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  1. #1
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    Welches kleinere Zweitboard für einen Aufsteiger im Kabbelwasser

    Hallo allerseits!

    Gleiten und Schlaufen fahren ist kein Problem, Powerhalse habe ich mich aber noch nicht richtig ran getraut. Auf den Binnenseen, wo ich unterwegs bin, ist es auch meistens so böig, dass es zwar ab und zu zum An- und Durchgleiten reicht, aber zum erlernen und üben des Wasserstarts eher suboptimal ist, weshalb ich den leider auch noch nicht wirklich kann...

    Trotzdem bin ich im Moment noch ziemlich zuversichtlich, dass auch ich den Wasserstart irgendwann intus bekomme, und möchte darauf dann möglichst bald auch ein kleineres Zweitboard anschaffen. Bringe (ohne alles) ca. 72kg auf die Waage und fahre einen 120L Gecko (242cm/76cm), welchen ich auch auf jeden Fall als Leichtwindboard behalten werde. Möchte nicht springen oder freestylen können, sondern nur bei heftigem Kabbelwasser nicht gar so ein Rodeo reiten müssen wie jetzt mit dem Gecko!

    Nun frage ich mich, in welche Richtung ich denn am besten überhaupt suchen muss? Es sollte ein möglichst aufsteigerfreundliches Board sein und mich nicht gleich völlig überfordern. Aber wie viel kleiner sollten denn Breite und Volumen mindestens ausfallen, um einen sinnvollen Unterschied zum Gecko zu haben? Schotstart sollte wegen der unkonstanten Windverhältnisse auch noch gehen (ohne mit den Knien im Wasser zu stehen) und ich möchte mein 6.6er North e-Type damit noch fahren können und gegen unten mit 5.3, oder in späterer Zukunft evtl. auch noch mit 4.7 unterwegs sein.

    Wäre ein Tabou 3s 106L ein guter Kandidat und falls ja, welche Jahrgänge? Haben sich ja auf 2017 ziemlich im Shape geändert. Oder wäre für meinen Zweck eher ein Rocket 105 geeignet oder ist der noch zu nahe am Gecko? Oder müsste ich gar 100L oder darunter anpeilen?

    Werde zwar auf jeden Fall ein Board vor dem Kauf testen, die Wahrscheinlichkeit, dass dies nicht bei den von mir angepeilten Einsatzbedingungen sein wird, ist aber leider recht gross.

    Vielleicht hat ja jemand ein paar Inputs für mich, würde mich sehr freuen!

    Habe übrigens auch gegoogelt zum Thema, aber nur ältere Beiträge gefunden, und die Boardentwicklung ist ja in den letzten 5 Jahren auch nicht stehen geblieben.

    Gruss Phil

  2. #2
    Hallo Phil,
    bei deinem Gewicht und dem 120 l als "großes" bräuchtest du was um die 95l. Der von dir besagte 3 S oder Exocet Cross. Ich glaube, ab 2016 hat der 3S den neuen Shape.

  3. #3
    Hallo Phil,

    ich habe das selbe Gewicht wie Du und fahre ein 100l Board bei diesen Bedingungen. Damit geht der Shotstart noch. 5l weniger wären für mich in Windlöchern nicht mehr so angenehm (auf Binnenseen - am Meer ist es was anderes...). Ich würde Dir einen Shape mit ca. 62-64cm Breite raten, nicht die breiten Boards (bei denen könntest Du viell. noch ein wenig mit dem Volumen runter gehen).
    Ein FreestyleWave bzw. Freemove Shape wäre sicher besser als ein reiner Freeride/Freerace Shape da diese härter und direkter laufen. Beispiel: RRD FreestyleWave, Tabou 3s, Starboard KodeFreewave (JP vielleicht nicht, da es sehr wavig ist und Dich evtl. überfordern könnte).

    Ich glaube jedoch, dass das 6,6er weiterhin auf dem 120l Brett mehr Spaß machen wird. Ich würde ein Board fürs 5,3 (oder max. 5,9) abwärts anpeilen.
    Bin ein paar Mal auf 2 verschiedenen 100l Brettern ein 6,4er gefahren. Das macht im Grenzbereich und bei böigen Bedingungen nicht wirklich Spaß...

