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Luderitz Speed Challenge 2013 - Namibia

Christian Bornemann, Dieter Gerichhausen und Thomas Döblin wollen es wissen. Sie reisen nach Namibia zum schnellste Kanal der Welt, um an der Luderitz Speed Challenge teilzunehmen. Thomas Döblin berichtet.


Die Anreise

Nach zwei Zwischenstopps in Istanbul und Johannesburg erreichten wir nach 21 Stunden die Südspitze Afrikas. Gespannt warteten wir darauf, dass unser Gepäck, insgesamt eine halbe Tonne an Equipment, ausgeladen wurde.

Doch es kam, wie es so oft bei Flugreisen mit großem Gepäck kommt: Ein Boardbag von Dieter sah aus, als ob es unter die Räder gekommen wäre.

Ein zweiteiliger Mast war zum Vierteiler geworden und zwei Bags von Christian und mir mit Spezial- Gabeln, Finnen und Verlängerungen sind nicht in Kapstadt angekommen.

Eigentlich wollten wir direkt nach der Ankunft in Südafrika unsere Reise mit dem Auto fortsetzen, doch das war nun undenkbar. Sofort setzen wir durch eine Verlustmeldung und einige Telefonate alles in Bewegung was ging. Wir klapperten alle Surfshops ab, um zu schauen, was wir im Notfall als Ersatz bekommen könnten. Es war aber weit und breit kein Race-Material zu bekommen.


Erst am nächsten Tag kam Entwarnung. Die Airline kündigte uns das fehlende Gepäck mit dem nächsten Flieger aus Istanbul am Mittag an. Die Nachricht erschien uns wie ein Sechser im Lotto.
Luderitz Speed Challenge 2013 - Namibia
Und dann begann unsere abenteuerliche Reise wirklich, denn wir wollten von Kapstadt durch Südafrika nach Namibia fahren. Mit einem bis unter das Dach vollgepackten Leihwagen starteten wir die 1100 Kilometer lange Reise.

Vorbei an grünen Wiesen und Weinbergen fuhren wir bis zum Einbruch der Dunkelheit Richtung Norden, denn Nachtfahrten sollte man in Südafrika möglichst vermeiden. Tiere können plötzlich die Straße queren.

In der Ortschaft Springbock, der Hauptstadt des Namaqualandes, übernachteten wir und am nächsten Morgen ging es nach einem 4-Sterne-Schlaf und englischem Frühstück weiter Richtung Grenze.
Spätestens dort ist eine Zwangspause einzulegen. Vier Büros und drei Schranken wollten überwunden werden. Nach einer kurzen Zollkontrolle und einer Stichprobe sind wir dann zum Glück einer kompletten Fahrzeugkontrolle entkommen. Soviel Gepäck zu durchsuchen hätte viel Arbeit bedeutet. Aber vielleicht lag es auch an unserer netten Ausstrahlung?

Dann fuhren wir entlang des Grenzflusses zu Südafrika Richtung Lüderitz. Der Oranje-River ist nach dem Sambesi der zweitlängste Fluss Afrikas und fließt teilweise durch einen eindrucksvollen Nationalpark.
Luderitz Speed Challenge 2013 - Namibia
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