Windsurfen in Pacasmayo/Peru
Natürlich kann man sich leicht über das scheinbar mangelnde Umweltbewusstsein der Peruaner beschweren. Auf der anderen Seite muss man aber auch sehen, dass ein Großteil der peruanischen Bevölkerung andere Sorgen hat als die Sauberkeit der Strände. Das Land ist vergleichsweise arm, viele Menschen leben wirklich in einfachsten Verhältnissen, ohne Wasser und Strom, und müssen sich und ihre Familien erst einmal durchbringen.

In vielen größeren Städten ist die Kriminalität zudem ein echtes Problem. So wird die Stadt Trujillo beispielsweise von Banden beherrscht, die sich regelrecht bekriegen. Dem gegenüber steht eine unglaubliche Freundlichkeit und Herzlichkeit der Peruaner – zumindest der, die wir auf unserer Reise treffen durften.

Und das, obwohl es ein wirklich armes Land ist. Wenn einen der Pförtner verlegen bei der Abreise nach Schuhen fragt, weil seine auseinanderfallen, weiß man in welchem Wohlstand und Luxus man lebt und wie privilegiert man doch ist. Und zwar ohne dafür etwas Besonderes geleistet zu haben, sondern nur weil man das Glück hatte, in die entsprechenden Lebensumstände hineingeboren zu sein. Solche Erlebnisse können einen ganz schön erden und auf den Boden der Tatsachen zurückbringen.

PS: Zum Thema "White men can’t jump", an einigen Tagen gibt es dann auch in Pacasmayo mal ausreichend Wind, um mit dem 5,3er ins Gleiten zu kommen. An diesen Tagen kann man mit etwas Glück ein paar sehr steile und große Wellen erwischen, und sich richtig in den Orbit katapultieren. Und so konnten wir unerwarteter Weise auch die Backloop-Statistik für die Saison 2019 ordentlich aufpolieren.
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Windsurfen in Pacasmayo/Peru
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