    Gruß, Paul

  4. #4
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    Guten Morgen

    ich danke euch für die Antworten!

    Zitat Zitat von Begleiter Beitrag anzeigen
    bei deinem Gewicht und dem 120 l als "großes" bräuchtest du was um die 95l. Der von dir besagte 3 S oder Exocet Cross.
    Ich denke, dies wäre wohl etwa die anzustrebende Abstufung, wenn ich in Zukunft wirklich mal gut (oder zumindest deutlich besser) surfe. Wahrscheinlich sollte ich aber eher noch nach einer moderateren Zwischenlösung suchen und dann evtl. das Board nach 1-2 Jahren wieder verkaufen.

    Zitat Zitat von paulchen Beitrag anzeigen
    ich habe das selbe Gewicht wie Du und fahre ein 100l Board bei diesen Bedingungen. Damit geht der Shotstart noch. 5l weniger wären für mich in Windlöchern nicht mehr so angenehm (auf Binnenseen - am Meer ist es was anderes...).
    Das war eben auch meine Überlegung; mit Boardgewicht, Rigg, nassem Anzug und Trapez bleibt bei 95L kaum Überschussvolumen.
    Auch habe ich festgestellt, dass mein 120L-Gecko bei den ruppigen Bedingungen zwar zu gross war, andere mit 100L-Boards aber eben wegen dieser Windlöcher frustriert vom Wasser gingen...

    Zitat Zitat von paulchen Beitrag anzeigen
    Ich würde Dir einen Shape mit ca. 62-64cm Breite raten, nicht die breiten Boards (bei denen könntest Du viell. noch ein wenig mit dem Volumen runter gehen).
    Ein FreestyleWave bzw. Freemove Shape wäre sicher besser als ein reiner Freeride/Freerace Shape da diese härter und direkter laufen. Beispiel: RRD FreestyleWave, Tabou 3s, Starboard KodeFreewave (JP vielleicht nicht, da es sehr wavig ist und Dich evtl. überfordern könnte)
    Das hilft mir sehr weiter! Vor allem auch der Hinweis auf den JP (ich nehme an der Freestylewave?), den ich eigentlich auch in Betracht gezogen hatte.* Werde mich also nach Boards mit 100-105L und 62-64cm der genannten Typen umschauen.

    *Ergänzung: Wäre der Fanatic STB 105 ähnlich wie der JP einzuordnen oder gemässigter?

    Zitat Zitat von paulchen Beitrag anzeigen
    Ich glaube jedoch, dass das 6,6er weiterhin auf dem 120l Brett mehr Spaß machen wird. Ich würde ein Board fürs 5,3 (oder max. 5,9) abwärts anpeilen.
    Bin ein paar Mal auf 2 verschiedenen 100l Brettern ein 6,4er gefahren. Das macht im Grenzbereich und bei böigen Bedingungen nicht wirklich Spaß...
    Da ich auch ein 5.8er habe, würde das ja gut zusammen passen. Vielleicht bei schön konstantem Wind, z.B. Thermik oder am Meer, könnte ich ja das 6.6er immer noch probieren, ansonsten bleibt es (zusammen mit meinem 7.8er) dem Gecko vorbehalten.

    Aber jetzt gilt es für mich sowieso erstmal Manöver zu üben! Möchte aber möglichst bald mal ein kleineres Board irgendwo ausprobieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was mich da erwartet (bzgl. Schotstart etc.)

    Gruss & happy surfing, Phil
    Geändert von Spacecowboy (23.08.2017 um 11:52 Uhr) Grund: Ergänzung Fanatic STB

  5. #5
    Ja die Bretter mit kurzer Nase (Stubby & Co / Freestyle-Boards) sind meist anspruchsvoller zu fahren. Die Wende wird um einiges schwieriger, Belastungsfehler wirken sich stärker aus, da das Bretter leichter dreht und beim Angleiten muss mein ein wenig feinfühliger sein. Ich glaube als Aufsteiger bist Du mit einem klassischen Shape besser beraten.

