
Letzter Tag des langen und windigen 2007er PWA Gran Canaria Worldcups vor Pozo Izquierdo. Auch heute, vor der großen Abschlussfeier, gab es nochmals eine geballte Ladung Action.
Die Slalom-Fahrer bekamen, nach bereits zwölf gefahrenen Rennen an den Vortagen, heute zum letzten Mal die Chance, ihre Boards mit messerscharfen Finnen, angetrieben von High-Tech-Segeln, durchs Wasser zu jagen und Resultate zu verbessern. Allen voran Antoine Albeau, der seinen ersten Platz zu verteidigen hatte.
|
 |
Zum Abschluss zeigte Pozo Izquierdo sein wildes Gesicht und die Mimik der Fahrer deutete darauf hin, dass nicht alle scharf auf Wettfahrten bei diesen Bedingungen waren, vor allem nachdem schon etliche Tage und Rennen bei ähnlichen Bedingungen in den Knochen aller steckten.
Auf erneut sehr kurzem Kurs konnte heute einer auf sich aufmerksam machen, der an den Vortagen nicht so recht auffallen konnte. Der Holländer Ben van der Steen gewann das erste Rennen des Tages, gejagt mal wieder von den Pritchard-Brüdern, vor allem Kevin, der hinter Ben auf Rang zwei fuhr.
|
|

Das zweite Rennen konnte Kevin sogar gewinnen und somit Björn Dunkerbeck wieder von seinem Podest-Platz stoßen. Dunkerbeck machte heute einfach zu viele kleinere Fahrfehler und so reichte es ihm zu keiner Top Platzierung.
Antoine Albeau und Matt Pritchard hatten dagegen nicht wirklich große Problem ihre Plätze zu verteidigen und so endet der 2007er Gran Canaria Worldcup der PWA im Slalom mit Antoine Albeau auf Platz eins, Matt Pritchard auf zwei, Kevin Pritchard auf drei - Dunkerbeck blieb der undankbare vierte Platz.
|
 |
Im Waveriding hatten bereits vor Tagen Victor Fernandez und Daida Moreno ihre Siege eingefahren und seit gestern stand fest, das Daida auch das Freestyle für sich entschied, vor Sara Quita und Laure Treboux.
Was blieb also noch, um den Wind für die restlichen Stunden nutzen zu können und den zahlreichen Zuschauern etwas zu bieten? Eine Jump Supersession, ins Leben gerufen durch die Moreno Twins, die auch den Sponsor „El Maquinola“ für diese Expression Session besorgten. |
|

Sowohl bei den Jungs wie auch bei den Mädels ging es richtig zur Sache. Bei den Damen katapultierten sich Junko Nagoshi in megahohe, verzögerte Vorwärtsloops, Karin Jaggi in den ein oder anderen Pushloop, ebenso Evi Tsape und Yoli de Brendt liftetete ihr Board bei fetten Shove It´s aus dem Wasser.
Silvia Alba konnte leider ihre sehr extremen one handed Table Tops nicht sauber genug landen, dann wäre ihr eventuell ein Platz auf dem Podium zuteil geworden. So gewann Daida Moreno mit einem extrem verdrehten Pushloop Table Top vor ihrer Schwester Iballa, die einen fast sauberen Doppelloop drehte. Nagoshi schaffte es mit ihren Loops auf Platz drei.
Bei den Jungs war abzusehen was kommen würde, schließlich hatte sich niemand weniger als die Sprunggiganten Ricardo Campello, Victor Fernandez, Kauli Seadi, Regis Bouron, Xavier Huart, Jonas Ceballos und die Jensen Brüder eingeschrieben.
|
 |
Es wurde zum absoluten Spektakel, megahohe Doppelloops, Pushloop-Forwards, einfüßige und einhändige Backloops, extreme Pushloops um nur einen kleinen Auszug aus dem gesamten Repertoire zu nennen. Sehr beeindruckend die Sprunghöhe von Ricardo Campello, der alle anderen überflog und in einen Tripple Forward Loop rotierte.
„Wollte ich eigentlich nicht, war nur überrascht wie hoch ich nach den ersten zwei Rotationen noch war, sonst hätte ich vielleicht noch länger dicht gehalten“, meinte der in Venezuela lebende Brasilianer später dazu.
Es reichte ihm aber nicht zum Sieg. Wie bei der Wave Elimination sicherte sich der Spanier Victor Fernandez Platz eins, vor Campello und Seadi. Bereits morgen geht die Reise weiter, auf die nächste Kanareninsel Fuerteventura zum nächsten Worldcup, aber nicht bevor am Abend bei der Siegerehrung im Gloria Palace Hotel noch richtig gefeiert wird. Das haben sich alle nach dieser Woche redlich verdient.
|
|

|
|