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  1. #1

    Wie geht's weiter?

    Hallo zusammen,

    ich surfe jetzt inzwischen seit drei Jahren und bin aktuell ein bisschen frustriert
    Nach dem Anfängerkurs war lange Pause, letztes Jahr hab ich einen Aufbaukurs in Kroatien gemacht undwar danach viel am See; auch derzeit bin ich fleißig am Üben.
    Sobald der Windfinder mir sagt, dass es in unserer Gegend irgendwo Wind gibt und ich nicht arbeiten muss, geht's an einen unserer bayrischen Seen.

    Was ich inzwischen kann ist:
    - dahin fahren wo ich hin will und wieder da hin zurückkommen wo ich gestartet bin
    - 2 von 10 Beachstarts
    - Wende und schnelle Wende/Tack
    - Wackelhalse aus Dümpelfahrt
    - bei Leichtwind Trapez-Fahren

    Mein Material:
    Ich habe eine sauschwere (16kg) uralte 220L Fanatic Viper mit Schwert - da ist das üben/fahren schon fast langweilig, egal ob mit oder ohne Schwert...
    Ich habe außerdem ein altes BIC Techno mit 154L - da hatte ich anfangs massive Probleme mit "steuern" und es gab mehrere "Walk of shames", weil ich einfach nicht zurückgekommen bin
    Klappt inzwischen aber ganz gut
    Zusätzlich hab ich ein 80er Jahre Fanatic Ultra Ram, 310m lang mit Schwert und knapp unter 150 Litern, das voll schnell abzieht, aber halt echt anstrengend zum Wenden/Halsen ist und auf dem kein Bechstart klappen will

    Von den Segeln her fahre ich meistens 4,2, 4,7 oder 5,2 weil mir was anderes zu schwer wird.
    Dazu nutze ich 3 relativ alte Segel, in gutem Zustand.

    Die letzten Male hatte ich das Gefühl - im Gegensatz zu vorher - dass ich keine weiteren Fortschritte mehr mache.
    Der Beachstart will und will mir nicht zuverlässig gelingen und auch auf dem Wasser wird nichts mehr wirklich besser.

    Jetzt gibts vier Optionen woran das liegen könnte:
    - zu wenig Wind; es war jeweils wirklich sehr wenig Wind. bzw. als denn mal viel war, bin ich mit den Wellen - heißt das Chop - auf dem fetten Board kaum zurecht gekommen
    - zu crappy/falsches Material
    - ich einfach unfähig und zu unsportlich
    - ich brauche Anleitung und mache noch einen Kurs/nehme Stunden

    Und ich weiß nicht wie ich jetzt sinnvoll weitermache.
    Vom Impuls her würde ich mir gerne ein neue(re)s Board besorgen -> Modernerer Shape, weniger Liter, weniger Gewicht. Allerdings kommt's mir komisch von NOCH EIN Board zu kaufen, wo ich doch schon drei besitze und ich ja vielleicht einfach zu doof zum Surfen bin...

    Nochmal Stunden nehmen: würde ich auch gerne, aber das ist bei uns hier fast wie Lotto spielen --> frei haben + einen Lehrer + einen See in Reichweite + Wind = sehr geringe Wahrscheinlichkeit & ich wüsste ja noch nichtmal, mit was genau es weitergehen sollte/würde/könnte

    Habt ihr Tipps für mich? Es ist echt schade, dass ich gerade so frustriert vom Surfen bin, weil ich es eigentlich großartig finde, im Wind auf dem Board dahinzugleiten - nunja etwas schneller zu Dümpeln

    Danke im Voraus und VG,
    Nina

    P.S. Zu meiner Person -> ich gehe schon auf die 50 zu und wiege roundabout 60kg bei Untergröße