    Ein Kumpel von mir hat sich vor einiger Zeit im Urlaub einen JP FSW gemietet. Mit dem ist er gar nicht zurecht gekommen. Danach hat er sich einen Starboard Kode FW (mit dem selben Volumen) geliehen und mit dem hatte er keine Probleme. Der JP hatte ein schmaleres Heck, war direkter und quirliger (waviger).

    Am besten gehst Du zeitnah den Wasserstart an, da er Dir auch beim Erlernen/Üben der Manöver sehr hilfreich ist. Dadurch bist Du viel schneller wieder auf dem Brett und brauchst weniger Kraft. Am besten nimmst Du Dir nach Möglichkeit mal eine Privatstunde mit einem Windsurflehrer. Ich finde der Wasserstart ist nämlich einfacher zu lernen wie die Powerhalse. Wenn man mal kapiert hat wie er funktioniert und man die Bewegungsabläufe kennt, kann man ihn danach alleine gut üben und langsam verfeinern.

    Bei ruppigen Bedingungen mit "viel Wind" und heftigen Kabbelwasser ist es nämlich nicht so leicht einen Shotstart zu machen. Beim Wasserstart kann man sich hingegen das Material zurecht legen und auch kurz auf eine Böe warten um aufs Brett zu kommen...

    Wie Du bereits geschrieben hast ist es sicher wichtig erst mal ein Brett in dieser Volumenklasse aus zu probieren, denn per Ferndiagnose ist es leider nicht möglich ab zu schätzen ob Du schon so weit bist... ;-)
    Du kannst Dir dann anschließend ja so ein Brett zulegen, dieses erstmal an Tagen mit konstanteren Wind nutzen und Dich dann nach und nach an die böigeren Verhältnisse ran tasten.

    Gruß, Paul

  6. #6
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    Auch für diese Antwort ganz herzlichen Dank, Paul!! Besonders die Erkenntnisse deines Kumpels mit den Mietboards sind aufschlussreich. Das heisst für mich, auch den Tabou 3S müsste ich bis Jahrgang 2016 finden (240/64.5cm bei 106L), denn ab 2017 ist er auf 225cm verkürzt worden.

    Ja, Wasserstart steht ganz oben auf meiner "To-Learn-Liste", und den möchte ich auch einigermassen sicher können, bevor ich mit kleinerem Material (bei stärkerem Wind) raus gehe. Denke eigentlich, dass nicht mehr viel fehlt. Bei wirklich starkem Wind hat er schon paar mal geklappt und der Beach-Start klappt meistens problemlos auch wenn ich etwas tiefer im Wasser stehe. Im Oktober werde ich wieder an einem Surf-Camp mit Unterricht teilnehmen und hoffe auf gute Bedingungen dort (Südfrankreich). Ziel ist natürlich, vorher noch ein paar Tage aufs Wasser zu kommen!

    Werde dann wieder hier berichten, wie's gelaufen ist

    Gruss Phil

  7. #7
    Hallo Phil,
    da Du noch nicht so erfahren auf Boards mit weniger Volumen bist, würde ich Dir auch mal RRD ans Herz legen, die FSW vor 2014 sind hier i.d.R. sehr angenehm empfunden worden, gerade von Surfern die mit so einem relativ "kleinen" Brett seltener fahren.
    Die FSW gab es stets in einer sehr engen Abstufung, falls Du Dir nicht sicher bist bei RRD sind auch die früheren Jahre online abrufbar. Die Boards gelten als sehr stabil und vor allem gerade bei Kabbel sehr gedämpft und gut kontrollierbar.

