Seite 3
São Miguel do Gostoso

Direkt neben dem „Clube Kauli Seadi“ befindet sich eine kleine Lagune, die sich perfekt zum Schulen von Einsteigern eignet. Sie ist nicht sehr groß, zwingt so aber zu vielen Manövern. Wenn die ersten Wenden dort klappen, kann man sich bei Ebbe in den warmen Atlantik stürzen. Dann ist der Stehbereich vor der Station von Kauli je nach Tidenhub etwa 70m breit.

Das Riff in Luv und die vorgelagerten Sandbänke halten Wellen ab. Etwa 900 Meter weiter in Luv, vorbei an der Station „Dr. Wind“ von Paolo, ist es ebenfalls recht flach. Allerdings werden hier fast alle Kiteschulungen durchgeführt und es ist dementsprechend voll. Relativ flach bleibt es bis etwa drei Stunden vor und nach der Flut unmittelbar vor den Stationen von Paolo und Kauli. Ansonsten sind es eher „Bump & Jump“ Bedingungen.

Es gibt aber Ausnahmen, die den Spot vielfältig machen. In Luv des Clube Kauli Seadi wurde in den letzten zwei Jahren ein kleines Riff freigespült.

Wenn das Wasser aufläuft und das Riff schon überspült ist, laufen hier sehr gute Wellen bis an den Strand. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, da es selbst bei Höchststand selten tiefer als 1,20 Meter über dem Riff ist. Die Wellen erreichen dort selten mehr als 2,5 Meter. Ein wenig „größer“ wird es bei einem Swell und auflaufendem Wasser an der „Pearl“.

Die „Pearl“ ist eine Sandbank, gut erreichbar in drei Schlägen vom Clube Kauli Seadi oder einem Halbwindschlag, wenn man von Dr. Wind aus startet. Die Sandbank wird durch ein in Luv liegendes Felsriff geschützt und bietet daher seit langem gute Wellenritte. Generell laufen die Wellen ziemlich langsam und haben nicht ganz soviel Druck wie an anderen Plätzen unserer Erde. Das hat den Vorteil, dass man sich langsam an das Thema „Welle“ herantasten kann. Für echte Wave-Freaks, die cleane "Down the Line" Bedingungen suchen, ist Gostoso wohl nicht der richtige Ort, um glücklich zu werden. Für alle anderen sind diese Wellen allerdings manchmal eine Herausforderung.



São Miguel do Gostoso
<< Seite 2 Seite 4 >>