  2. #2
    Senior Member
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    126
    Moin Nina,
    die wichtigste Voraussetzung bringst Du ja schon mit:
    Du bist surfsüchtig - und versteckst das auch nicht.
    Also willkommen in der Selbsthilfegruppe!
    Surfunterricht funktioniert auf Deinem Level vielleicht im Urlaub am besten, wo Du auch bei relativ gleichbleibenden Bedingungen das Gelernte festigen kannst.
    Zuhause macht es Sinn, auf andere Surfer zuzugehen und sich auch mal Tipps zum Trimm etc einzuholen.
    Ich sehe oft gruselig aufgebautes Material, teilweise auch bei recht guten Surfern. Aber ich denke mir dann oft, dass ich es besser nicht anspreche, weil das so “Oberlehrerhaft” rüberkommt. Aber im Gespräch sag ich dann schon mal was dazu: “Meinst Du nicht, dass das Segel etwas mehr Vorliekspannung vertragen könnte?” oder “Mit ein bisschen mehr Bauch hast Du bei dem schwachen Wind bestimmt mehr Vortrieb.”
    Oft kann man mit nem guten Trimm auch aus schlechterem Material richtig viel rausholen und umgekehrt auch sehr gutes Zeug “tottrimmen”...

    Ein Klub wurde Dir im anderen Forum ja schon empfohlen, glaube ich. Das ist bestimmt nicht verkehrt.

    Bleib auf jeden Fall dran, es lohnt sich total! Aber das weißt Du ja offensichtlich schon...

    VG Stefan

  3. #3
    Senior Member
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    Zitat Zitat von KIV Beitrag anzeigen
    Moin Nina,
    die wichtigste Voraussetzung bringst Du ja schon mit:
    Du bist surfsüchtig - und versteckst das auch nicht.
    .
    .
    .
    Bleib auf jeden Fall dran, es lohnt sich total! Aber das weißt Du ja offensichtlich schon...
    Guter Beitrag!

    Ich würde dir auch empfehlen, einfach weiter zu machen.
    Einen Lehrer / Kurs braucht man m. M. überhaupt nicht.
    Man lernt alles von alleine und kann danach auch in den Spiegel schauen.
    Ich kann jedoch auch nachvollziehen, wenn man sich bei diesem, z. T. doch kraftraubenden Sport, etwas zeigen lässt.
    Mit leichtem Material wird alles einfacher, gerade wenn man vll. nicht so viel Kraft hat.

    HL

  4. #4
    Member
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    Kann mich KIV und Manic anschliessen. Ich war auch gegen 50, als ich zum ersten Mal auf einem Brett stand. Nach zwei Kursen und einem Jahr mieten, habe ich mich dann eingehend beraten lassen und ein für mich passendes Board gekauft (Bic Techno 160), welches mich mehrere Jahre begleitet hat. Wenn du soweit bist, dass du kein Schwert mehr brauchst würde ich das 3-Meter-Monster als Deko verwenden und mich aufs Techno konzentrieren. 154 l sind wohl für dich ein bisschen viel, aber für den Beginn sicher gut.
    Zeig am Spot keine Scheu, geh auf die Leute zu und frage. Evtl.findest du auch einen Club in der Nähe wo du dich anschliessen kannst. Gemeinsam ist immer besser.
    Noch was: je älter man ist, umso schwieriger scheint es und es dauert auch alles länger. Ich hab's zusammen mit meinen Söhnen gelernt - die sind mir sehr rasch um die Ohren gefahren.
    Also: nicht aufgeben!
    Gruss Robert

  5. #5
    Hallo,
    mir hat es total geholfen mal an einen Spot zu fahren, wo man konstanten Wind hat (bei mir war das in Dänemark) zu fahren. Das hat mich dann am böigen See auch besser gemacht. Das gibt einfach mehr Selbstvertrauen, wenn man merkt, dass man es eigentlich kann. ;-)

  6. #6
    ---- Einen Lehrer / Kurs braucht man m. M. überhaupt nicht.

    naja, es fahren so viele mit falschem Mat wie kleinere Boards bei 10 Knoten oder 6,5er Segel bei 20 Knoten als Anfänger und mit manch seltsamer Technik, dass man schon Infos benötigt !
    - Das Schnellste u qualitativ Hochwertigste wäre ein Video von allem u in den Foren helfen dir viele
    - oder suche einen netten Werktag mit Wind aus u bestelle einen Lehrer für diesen Tag mit Notizen auf der Hand, was dich interessiert
    - oder gehe auf andere zu und frage sie am Spot, die Meisten helfen,

    - und dazu lese, schau, beobachte, etc.
    https://www.amazon.de/Windsurfen/b?i...node=452206031
    http://www.educatium.de/windsurfen/
    youtube ...
    Foren ...



