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08.07.2014

Windsurfer Roman

von Bestsellerautorin

Windsurfer Roman
Shirley Michaela Seul schreibt für ihr Leben gerne und sie hat Erfolg damit. Gut 70 Bücher hat sie als Originalautorin und Ghostwriterin verfasst und viele kennt man von Bestseller-Listen des Wochenmagazins Spiegel („Die Tatort Reinigerin“, „Männer sind anders, Autos auch“, „Mogli“). Jetzt gibt es von ihr einen Sommerroman, der „Viel Wind um Frizz“ heißt und dessen Einband sehr auf Romanze im Föhnsturm schließen lässt.

Normalerweise sind solche Bücher eher Fluch als Segen und werden von uns mit spitzen Fingern angefasst, weil die Autoren üblicherweise keinen blanken Schimmer von der Spezies der Surfer haben. In ihrem Fall ist das anders. Windguru ist für sie kein Fremdwort. Sie weiß was ein Trimmblock ist und sie kennt ihren Surfer…

Michaela hat uns die Hintergründe zum Buch erklärt:

Warum spielt im Buch ein Windsurfer mit?
Weil ich selbst mit einem Windsurfer zusammen bin und mich seit Jahren mit ihm freue ... und mit ihm leide. Er schaut nach oben. Bewegen sich die Bäume und wie? Am besten, wenn die Fahne am Maibaum knattert. Er führt Selbstgepräche. Welches Material ... Berät sich mit Kumpels. Manisch wird das Auto beladen. Skeptischer Blick nach oben ... na, ihr kennt das.

Hier ein Textauszug dazu:
"Es war nicht leicht mit mir, das würde ich niemals abstreiten. Aber mit ihm war es auch nicht leicht. Wenn er gleitgierig war, kam er mir vor wie ein Drogenabhängiger. Da raste er zwischen Schuppen und VW-Bus hin und her, sah mich nicht, packte ein, packte um, packte aus, fluchte. Schnell musste es gehen. Und immer wieder der prüfende Blick zum Himmel. Bleibt der Wind? Oder sind das nur ein paar Böen? Einpacken. Drei Bretter, vier Segel. Vielleicht gleich an den Walchensee? Lieber auf Nummer sicher gehen? Die Kumpels am Handy. „Ja, ja, ich komme gleich. Ja. Ja, pack ich ein. Hey, ich hab mir ein Elf-Quadratmeter-Segel ersteigert. Ja. Bring ich mit. Obwohl ich es heute bestimmt nicht brauche. Ja. Ja. Was für ne Finne? Echt? Cool!“
Sie sprachen von Latten, Angleiten, Holmen, Trimmkurbeln, Spanngurten, Schothornfixierung. Loop-to-Loop, Doppel-Pin-Lock-Verschlüssen, Booster, Trimmblöcken, steifen Endstücken und einem harmonischen Shapeverlauf. Und dann ließ er mich stehen.

Der Wind hatte mich aus seinem Hirn und Herz geblasen. Alle paar Minuten blickte er nach oben zu der Trauerweide. Je heftiger sie mit ihren Tentakeln winkte, desto breiter wurde sein Grinsen. Noch besser war es, die Fichten an der Straße bewegten sich. Nadelhölzer waren überhaupt die beste Flagge. Oder eine unter weißblauem Himmel waagrecht in der Luft stehende, knatternde Maibaumfahne. Und der Windguru im Internet. Und dann fuhr er ab, seine Gleitgeilheit zu befriedigen."


Hast Du selbst eine Verbindung zum Windsurfen?
Weil der Wind so oft einschläft, weil immer mal wieder was schiefgeht, weil einem ein Scheißtag auf dem Wasser die Laune verderben kann - deshalb habe ich mich entschieden, nicht zu surfen. Ich leide mit am Ufer. Und freue mich über das Glück im Gleiten ... das sehe ich dann ja später in den Augen!

Wo ordnest Du selbst das Buch ein? (Sommerroman klingt nach Herzschmerz im Föhnsturm)

Ja, das stimmt. Das Buch handelt halt im Sommer im Fünfseenland. Es ist ein spannender Roman, weil auch noch eine Krimistory mit drin ist, aber Liebe spielt schon auch eine Rolle, weil die Heldin ja mit dem Surfer Frizz zusammen ist. Als Surferbraut hat sie es auch nicht leicht weil wenn der Wind loslegt, muss Frizz natürlich raus aufs Wasser.

Wie war Dein Weg zur Autorin?

Ich schreibe seit ich 12 Jahre alt bin. Ich wollte immer Schriftstellerin sein. Seit 15 Jahre bin ich freie Autorin und lebe ausschließlich von meinen Büchern.

Wie entstehen die Geschichten? Spontane Einfälle oder akribische Aufbauarbeit?

Zuerst ist der spontane Einfall da, wie eine Bö! Dann beginnt die Arbeit.

70 Bücher sind viel. In welchem Zeitraum entstanden die Bücher?

In rund 20 Jahren. Viele davon habe ich als Ghostwriterin für berühmte Persönlichkeiten geschrieben oder für Leute, die was Spannendes erlebt haben, aber eben selbst nicht schreiben können. Zum Beispiel könnte, was ich niemandem wünsche, ein Surfer in Seenot geraten oder an einen Hai. Er erlebt etwas höchst dramatisches. Die Medien werden darauf aufmerksam, man möchte gern ein Buch - und fragt dann vielleicht mich, ob ich es schreiben will.

Was ist Dein Bestseller?

Schaut doch mal auf meine Seite www.flipper-privat.de Da ist bei Büchern Co-Autorenschaft ein Foto, da sind auch die Bestseller drauf.

http://www.amazon.de/Viel-Wind-um-Frizz-Roman/...