camouflage-Look gibt es zu sehen, und die schauen optisch gar nicht mal so schlecht aus.
Der Wing im Tarnmuster-Design ist sogar 'markentypisch' mit Pistolengriff und langem Lauf ausgestattet - ein Modell mit Boom. Käuflich erwerben kann man die Modelle allerdings nicht – Einzelstücke für den Messestand, gefertigt von F2. Und F2 ist dann auch schon die einzige Marke, die im Windsurfbereich mit Hardware zu sehen ist.
Ganz vorne im Bereich Protection dann wieder – die Bundeswehr. Im Angebot: Der sicher solideste Helm für Foiler, kombiniert mit Goggles, die auch Oakleys den Rang ablaufen.
An dieser Stelle kriegen wir jetzt aber den Bogen zu den Produkten der Fachmarken und bleiben direkt mal beim Thema Protektoren.
WIP stellt aus: Helme, Protektorenwesten (Gardasee-tauglicher Auftrieb) und andere Protektoren zum Unterziehen unter den Wetsuit. Interessant vor allem Caps und Bucket Hats, die zum einen mit Krempe und Schirm Sonnenschutz fürs Gesicht liefern, andererseits mit harter Schale (Muschelkalk-Anteil) und reaktivem D3O Schaum (weich und flexibel, wird hart bei Krafteinwirkung) den Kopf bei hartem Kontakt schützen.
Caps und Mützen dieser Art gibt es auch bei Armstrong zu sehen, neben F2 die einzige Wingmarke in Halle 17. Ein A-Wing XPS Mk II wird ausgestellt, ausgestattet mit leichtem Carbon Boom oder zwei Handles, die sich im nicht-aufgepumpten Zustand austauschen lassen und sich unter Luftdruck festklemmen (Dyna-Link System). Boards und Foils stellt Armstrong ebenfalls aus.
Nicht als Aussteller vor Ort, aber im VDWS-Schulungsbereich zu sehen: Der neue Viva-Wing von Starboard, das erste Modell der neuen Starboard-Linie, die die bisher unter FreeWing angebotenen Modelle ersetzt.
Ketos-Foil ist ein französischer Hersteller von Foils und Foilboards, der seine Boards in Spanien und die Foils in Frankreich herstellt. Dort ist eine Pumpfoil-Frontflügel zu sehen, der sich dreiteilen lässt. So kommt man auch mit Roller oder Fahrrad mit kompakt zerlegtem Material zu City-Spots.
Axis ist mit umfangreicher Foil-Range vor Ort, zu sehen gibt es auch die neuen Surge Frontwings und die Masten mit Foildrive-Integration. Auch Foildrive selbst ist mit einem Stand vertreten. Daneben weitere E-Foilboard-Anbieter wie PWR und Plume.
Ebenfalls elektrisch - aber für SUPs gedacht - ist die Propellerfinne von JayKay, die einfach in den Finnenkasten unters SUP-Board geschraubt wird und sich per Fernbedienung am Paddel in verschiedenen Modi aktivieren lässt.
Camaro stellt neben dem Stand in Halle 17 auch in Halle 12 aus, bietet maßgeschneiderte Neoprenanzüge und bei einer Linie sogar 53 Größen an. Auch wasserdichte 5-Finger-Neoprenhandschuhe in 1-Millimeter-Stärke haben die Österreicher im Angebot.
Im Mittelpunkt der Halle 17 steht das Actionbecken, dass wieder auf der kompletten Länge mit Windmaschinen ausgestattet ist und am ersten Wochenende den Spielplatz für den ersten 2026er Wingfoil-Contest der GWA bietet. Runden-Einzelrennen auf Zeit finden statt, Balz Müller und Alan Fedit waren am ersten Tag die schnellsten Wingfoiler, Nia Suardiaz die schnellste Lady.
Auch die Pumpfoiler der SFT (Surf Foil World Tour) trugen ihre Zeitrennen aus. Am Beckenrand gab es unter anderem Interviews mit Björn Dunkerbeck und Philip Köster.
Den Rest der Halle füllen Shops und SUP-Anbieter. Beim Stoked Zone Concept Shop aus Hamburg gibt es Surfskater von Curfboards und Strizy Scootpump-Boards zu sehen, auch Produkte von PPC und Jimmy Lewis stehen in den Ständern.
Soweit die wichtigsten Eindrücke vom ersten Tag der Messe: Die Windsurf-Freestyler der FPT (Freestyle Pro Tour) starten am zweiten Wochenende mit ihrem Tow-in Contest und auch der SUP Indoor World Cup der Euro Tour wird am 24. und 25. Januar ausgetragen.
18.01.2026 © DAILY DOSE | Text: Jürgen Schall | Fotos/Grafiken: Jürgen Schall