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07.09.2019

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07.09.2019

Jaeger Stone

Interview

Jaeger Stone
Schon lange gehört der Australier Jaeger Stone zum Favoritenkreis auf den Weltmeistertitel in der Welle. Mit dem Sieg beim zurückliegenden Event auf Teneriffa, dem ersten seit seinem Tour Debüt in 2006, belegt der 28-Jährige aktuell den zweiten Rang der 2019er PWA Wave Tour. Mit nur zwei weiteren Veranstaltungen auf Sylt und Maui liegt der Waverider aus Downunder damit gut auf Kurs, um sich in 2019 nach dem Sieg beim Red Bull Storm Chase in Irland auch den Titel als World Champion zu sichern. Chris Yates hat den Starboard/Severne Teamrider interviewt:

Gratulation zum ersten Sieg auf der Weltmeisterschaftstour der PWA. Hast den Erfolg schon realisiert und wie fühlt sich das an?
Danke! Ja, es ist langsam angekommen, ich muss mich aber von Zeit zu Zeit immer wieder daran erinnern. Es fühlt sich wirklich gut an etwas erreicht zu haben, woran ich immer gearbeitet habe, und es bringt mich zum Lächeln, wenn ich darüber nachdenke.

Auf Teneriffa gab es eine lange Wartezeit bis zum Einsetzen des Windes - wie hast du das Warten bewältigt?
Ja, es war eine lange Woche! Ich habe nur versucht, mich an meine normale Routine zu halten. Das Schwierige ist, sich zu entspannen und jederzeit ein- und ausschalten zu können. Um beschäftigt zu bleiben, habe ich online Physiotherapie studiert, mein Buch gelesen, Spanisch gelernt und bin entweder abends ein wenig gesurft, wenn es windig war oder ins Fitnessstudio. Ich haben mir auch auf YouTube einige Videos zum Speerfischen und Surfen angesehen!

In der Vergangenheit hattest du immer schon eine solide Bilanz auf Teneriffa - was war deine Erwartung vor der Veranstaltung? Hattest du den obersten Platz auf dem Podium im Fokus?
Ich habe nichts erwartet, wenn ich ehrlich bin. Ich wollte nicht zu weit vorauszudenken und versuchte, die gleiche Mentalität zu haben wie in der Double Elimination in Pozo. Einfach nur Windsurfen gehen und sich keine Sorgen um den Rest zu machen.

2019 war ein großartiges Jahr für dich, da du bereits zum Auftakt den Red Bull Storm Chase gewonnen hast. Wie sieht dieser Sieg im Vergleich dazu aus und glaubst du, dass der Gewinn der RBSC dir geholfen hat, den ersten Sieg auf der World Tour zu erzielen?
Ja, das hat mich am glücklichsten gemacht. Das Wissen, dass ich den RBSC auch unter krassen Bedingungen gegen die besten Windsurfer der Welt gewonnen habe. Das ist ein großer Event und ich liebe es, dass wir unter solchen Bedingungen teilnehmen konnten. Aber es ist auch schön, ein Event auf der PWA World Tour im selben Jahr zu gewinnen. Es gibt mir die Gewissheit, dass das, was ich tue, in Ordnung ist.

Wie hast du gefeiert?
Ich bin jetzt auf dem Weg nach Hause, nach 10 Wochen auf den Kanarischen Inseln. Ich werde mit meinen Freunden zu Hause feiern, indem ich Angeln gehe, tauche, surfe, windsurfe und all diese Momente genieße. Wahrscheinlich gibt es auch eine ordentliche Portion Eiscreme.

Betrachtet man das Gesamtbild, dass du jetzt um den Sieg bei der Weltmeistertitels mitspielst - wie schaust du auf die zweiten Hälfte der Saison?
Ich habe noch nicht allzu weit vorausgedacht. Ich fahre erstmal nach Hause und lasse es für eine Woche sacken, bevor ich mich wieder damit beschäftige. Ich freue mich auf die letzten zwei Events. Ich denke überhaupt nicht an den Weltmeistertitel, ich will nur mein Bestes geben, um mich zu verbessern und Spaß zu haben. Sylt ist eine lustige Herausforderung, es ist anders, kalt und ändert sich ständig, so dass man nie weiß, was man bekommt.

Der Aloha Classic wird der Ort sein, an dem die Titel entschieden werden. Du hast schon einige Zeit auf Maui verbracht, aber es muss trotzdem hart sein gegen die lokalen Surfer anzutreten, wenn es für dich potentiell um den Titel geht? Wie denkst du darüber und wie bewertest du deine Chancen dort?
Ja, Maui wird Spaß machen! Ich kann es kaum erwarten. Ich verbringe viel Zeit dort und das Niveau ist so hoch. Es ist wie bei jedem Event - es spielt keine Rolle, wie gut man ist, man kann auch in der ersten Runde verlieren. Ich genieße es, mit den Locals dort zu surfen, von ihnen zu lernen und von ihnen angetrieben zu werden. Ich war die letzten beiden Male verletzt und habe es verpasst, also freue ich mich nur darauf, Hookipa mit ein paar Leuten zu surfen. Auch hier ist es mir egal, was passiert, solange ich mein Bestes gebe und das Windsurfen genieße.