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31.07.2019

Seenotrettung

vor Langeoog

Seenotrettung
Auf der offenen Nordsee kann auch ein kleines Problem schnell zu einer großen Gefahr werden. Selbst erfahrene Wassersportler sind dann im Handumdrehen auf eine Seenotrettung angewiesen. Vor Langeoog hat ein erfahrener Surfer das am Dienstagnachmittag, 30. Juli 2019, am eigenen Leib zu spüren bekommen. Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes "Secretarius" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) fischte ihn aus dem Seegatt zwischen Baltrum und Langeoog.

Gegen 16:30 Uhr verlor der 80-Jährige aus Oldenburg knapp zwei Kilometer nordwestlich von Langeoog sein Material bei einer Wende. Rund um die sogenannte Robbenplate gibt es viele flache Stellen, an denen sich höherer Seegang aufbauen kann.

Mit einem mitgeführten Mobiltelefon gelang es dem Verunglückten, die Seenotleitung Bremen der DGzRS zu alarmieren. Er war allerdings nicht mehr zurückzurufen. „Immerhin konnte er noch mitteilen, dass er sich auf eine Sandbank geflüchtet hat und mit einem schwarzen Neoprenanzug sowie einer roten Mütze bekleidet ist“, berichtet Ralph Rüffert, Schiffsführer der Secretarius.

Die Suche wurde für die Seenotretter dennoch eine Herausforderung. Es herrschte Niedrigwasser: „Glück für den Surfer, so hatte er Grund unter die Füße bekommen. Aber wir mussten zwischen den vielen Flachs nordwestlich unserer Insel besonders vorsichtig manövrieren und immer wieder den Kurs ändern“, berichtet Seenotretter Rüffert.

Gegen 17.10 Uhr entdeckte die Besatzung des Seenotrettungsbootes den Verunglückten im bauchnabeltiefen, 23 Grad kalten Nordseewasser auf einer Sandbank stehend. „Er war erschöpft und leicht unterkühlt, aber sonst in guter Verfassung. Hätte er uns nicht alarmieren können, wäre das bald wieder auflaufende Wasser lebensgefährlich für ihn geworden“, sagt Rüffert.

Die Seenotretter nahmen den Surfer an Bord und versorgten ihn mit wärmenden Decken. Sie bestellten einen Rettungswagen zum Langeooger Hafen und übergaben den Mann dort in die Obhut des Landrettungsdienstes. (Foto: Die Seenotretter - DGzRS)

Die Website der Seenotretter findet ihr hier:

www.seenotretter.de