Windsurfen in Sao Miguel do Gostoso/Brasilien
Ehrlich gesagt bin ich schon bei einfacheren Bedingungen gewindsurft und der Spaßfaktor hielt sich in Grenzen, zu ablandig und somit auch zu böig wehte der Wind. Die Wellen kamen zu auflandig und erzeugten gemeinsam mit den Windwellen und der Strömung der auflaufenden Flut ein ganz schönes Chaos. Aber: positiv bleiben. Auch diese Bedingungen wollten bezwungen werden und immerhin kannte ich jetzt die Wassertemperaturen, die Riffs und Sandbänke. Dort gingen trotz Wellendurcheinander ein paar kleinere Ritte.

Glücklicherweise sollten sich die Bedingungen noch normalisieren, auch wenn ich leider keinen wirklich vernünftigen Swell abbekommen würde. Immerhin wurden die Bedingungen ganz ordentlich für unsere sechstägige Clinic, in der wir jeden einzelnen Tag sowohl vormittags wie auch am Nachmittag aufs Wasser konnten.

Aber wie sehen die „richtigen“ Bedingungen für den Spot eigentlich aus?
Paradoxerweise sollte man in Gostoso nicht auf eine zu tolle Südostwindlage, wie an den meisten anderen brasilianischen Spots, hoffen. Je stärker der, in Gostoso ablandig aufs Meer wehende, Südost-Wind durchzieht, umso mehr wird die lokale Thermik verdrängt. Aber genau diese lokale Thermik ist der Hauptwind für Gostoso, da sie konstant sideshore bläst, die Welle nicht zerstört und man die gesamte Länge der Bucht ausnutzen kann. Die ideale Materialgröße für diese ideale lokale Thermik sind Boards um die neunzig Liter und Segelgrößen zwischen 4.7 und 5.3.
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