Pocket Rocket & Compact Freefoil Rigg

Foil Equipment: Leicht und klein

Mit dem "Pocket Rocket" und einem Rigg, das in eine Tasche passt, hat RRD eine gut transportierbare Leichtwindausstattung am Start.

Beim Windsurfen verhält sich die Größe des Equipments umgekehrt zur Windstärke: Bei Starkwind reicht ein kleines Board und ein kleines Rigg. Um bei wirklich leichtem Wind ins Gleiten zu kommen, bemühen Profis extrem breite Formula Boards und Segel, die jenseits der zehn Quadratmeter liegen. Die Mast- und Gabelbaumlängen sind gigantisch. Mit dem Foiling ergab sich ein neues Potential. Allerdings wird auch hier oft ein recht großes Board eingesetzt.
Pocket Rocket & Compact Freefoil Rigg
Der RRD Entwickler John Skye kommentiert: "Foilen ist für mich das ultimative Leichtwind-Erlebnis, aber ich hatte die ungewöhnliche Situation, in der ich verzweifelt das Foilen bei zu viel Wind lernen wollte. Mein erstes Foilboard war das 91cm breite H-Fire 91 und die meisten meiner frühen Foilerfahrungen machte ich mit einem 3.7er Segel. Mein Problem war, dass die meiste Zeit das Board weggeblasen wurde. Dann sah ich während unseres Importeurstreffens unseren brasilianischen Distributor, Paolo Migliorini, mit einem super kurzen Custom Board und sofort nahm ich einen K-Rapida (eines der RRD Kiteboards) und es war wie eine neue Welt. Plötzlich war der Wind kein Problem mehr und ich konnte mich auf das Fliegen konzentrieren. Was vielleicht noch beeindruckender war, war, dass das Board bei leichtem Wind immer noch erstaunlich gut funktionierte. Das einzige Problem war das Hochziehen bei extrem wenig Wind, wo es etwas an Volumen fehlte, aber ansonsten war das Board erstaunlich."
Pocket Rocket & Compact Freefoil Rigg
Bei RRD führte das zu einer Neuentwicklung. Mit Anleihen vom firmeneigenen Kiteboard entwickelte die Firma drei Unterschiedlich lange Prototypen mit 200cm, 190cm und 180cm Länge. Das nur 1,8 Meter lange und 78 cm breite Board gewann. Das agile und leichte Brett ließ sich leicht balancieren und war schneller im Gleiten als die größeren Boards.

Das passende Rigg fehlte zunächst. Zuerst folgte RRD vielen anderen Herstellern und propagierte für das Foilen ein Twin-Cam-Segel. Aber beim Experimentieren mit kürzeren Brettern und mit verschiedenen Foils, wurde den Entwicklern klar, dass man eigentlich nur sehr wenig Segel braucht.

Die Ricci Crew kommentiert: "Wir haben nicht versucht, Geschwindigkeitsrekorde zu brechen oder extrem gegen den Wind zu fliegen, wir wollten nur etwas wirklich Leichtes und vor allem Spaß. Wir begannen, alle unsere aktuellen Serien beim Foilen zu testen, und der Gewinner war das Gamma, unser 3-Latten-Wavesegel."
Pocket Rocket & Compact Freefoil Rigg
Daraus entwickelte Ricci ein Foil-Segel mit 3 Latten beim 4.0er und 5.0er, während das 5.8er und 6.4er durch eine zusätzliche Latte im Unterliek einen zusätzlichen Schub beim Pumpen bekam, um bei unter 10 Knoten Wind in Fahrt zu kommen.

Dann nutzte RRD das Wissen aus der Herstellung von ultrakompakten Riggs und produzierte das Segel zusammenfaltbar mit merfach teilbarem Mast und teilbarer Gabel. Damit passt ein komplettes Rigg in eine Tasche. Das "Compact Freefoil" Segel war geboren.

Passend zu diesem Setup entwickelte Ricci unter anderem ein Foil System (SH Flight Alu), das sich sowohl beim SUP & Kite-Foilen, als auch beim Windsurfen nutzen lässt. Die komplette Ausrüstung mit mehreren Riggs passt in einen Fiat Panda.