Teneriffa Report - 01/2020

Teneriffa Report 01/20

Windsurf Wintersaison 2020

Auf der Kanareninsel Teneriffa finden sich alljährlich viele windgetriebene Winterflüchtlinge ein, die auch von einer zunehmenden Zahl an Windsurfcentern bedient werden. André Ludewig hat die Szene beobachtet.

Neues Center: In den von Beginn an brachliegenden Ladenlokalen des Gebäudekomplexes "Martines" sah man in den letzten Wochen von 2019 Arbeiter werkeln. Man munkelte, dass da wohl ein weiteres Windsurfcenter entstehen soll... und richtig, am 18. Januar gab es die Eröffnungsparty des Severne Surfhub Tenerife.

Marko Tusevljak holte sich mit dem Vizeweltmeister Mateo Iachino professionelle Unterstützung ins Boot. Die Wave-Worldcuperin und Cabezo-Local Greta Benvenuti ergänzt das Team. Neben aktuellem Wave- und Freerideequipment von Severne im Verleih wird es auch Windsurf- und Wellenreitkurse geben. Die Versorgung der Wassersportler mit gutem Essen ist ebenfalls in Planung und wird im kommenden Mai starten.
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Und ansonsten? Im Ladenlokal der D'light Boardschmiede eröffnete der TWS-Outletstore seine Pforten. Im Angebot befinden sich die gängigen Marken für Surfwear und -anzüge. Joe van der Linden produziert in der Werkstatt weiterhin als Einziger Windsurfboards in El Médano. In der Planung sind jetzt auch Foils.
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Der Wind
Dezember: Nachdem der November einen bravourösen Saisonstart hingelegt hatte, waren die Erwartungen für den Rest des Winters natürlich hoch. Los ging es auch vielversprechend mit 25 Knoten, aber erst zum Ende der ersten Woche war wieder windgetriebener Wassersport möglich.

Bis Mitte Dezember funktionierte das kleine Material in Südbucht, Mole und am Worldcupspot Cabezo. Am 16. machte der Passat einen Schlenker nach Nordwest und belüftete die Westküste ordentlich, so dass in Las Americas 3,7 das Tuch der Wahl war. Bei logohohen Wellen war ordentlich was los auf dem Wasser.
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Ein kleines lokales Tief bescherte Médano ab dem nächsten Tag Wind von rechts bei absolutem Flachwasser. Drei Tage war also Freestyle, -ride und Slalom angesagt. Für den Rest des Monats reichte es meist nur noch für die großen Tücher. So konnten sich schon einmal die zeitig angereisten Slalomfreaks einfahren, denn am 1. Januar starteten wieder die alljährlichen TWS-Slalomstages.
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Bis Anfang April können Amateure und Profis unter echten Wettkampfbedingungen die eigenen Skills in Sachen Timing, Halsen und Speed verbessern. Neu ist, dass dabei auch Foils eingesetzt werden können, was natürlich das untere Windlimit für die Trainingstage deutlich nach unten schiebt. Sobald sich ein Foil mit in der Startlinie befindet, besteht für alle Teilnehmer Helmpflicht. Maximal gibt es zehn Starter pro Rennen und entsprechend der Anzahl der angemeldeten Racer wird in bis zu 3 Gruppen gefahren. Bis zu 30 Knoten wettert Guillermo Fernandez im schaukelnden Startboot ab und leitet zusammen mit Robin Koeleman (TWS-Teammitglied) das Training.

Bis Ende Januar reichte der Wind leider nur an 16 Tagen für ein Training. Entsprechend ernüchternd lief es für alle, die lieber in den Wellen herumturnen. Zu Beginn des neuen Jahres blies es nochmals für zwei Tage von links in Las Americas und in der Monatsmitte rückte die Mole und der Strand von Cabezo für vier Tage in den Fokus.
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