Viana do Castelo - Praia do Cabedelo

Viana do Castelo

Windsurfen am Praia do Cabedelo


Anfang des Jahres überlegten mein Freund Sebastian und ich, wo wir zusammen im Mai mit zwei Familien Urlaub machen könnten. Wir wollten Surfen und Windsurfen gehen - aber die Familie sollte auch nicht zu kurz kommen.

Sebastian erzählte mir von einem Surfurlaub mit seinem Vater in Viana do Castelo vor ca. 20 Jahren, "An dem Strand gibt es Wellen und guten Wind im Sommer, und der Wind setzt oft erst am Nachmittag als Thermik ein".
Viana do Castelo - Praia do Cabedelo
Der „Nortada“, so heißt das thermische Wind-System in Portugal, funktioniert am besten von Mai bis August, wobei die Wahrscheinlichkeit für gute Wellen im Mai am höchsten ist.

Entlang der Küste wird der Wind oft lokal durch einen im Hinterland liegenden Berg verstärkt, so auch in unserem Urlaubsziel Praia do Cabedelo, auf der südlichen Seite der Flussmündung des Rio Lima bei Viana do Castelo.
Viana do Castelo - Praia do Cabedelo
Vor Ort berichtete man uns im Surfshop „Viana Locals“, dass bei nördlicher Windrichtung gut 12 Knoten zur normalen Windvorhersage hinzugerechnet werden können. Eine gute Nachricht - denn für die nächsten acht Tage war Nordwind gemeldet...

Es zeigte sich tatsächlich, dass morgens die Familie den windstillen Strand genoss, während nachmittags gegen drei Uhr die Windsurfer begannen, ihr „Zeug“ aufzubauen...
Viana do Castelo - Praia do Cabedelo
Für einige meiner Freunde sei hier angemerkt, dass Wind von rechts mit etwas Eingewöhnungszeit wirklich viel Spaß macht!

Der Spot Cabedelo ist für jeden Typ von Windsurfer geeignet; im Umkreis von 500 Metern finden Freerider, Freestyler und Waver gute Bedingungen.
Viana do Castelo - Praia do Cabedelo
Wellenanfänger können die Wellenhöhe je nach Können selbst bestimmen. Direkt hinter der Hafenmole sind die Wellen noch sehr klein, entfernt man sich davon in Richtung Süden, werden die Wellen konstant größer.

Der Wind weht meist Side-Offshore an der Hafenmole und eignet sich zum Wellenabreiten, während es am südlichen Ende zum Springen besser ist.
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Ein alternativer Strand mit Sprungbedingungen findet man im Örtchen Caminha, es liegt etwa 25min Autofahrt in Richtung Norden entfernt. Bei fast allen Spots in der Region brechen die Wellen über Sandbänke und sind daher etwas abhängig von der Tide.

Wer lieber Freestylen oder Freeriden geht, findet in der Hafeneinfahrt direkt in Viana seinen Platz. In der Flussmündung des Rio Lima Es herrscht kaum Schiffsverkehr und viele Windsurfer nutzen diesen Bereich.

Wenn kein Wind weht, lädt der Atlantik zum SUPen und Wellenreiten ein, Kelly Slater ist hier auch schon gesurft.
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Der Mai ist noch Vor- oder Nebensaison, es sind weniger Touristen unterwegs und man muss den Strand nur am Wochenende mit den Einheimischen teilen.

Leider wird in dieser Zeit kein Müll am Strand von den örtlichen Behörden gesammelt. Nach einem starken Wellengang kann einen so der Anblick der Müllberge dann schon mal erschrecken. Allerdings lindert das Sammeln auch nur die Symptome des Problems.
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In Cabedelo wird gerade eine große Verleihstation für alle Surfsportarten direkt in den Dünen eröffnet.

Eine gute Unterkunft haben wir in Cabedelo über AirBnB gefunden (Marta Seahouse Viana, +351-964-734764). Alternativ gibt es ein neues Sporthotel (FeelViana, buchbar über Surf & Action Company) und auch Campingplätze sind vorhanden, hier kann man neben klassischen Stellplätzen auch kleine Hütten mieten (Orbitur).
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Anreise erfolgte von Hamburg nach Porto mit Ryanair (große Freude an dieser Stelle über die Ryanair-Mitarbeiter, die ohne das Surfgepäck zu wiegen einfach die Labels um die Taschen klebten und uns so bereits in einen entspannten Urlaubsmodus versetzten!).

In der Region um Viana gibt es sehr viele Sehenswürdigkeiten die zu Ausflügen mit der Familie einladen (Ponte de Lima, Porto, Caminha, Viana do Castelo, Bragha).
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