  8. #8
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    Hallo Tempograd
    Auch an dich besten Dank für den Tipp! Werde mich auch mal nach den FSW von RRD umsehen und schauen, ob ich einen testen kann und gute Angebote finde.
    Gruss Phil

  9. #9
    Hi,
    versuche es mal mit dem Tabou Rocket ab 2009.
    Bin selbst Aufsteiger; habe ein Rocket in 125 L, dann eins in 95 l gekauft .
    Mein Gewicht 70 kg
    Brett geht problemlos über alle Wellen und der Umstieg überfordert nicht.
    LG rich

  10. #10
    Hallo,

    ich würde dir die Freestyle Shapes von 2007-2009 in um die 100 l empfehlen. Das mag jetzt nach gestern klingen, aber die Bretter sind eierlegende Wollmilchsäue. Gleiten super an, extrem gut durch, lassen sich extrem gut halsen und springen kann man damit auch noch. Vor allem aber sind sie sehr einfach zu fahren und super zu kontrollieren. Schau mal auf dailydose, manchmal finden sich diese "alten" Bretter noch recht günstig auf dem Gebrauchtmarkt. Gerade als Zwischenlösung erscheint mir das eigentlich optimal für dich. Wobei du nie wieder umsteigen wirst....

  11. #11
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    Hallo Rich und Franz(?)

    Auch Euch noch herzlichen Dank für die Inputs!

    Zitat Zitat von rich Beitrag anzeigen
    versuche es mal mit dem Tabou Rocket ab 2009.
    Bin selbst Aufsteiger; habe ein Rocket in 125 L, dann eins in 95 l gekauft .
    Mein Gewicht 70 kg
    Brett geht problemlos über alle Wellen und der Umstieg überfordert nicht.
    Den Rocket - dann allerdings auch mit 105L, damit der Schotstart sicher noch geht - hatte ich auch auf dem Radar. Allerdings denke oder hoffe ich, dass ein FSW noch etwas besser durch den Chop geht und etwas weicher läuft (siehe auch Post #3 von Paul)

    Zitat Zitat von franzmonaco@gmx.net Beitrag anzeigen
    ich würde dir die Freestyle Shapes von 2007-2009 in um die 100 l empfehlen. Das mag jetzt nach gestern klingen, aber die Bretter sind eierlegende Wollmilchsäue. Gleiten super an, extrem gut durch, lassen sich extrem gut halsen und springen kann man damit auch noch.
    Bei einem älteren, gebrauchten Freestyle-Board hätte ich ehrlich gesagt ein bisschen bedenken, dass das Deck schon weich getreten wäre, man kauft sich ja sowas nicht zum rumcruisen. Auch vor den kurzen Finnen hätte ich respekt und müsste schauen, wie gut so ein Board dann mit einer längeren funktioniert. Schon mit dem Gecko und einer 38er muss ich recht acht geben, um nicht wegzuschmieren wegen zu viel Druck, aber 's wird besser

    ABER: Die Beratung kann hiermit beendet werden, denn ich habe gestern zugeschlagen!!

    Zwar war ich mangels Wind leider nie auf dem Wasser um zu testen, konnte mir aber einige Boards live anschauen und habe noch viele Forumseinträge und Testberichte zu möglichen Kandidaten gelesen und bin nun sehr überzeugt, das Richtige gekauft zu haben: Bei einem super Angebot für ein 3S 105 LTD aus 2015 konnte ich nicht widerstehen
    Die Abmessungen scheinen mit 240x64.5cm geradezu ideal. Das Brett war kaum im Einsatz und geht als absolut neuwertig durch. Der Jahrgang passt auch, denn Tabou hat den Shape 2015 erneuert und ist identisch zum 2016er. 2017 wurde er dann (zu) kurz und für 2018 bringen sie wieder eine neue lange Variante, den "3S Classic", der alte war also anscheinend vielen Surfern angenehmer.
    Inzwischen denke ich sogar, dass diese Grösse nicht nur eine Zwischenlösung für mich sein wird, sondern für meine Binnensee-Spots, wo man halt öfters mal steht, allgemein die bessere Lösung ist.

    Nun hoffe ich noch viel mehr, dass es endlich mal Wind gibt, so dass ich mein neues Spielzeug ausprobieren kann!

    Schöne Grüsse, Phil

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