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  1. #1

    Als Neueinsteiger ein Freemove-Board holen?

    Hallo liebe Community!

    Der Titel sagt wahrscheinlich schon für viele genug aus, um mit dem Kopf zu schütteln. Dennoch möchte ich hier kurz auf die Situation eingehen. Vielleicht hat der ein oder andere Verständnis für meine Überlegung. Entschuldigt also bitte das lange Vorwort.

    Ich habe dieses Jahr mit dem Windsurfen angefangen. Material wurde entsprechend meiner Maße im Rahmen des Kurses ausgeteilt. Soweit ich mich erinnere ein 220L Board, Segelgröße keine Ahnung. Mit diesen technischen Details habe ich mich leider erst vor wenigen Tagen zu beschäftigen begonnen und zuvor einfach nur das Wasser und den Wind genossen.

    Nun habe ich natürlich den Plan gefasst nächstes Jahr weiter zu machen. Die Leihgebühren außerhalb eines Kurses missfallen mir jedoch etwas, da die Gesamtkosten für ein paar Tage surfen schnell ein Niveau erreichen würden, bei dem ich die Ausrüstung auch gebraucht kaufen könnte (Ich plane etwa 3-4 Mal die Woche zu surfen, quasi an den Tagen an denen ich nicht ins Fitnessstudio gehe oder anderen Verpflichtungen nachkomme. Bei Leihgebühren von ca 30€ pro Tag, könnt ihr euch selbst durchrechnen, was da in ner Saison drauf geht).

    Da ich mit Saison-Ende mit dem ein oder anderen guten Angebot für gebrauchte Boards und Segel rechne, möchte ich diese Chance natürlich nicht verpassen. Und weil ich gerne wenig Geld ausgebe, würde ich natürlich auch versuchen Equipment zu finden, dass mich über den Anfängerstatus hinaus glücklich machen wird.

    Da ich mich aus diesem Grunde nun auch etwas mit den unterschiedlichen Facetten von Boards und Segeln beschäftigt habe, würde ich mich über unabhängige (a.k.a.: Nicht-Händler) Meinungen freuen.

    Zunächst ein paar Angaben zu mir und meinem Revier:
    Gewicht: 97kg
    Revier: Primär Ostsee, von Kiel bis Flensburg, vielleicht auch mal bis hoch nach Dänemark
    Durchschnittswind sollten dort meiner Recherche nach etwa 12-13kn sein

    Ich überlege mir ein Freemove-Board zuzulegen, da ich denke, dass ich mit einem solchen auf lange Sicht am glücklichsten werde. So wie ich es verstehe, sind diese noch gut für schnelle Fahrt, aber auch für einfache Tricks geeignet. Primär interessiert mich das erste, doch ab und zu möchte ich mich auch an letzteren versuchen.
    Dass es schwieriger wird auf einem solchen Board zu lernen, nehme ich an dieser Stelle einfach an. Aber wäre alles im Leben einfach, wäre das Leben ja einfach langweilig.

    Boards die mir hierzu aufgefallen sind:
    BIC Techno Windsurf 148L
    Tabou 3S 116L (wobei ich glaube, dass dieses schon zu fortgeschritten wäre, auch wenn es wohl ein sehr gutes Board sein soll)

    Mit dem Prinzip der Besegelung bin ich leider immer noch nicht allzu vertraut. Diverse Online-Kalkulatoren hierzu waren auch keine wirkliche Hilfe, da mir nun alles zwischen 4,8m² und 10m² für den oben genannten Wind vorgeschlagen wurde.

    Ich würde es bevorzugen nicht mehr als 600 EUR für gebrauchtes Material auszugeben. Aber vielleicht habt ihr aber auch eine viel bessere Idee, mit welcher Art Ausrüstung ich nächstes Jahr voll durchstarten sollte.

    Nun ist aber gut mit dem ganzen Text. Danke an die, die es durchgestanden haben alles zu lesen und ein zusätzliches Danke an die, die darauf konstruktiv anworten.

    be excellent to each other
    Black_Stag

  2. #2
    Senior Member
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    Kein Kopfschütteln, ich würde es genauso machen. 116 Liter sind, für eine Ein-Brett-Lösung, bei Deinem Gewicht zu wenig, aber mit rund 150 Litern solltest Du klarkommen, auch wenn Du zunächst noch nur ´rumschipperst, und Dich langsam ans Gleiten herantastest. Dabei sollte das Board eher zu den breiteren gehören, das hilft am Anfang ungemein, und später kannst Du dann tatsächlich ein 10er Segel damit fahren. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß es einfacher ist, sich an ein großes, relativ unhandliches Segel zu gewöhnen, als Manöver bei mehr Wind, und entsprechender Welle zu üben. Darum solltest Du kein zu kleines Segel wählen, es sei denn, Du stehst noch sehr unsicher auf dem Brett. Wie ist es denn um Dein Fahrkönnen bestellt?

    Gruß

    Ralph
    Geändert von Ralph (18.09.2018 um 22:42 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  3. #3
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    80
    Ich denke, deine Überlegungen sind gut. Mit einem Bic Techno hast du ein robustes Board, das einiges aushält (Stichwort: Schleudersturz).
Bei viel Wind und entsprechendem Wellengang schlägt es dich zwar über die Wellen, aber bei weniger Wind und zum Üben der Manöver bis hin zum Gleiten und Fussschlaufenfahren ist es ideal. Bei deinem Gewicht finde ich 148 l OK, unter 130 l sind zu wenig.
Segelgrössen: Brettgrösse, dein Gewicht und Wind von 4 Bf. fordern grössere Segel. Aber zum Üben wird’s dann rasch mühsam, wenn du immer mal wieder das Segel aus dem Wasser ziehen musst. Ich würde zum Anfang ein Segel von ca. 5.5 und eines von ca. 7 m2 in Betracht ziehen. Beim 7er hast du bei 12 kn. genug Druck um Fahrt zu bekommen, bei mehr Wind reichte auch zum Gleiten. Wenn der Wind stärker ist (gegen 20 kn) kannst du das kleinere Segel nehmen.
Ob du allerdings mit deinem Budget von 600 Euro das alles bekommst, ist fraglich. Beim Brett würde ich nicht sparen, eher etwas mehr ausgeben, dafür etwas unter den Füssen haben, das dir gefällt. Beim Segel kannst du ja auch mal mit einem älteren (so 6-6.5) anfangen. Kauf dir aber nicht irgend ein altes Tuch, nur weil es billig ist. Idealerweise ein Freeride-Komplettrigg für Anfänger/Aufsteiger.
    Gruss Robert

  4. #4
    Danke für die Antworten. Scheint ja so, als ob ich zumindest nicht ganz abwegig gedacht habe.

    Mein Budget wird sich danach richten müssen, was sich an Equipment findet. Wenn es dann etwas mehr wird, ist es halt so.

    Mein Fahrkönnen denke ich passt zur Zeit, die ich bisher auf dem Brett verbracht habe. Fühle mich recht sicher beim Fahren, Kreuzen und Wenden. Sicher nicht allzu elegant oder schnell, aber zweckmäßig und mit Spaß dabei =D Der Rest kommt dann mit mehr Übung.

    be excellent to each other
    Black_Stag

  5. #5
    Das klingt doch super! Wie läuft's mittlerweile?

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