    --------------geholfen mal an einen Spot zu fahren, wo man konstanten Wind hat

    genau, das ist wirklich ein Aha-Effekt. Passendes Mat., konstante Bed. sind Welten von den See-Bed. entfernt. Nur in diesem Coronajahr ist es nicht einfach, ein leeres Plätzchen zu finden. Ich fahre nur werktags mit viel Wasser unter dem Brett, so treffe ich auf keine Massen

  7. #7
    Hallo Nina,

    ich habe genauso angefangen wie du. Altes Material und Heimatregion Bayern. Die Tipps der anderen sind gut und richtig. Die Surf Gemeinschaft in Bayern ist auch sehr sehr nett und immer hilfsbereit. Hab also keine Scheu auf Sie zuzugehen.

    Was du dir überlegen kannst, ist dir schrittweise ein wenig moderneres Material anzuschaffen. Altes Material erfüllt mit einem vernünftigen Trimm seinen Zweck und man kann damit einiges lernen. Wenn du dir beispielsweise modernere Segel mit einem Skinny-Mast kaufst sind die in der Regel ein wenig leichter, Druckpunkstabiler und einfacher zu fahren als deine derzeitigen Segel.

    Aufgrund des reduzierten Gewichtes und des leichteren Handlings könntest du entweder ein klein wenig größere Segel fahren oder die gleichen Segelgrößen bei mehr Wind nutzen. Ich habe in Norbayern gesurft und wir hatten sehr sehr selten mal Wind über 15kn. Ich weiß nicht wie die Bedingungen bei dir so vor Ort sind, aber durch so eine Anpassung könntest du dein Windfenster ein wenig vergrößern und dadurch mehr Zeit auf dem Wasser bekommen.

    Die Druckpunktstabilität hilft dir beim Erlernen des Gleitens mit dem Trapez. Das ist mit älterem Material alles machbar aber ab einem bestimmten Punkt, wen du viel Geschwindigkeit aufnimmst, wird die ganze Geschichte sehr unruhig. Ich vergleiche das Gefühl immer ganz gerne mit einem alten oder neuen VW Golf, der mit 130 kmh über die Autobahn brettert. Ein 20 Jahre alter Golf fängt bei der Geschwindigkeit irgendwann mal mit scheppern und wackeln an, während man mit einem neuen Golf relativ ruhig dahin fährt. Hast du das "Scheppern und Wackeln" nicht, kannst du dich besser auf deine Fahrtechnik konzentrieren.

    Es kann auch sein, dass du dir beim Beachstart wegen den alten Segeln recht schwer tust. Ich habe Beachstart, Wasserstart, sicher Trapez fahren, sicher Gleiten und mit einer Fußschlaufe fahren alles mit 20 Jahre altem sauber getrimmten und gut abgestimmten Material gelernt. Als ich dann auf 5 jahre altes Material umgestiegen bin, hat es sich die ersten paar Tage so angefühlt, als ob ich selbst gar nicht mehr fahren muss. Also als ob irgendwo in den Segeln ein Autopilot eingebaut ist, der für mich fährt und mir das meiste abnimmt. Mittlerweile ärgere ich mich darüber, dass ich mir nicht viel früher moderneres Material gekauft habe. Ich hätte viel schneller Fortschritte machen und mir viel Frust ersparen können.

    Die Fanatic Viper mit den 220 Litern müsste bei deinem Fahrkönnen und Gewicht mittlerweile auf den Seen viel zu groß sein. Ich bin am Anfang eine alte Viper mit rund 160 Litern gefahren, habe ein ähnliches Gewicht wie du und das war mehr als ausreichend. Beim dem BIC Techno weiß ich nicht ob es ein Schwert hat. Falls ja, müsste es von der Größe her zu dir passen. Falls nein ist es für die Windbedingungen an deinem Revier, dein Fahrkönnen und die Segelgrößen die du fährst ungeeignet. Du treibst ab und kommst nicht zurück. Egal was du machst. Auch hier tust du dir wahrscheinlich leichter und hast mehr Spaß auf dem Wasser wenn du vorerst auf ein moderneres Freeride-Brett mit Schwert in der Größe von 140-160l umsteigst.

    Material kaufen, verkaufen und auf sein Fahrkönnen abstimmen ist eine Wissenschaft für sich. Man muss viel wissen, selbst ausprobieren und nachfragen um etwas geignetes zu finden. Je früher man sich mit dem Thema befasst, desto besser, da ohne geeignetes Material der Sport leider nicht ausübbar ist. Das Thema wird dich dein komplettes Surferleben begleiten und auch in diesem Bereich gibt es super viel zu lernen. Schrecke also nicht davor zurück wenn dir irgendjemand was von Finnengrößen, Biegekurven oder Boardshapes erzählt. Das ist am Anfang total viel und hört sich super kompliziert an, aber letztendlich bekommt man die Begriffe relativ schnell drauf. Also keine Angst vor Materialkunde. Wenn du die ganzen Bretter die du hast nicht mehr möchtest, stell Sie einfach bei E-Bay Kleinanzeigen rein und kauf dir vom Erlös etwas schönes neues davon. Nette Leute und andere Surfer lernt man darüber auch kennen.

    Auf dem Wasser könntest du anfangen weitere Leichtwindmanöver (Lightriding) zu üben. Also deine Halse verbessern und dabei im Bewegungsablauf schneller werden. Oder: Backwind fahren, den Bewegungsablauf einer Duck Jibe oder einer Helitack üben. Das macht mega viel Spaß, geht schon bei 9kn mit kleinen Segeln und sieht wenn man es irgendwann kann super cool aus. Zusätzlich trainierst und automatisiertst du darüber deine Brett- und Riggkontrolle, was dir dann später beim Surfen mit mehr Wind und dem Erlernen von Gleitmanövern ebenfalls helfen wird. Für das Lightriding macht es Sinn ein modernes Shortboard mit Schwert zu haben. Ich bin momentan am überlegen, ob ich mir für den Spaß mit dem Lightriding ein aufblasbares WindSup anschaffe. Ob das etwas bringt, wird sich zeigen/muss ich ausprobieren. Deshalb möchte ich es momentan auch nicht wirklich empfehlen, aber vielleicht wäre das mit dem WindSUP auch eine Variante über die du nachdenken möchtest.

    Grüße

    MarTra

  8. #8
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    Schade um die schönen Beiträge.
    Vielleicht helfen sie später anderen weiter.
    Der TE war hier seit seinem Startbeitrag jedenfalls nicht mehr angemeldet:

  9. #9
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    Zitat Zitat von Surf Maniac Beitrag anzeigen
    Schade um die schönen Beiträge.
    Vielleicht helfen sie später anderen weiter.
    Der TE war hier seit seinem Startbeitrag jedenfalls nicht mehr angemeldet:
    Heisst aber nicht, dass sie die Beiträge nicht gelesen hat. Aber ein Rückmeldung wäre schon aus Höflichkeit angebracht.

  10. #10
    Junior Member Benutzerbild von poseidon
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    Ich fasse mal zusammen:

    Zunächst einmal ist die Bereitschaft immer wieder an sich zu arbeiten das A und O. Das Ganze bringt man meist mit, wenn einen der Sport fasziniert und man süchtig nach dem Surfen ist.

    Zudem ist es nie zu spät nochmal etwas neues zu lernen. Auch mit 50 lässt sich das Windsurfen erlernen. Eventuell dauert es dann etwas länger, aber wenn man dran bleibt wird man besser.

    Für Anfänger bzw. Einsteiger, die keine guten Bedingungen in ihrer Nähe haben, eignet sich sicherlich ein Surfkurs mit einem guten Surflehrer. Das lässt sich super mit einem Urlaub für mehrere Tage an einem Ort mit guten Bedingungen verbinden. Darüber hinaus macht es in der Gruppe dann auch gleich viel mehr Spaß und man fühlt sich nicht so allein, wenn es mal nicht klappt.

    Weiterhin besteht die Möglichkeit sich einer Community anzuschließen und auf andere Surfer zugehen, um sich von ihnen Tipps zu holen. Keine Scheu! Windsurfer sind in der Regel sehr freundlich und helfen einem gerne weiter.

    Zu guter Letzt lohnt es sich modernes bzw. nicht ganz altes Material bei einem Fachhändler oder jemandem der sich damit auskennt zu kaufen. Das erspart einem eine Menge Ärger - gerade am Anfang.

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