Obrigado Brazil

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Gringos Reloaded - Marco Lufen stellt sein neustes Filmprojekt vor

Die Idee zum Filmprojekt 'Obrigado Brazil' kam mir und Chris Czadilek nach dem diesjährigen Abstecher auf die Kanaren. Chris ist ein ambitionierter Videofilmer, der viel Zeit investiert, um an die wirklich perfekte Aufnahme zu gelangen.

In einem Telefonat sprachen wir über den Team-Aspekt beim Windsurfen, der uns im Trubel der Wettbewerbe in letzter Zeit einfach zu kurz gekommen war. Auf Wettbewerben surft man gegeneinander, aber eigentlich sind alle Teilnehmer über die Begeisterung für den Sport miteinander verbunden, möchten das Windsurfen weiterentwickeln und die Limits neu definieren.
Obrigado Brazil
Einen Mitstreiter fanden wir in Adrien Bosson, der in diesem Jahr beim Freestyle World Cup seine bisher beste Saison absolviert hat und ebenfalls begeistert von der Idee war, zusammen mit uns ein Filmprojekt umzusetzen. Damit waren wir drei Gringos mit einer Mission.

In Brasilien wurden in den zurückliegen Jahren häufig Videos produziert, es ist dort einfach fast jeden Tag windig. Auch wenn Einige vielleicht finden, dass ein wenig Abwechslung bei der Location nicht schaden könnte... was braucht man mehr als eine nahezu 100%ige Chance auf Wind?
Obrigado Brazil
Als Unterstützer konnten wir Chiemsee, Maui Ultra Fins, Fanatic und Duotone gewinnen. Alle Companies fanden das Filmkonzept gut und ermöglichten uns die Umsetzung des Trips - großer Dank an dieser Stelle :-)

Wir wollten uns in Lissabon treffen, um von dort gemeinsam nach Fortaleza zu fliegen, aber unglücklicherweise verpasste ich den Anschlussflug und konnte erst einen Tag später mit Zwischenstopp in Sao Paulo anreisen. Good Start, Good Start :D
Obrigado Brazil
Nachdem wir die erste Woche in Jericoacoara verbracht hatten und dort in den unterschiedlichen Lagunen aufs Wasser kamen, reisten wir dann weiter in Richtung Norden nach Maceio. Dort begrüßten uns Gigi und Rossel von der Sabarrastyle Crew aus Sardinien, die ebenfalls in Brasilien verweilten. Wir hatten eine grandiose Session mit gutem Swell, die uns wirklich umgehauen hat.

Nachdem wir im ersten Teil des Trips wirklich non-stop auf dem Wasser waren, brauchten wir im Anschluss erstmal eine zweitägige Auszeit. Dann stand unsere letzte Woche in Jeri an, in der wir uns auf den Jumping-Part des Clips fokussierten.

Genug geredet, hier kommt unser Werk... wir hoffen, dass der Film euch gefällt!

Cheers,
The gringos :-)
Allgemeine Fakten
Es ist nicht unbedingt notwendig eigenes Equipment mitzunehmen, da es in Jeri und Maceió viele Windsurfschulen gibt, bei denen Windsurfequipment geliehen werden kann. Auf Anfrage kann man dieses auch zu anderen Spots mitnehmen. Es lohnt sich definitiv auch andere Spots zu besichtigen, da Jeri doch sehr touristisch ist und man das „echte“ Brasilien eher weiter nördlich finden wird.

Man kann den Trip sehr kostengünstig beschreiten. Pousadas gibt es von 5€-500€ pro Nacht. Die Preisspanne beim Abendessen ist ähnlich. Ein „einfaches“ brasilianisches Essen kann man für umgerechnet 3-4€ finden, aber es gibt auch deutlich teurere Möglichkeiten um zu dinieren. Die Windperiode fängt im Juli an und endet meist rund Ende Dezember/Beginn Januar, doch auch außerhalb der Windsaison kann man windige Tage finden. Sobald es sonnig ist und man keine Wolke am Himmel sieht, wird es sicherlich ein erfolgreicher Wasserporttag! Einen Mietwagen braucht man nicht und dieser ist eigentlich überflüssig, da man an jeder Ecke Taxifahrer findet, die einen an jede Lagune/Spot für wenig Geld fahren.


Spots

Jeri
Jericocoara ist inzwischen jedem Windsurfer ein Begriff. Mit Wind von rechts und einer frontalen Welle eignet sich der Spot sowohl zum Abreiten bei größeren Swells und zum Springen bei kleineren Tagen. Im November befinden sich dort über 100te von Windsurfern und der Spot ist eigentlich überfüllt. Maximum können dort 20-30 Windsurfer einen tollen Tag haben, da es ein recht kleiner Terrain ist, wo man exzellent fahren kann. Zudem kommt Anfang Oktober das Seegras, was dem Spot nicht allzu gut tut (Seegrasfinnen erforderlich). Jeri bietet zudem unzählige Pousadas, Supermärkte und Restaurants und man kann sagen, dass dies der touristischste Ort der Region ist.

Sanddüne
An Jeris Wahrzeichen (der großen, weißen Sanddüne) gibt es ebenfalls einen Spot. Man nennt diesen auch „The Dune“. Der Wind ist dort etwas stärker und böiger. Bei gutem Swell kann man hier ein paar Wellen abreiten und ebenfalls gut freestylen.

Lagoa Grande (Tatajuba)
Lagoa Grande ist eine Süßwasserlagune, 40 Minuten nördlich von Jeri entfernt. Am besten erreicht man diese mit einem 4x4 oder einem Strandbuggy. Der Spot eignet sich super zum Freestylen, da es Upwind hinter einer Sandbank spiegelglattes Wasser gibt. Meist gibt es dort über 30 Knoten ab 11:00 Uhr vormittags.

Camocim
Camocim ist ein Fischerdorf, welches 60km nördlich von Jeri liegt. Hier kann man an einem Flussbett den wohl besten Freestylespot Ceara’s finden. Eine spiegelglatte Piste zieht sich hier über eine Länge von 500 Metern entlang des Flusses.

Maceio
Maceio ist ein weiteres Fischerdörfchen 80km nördlich von Jericoacoara. Ein Top-Spot mit Sideoffshore Wind von rechts. Ideal für Windsurfer, die gerade Springen lernen wollen. Es sind wenig Leute (max. 20) auf dem Wasser und es hat etwas mehr Wind als in Jeri. Im „Dorf“ gibt es einen kleinen „Mercadinitooo...“ der Brot, Wasser und Eier hat... mehr auch nicht. Am Strand gibt es 3 Tavernen, die die Verköstigung von brasilianischem Essen morgens, mittags und abends gewährleisten.