The Thrive - Kurzfilm

THE THRIVE

Ein Kurzfilm von Nico Prien und Ole Diebold

Actionclips gibt es viele, aber seitdem Webvideos die DVD abgelöst haben, ist es im Windsurfbereich rar geworden um aufwändig produzierte Windsurffilme. Nico Prien und Ole Diebold hatten die Idee zu einem Kurzfilm und erzählen hier die Entstehungsgeschichte zum Projekt.

Nico: "Der Kurzfilm THE THRIVE ist ein Filmprojekt von Ole Diebold und mir. Während Ole natürlich die Arbeit hinter der Kamera übernahm, habe ich mich darauf konzentriert eine Geschichte zu erzählen. Der grobe Story stand zwar schon vorher, aber der Entstehungsprozess hat mir immer wieder neuen Input für die Geschichte gegeben und mich viel Bewusstsein über meinen täglichen Antrieb gelehrt. Die Idee ein im Endeffekt doch recht aufwendiges Projekt zu realisieren, kam zwar nicht von mir, aber passt genau zu meiner Leidenschaft, reale Geschichten durch bewegte Bilder zu erzählen."

Ole erklärt: "Im Sommer 2019 hatte ich spontan die Idee ein Passion Project zu starten. Da ich zu dieser Zeit wieder größeres Interesse am Windsurfing hatte, entschloss ich mich auf die Suche nach einem Windsurfer zu machen, der meine Leidenschaft für Film teilt und motiviert für das Projekt ist. Nach ein paar Telefonaten mit Nico war uns klar, dass wir das Projekt während seines nächsten Wintertrainings durchziehen wollen. Wir begannen unsere Idee in ein Script zu verpacken und mit der Planung für den Dreh. Einen Monat vor dem geplanten Dreh besuchte ich Nico in Tarifa, um die Locations zu checken und herauszufinden wie man Nico beim Windsurfen am besten filmt. Es war ja das erste mal, dass ich mit einer Kamera am Strand und auf dem Boot stand."

Nico: "Ich musste Ole, der selber nur früher mal ein wenig gewindsurft hat, natürlich erstmal viel zum Windsurfen und den möglichen Szenen erklären, aber zum Glück hat er das alles sehr schnell verstanden, sodass er dann auch selber realisierbare Shots auf der Liste hatte."

"Nach dem Testlauf im Februar war ich mir sicher, dass wir etwas richtig cooles auf die Beine stellen können. Wir stellten das Script fertig und dachten uns dazu passende Szenen aus", ergänzt Ole dazu.
The Thrive - Kurzfilm
Nico: "Ein paar Wochen später war es dann soweit und Ole stand mit seinem Koffer und Stativ in der Hand vor der Tür der gemieteten Ferienwohnung in Tarifa. Für mich als Windsurfer ist es relativ normal, vom Wind abhängig zu sein und auch mal etwas weiter an den perfekten Spot zu fahren, aber für Ole war das dann noch irgendwie neu."

Ole: "Nach dem zuversichtlichen Testlauf im Monat zuvor war meine einzig wirklich große sorge das Wetter. Wird das Wetter halten und wird der Wind stark genug sein? Ohne Wind wird es nunmal auch kein Film geben, dieses Risiko muss man eingehen, wenn man einen Windsurfing-Film macht. Ein paar Tage vor dem Dreh schrieb mir Nico bereits, dass wir guten Wind haben werden. Das war allerdings etwas untertrieben. Wir hatten über den gesamten Zeitraum super starken Levante Wind, sodass wir täglich verschiedene Spots checken mussten, bei den Windsurfing überhaupt möglich war."

Nico: "Im Endeffekt war es dann doch deutlich mehr Arbeit als erwartet. Beim Filmen selbst sind natürlich immer mal wieder Clips dabei, die nicht ganz so werden, wie man es sich vorstellt, sodass man diese dann erst an den nächsten Tagen wiederholen kann. Aber auch im Schnitt hatte Ole sicherlich die eine oder andere schlaflose Nacht. Am Ende sollten beide Glücklich mit dem Film sein. Allerdings hat Ole als Videograph natürlich ganz andere Vorstellungen als ich als Windsurfer. Nach zahlreichen langen Telefonaten, WhatsApp Nachrichten und Dateinamen wie 'the_thrive_v6_final_final_final', stand der Kurzfilm dann endlich."
The Thrive - Kurzfilm
Ole: "Es ist mittlerweile weit mehr als Jahr her, dass wir das Projekt begonnen haben. Streng genommen hätte man das Projekt aber viel schneller durchziehen können. Da wir aber während der Dreharbeiten auf die Idee kamen eine Doku-Serie über die PWA Saison zu erstellen, musste der Schnitt des Filmes erst einmal zur Seite gelegt werden. Knapp 6 Monate später begann ich schließlich mit dem Schnitt, der super zeitaufwändig war. Eine genaue Zeit kann ich garnicht sagen aber ich schätze, dass es insgesamt etwa 150 Stunden in der Post-Produktion waren. Ich denke der Film steht im generellen für Leidenschaft. So wie Nico seine Leidenschaft für das Windsurfen in dem Film ausdrückt, kann ich durch das Projekt meine Leidenschaft für das Filmemachen deutlich machen. Also ein richtiges Passion Projekt."

Nico: "Wie schon angedeutet, hat sich die Bedeutung des Films im Entstehungsprozess entwickelt. Sicher lieben wir alle das Windsurfen und es bringt uns viel Freude, aber woher kommt dieses Gefühl wirklich? Wir wollten etwas tiefer gehen und haben festgestellt, dass die Quelle dieser Gefühle etwas ist, womit sich jeder, und nicht nur Windsurfer, identifizieren kann. Jeder hat ein Ziel. Für mich war es in den letzten Jahren Deutscher Meister zu werden, für Antoine Albeau ist es, Weltmeister zu werden und mein Nachbar möchte vielleicht Erfolg in seinem Job oder Unternehmen haben. Ich habe auf jeden Fall gelernt, dass es wichtig ist, sich über den Weg dorthin bewusst zu sein und auch und Rückschläge und Mikro-Erfolge positiv zu interpretieren."

Und jetzt, Film ab: