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  1. #1

    Surfshop in der Nähe von Gießen?

    Hallo,

    ich bin wegen der noch kleinen Kinder einige Zeit nicht mehr zum Surfen gekommen. Mein letztes Brett war ein F2 HiTech 330 mit einem 6.5er (oder6.7?) Segel von F2...

    Da der Mast durch ungünstige Lagerung und Sonneneinstrahlung inzwischen tot zu sein scheint (rauh aufgefaserte Oberfläche) und zusätzlich im Bereich des Baums einen Längssprung hat, das Material der Fußschlaufen auch einen Alterstod gestorben ist und die Schlaufen gerissen sind, der Baum noch keinen Schnellspannmechanismus zur Verbindung mit dem Mast hatte, sondern noch mit gespannter Schnur in Position geklappt werden musste, die Finne noch so ein komisches transparent-grünes Schwabbelteil ohne Faserverstärkung war und damit gerne einen Spinout hatte, frage ich mich jetzt:

    Macht es Sinn, hier nochmal eine Instandsetzung zu machen oder ist das Teil einfach ein Totalschaden?

    Da die Kinder inzwischen im Urlaub in Wiek auf Rügen einen Windsurfing-Grundschein gemacht haben und es einen Riesenspaß gemacht hat, gehe ich davon aus, daß Surfen wohl demnächst wieder ein Thema bei uns werden wird

    In unserer Gegend gab es (in Gießen) damals noch mit Windsurfing Rhein-Main, Sport-Diegelmann und Surfsport Kunze gleich 3 Shops, in denen ich bezüglich einer Reparatur / Instandstetzung mal hätte nachfragen können. Aber die gibt es als Surfshops irgendwie alle nicht mehr.

    An wen kann ich mich in meiner Gegend mal wenden? Wo sind noch Shops?

    Wenn ich mal nach gebrauchten Boards bzw. kompletten Ausrüstungen schauen möchte, bin ich im Moment etwas verwirrt, was die vielen Bezeichnungen angeht!?

    Gibt es irgendwo mal eine Übersicht, um Board-Bezeichnungen und deren Zielgruppen mal verstehen zu können?

    Ich gehe davon aus, daß sich inzwischen einiges getan hat, was das Angleiten und das Steuerverhalten der Boards angeht. Doch hier ist doch nach sicherlich großen Entwicklungssprüngen nach der Generation meines Boards bestimmt die Kurve der Fortschritte etwas flacher geworden, daß sich Verbesserungen inzwischen doch bestimmt eher auf das Design beziehen - oder?

    Wenn ich mal nach gebrauchtem Material schauen möchte, bei welchen Firmen und ab welchem Baujahr ist es denn dann sinnvoll zu schauen, daß man zwar nahezu aktuelle Technik, aber kein unnötig neues optisches Design bekommen kann?

    Ich habe neben meinem Board damals im Urlaub auch mal eine Fanatic Viper (343? quattrokonkaves Unterwasserschiff) und auch ein F2 Xantos 295 und 310 gefahren. Also noch nichts, was bei wenig Wind zum U-Boot wird und womit man auch nochmal eine einfache Wende fahren kann.

    Ich fahre mit Trapez, freue mich, wenn mein Board im Gleiten ist, kann auch Halsen fahren (wegen mangelnder Übung oft aber nur eine halbe Powerhalse mit anschließendem Wasserstart...), war aber bei weniger Wind auch zum Höhelaufen immer froh darüber, auch noch ein Schwert zu haben. Ich selbst wiege ca. 75kg. Welche Boards gibt es in einer solchen Klasse, die in Frage kämen? Oder ist das Schwert bei den aktuelleren Shapes mit größerer Finne gar nicht mehr unbedingt erforderlich?

    Oh je - viele Fragen...

    Ich hoffe, Ihr könnt mir ein wenig Licht ins Dunkel meiner Ahnungslosigkeit bringen ;-)

    André
    Geändert von doc_jochim (13.08.2017 um 21:54 Uhr)

  2. #2
    Junior Member Benutzerbild von Mike xG-473
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    Moin André

    Wenn ich mich richtig erinnere, wurde der F2 Comet Hitech 330 so Mitte/Ende der 80er Jahre gebaut (1986??). Klappgabel passt auch in die Zeit. Ich denke mal, dass der Comet ohne Schlaufen für die Kids (wie alt?) zum Üben erst einmal noch geeignet ist, aber eine komplette Instandsetzung sich nicht lohnt.
    Auch wenn ich selber mein Mitte 90er Slalommaterial nutze, um wieder in den Sport reinzukommen, hat sich doch gewaltig was in der Weiterentwicklung getan. Ob die neuen Boards jetzt optisch ansprechend sind (ich mag die schlanken Slalomboards) liegt im Auge des Betrachters, aber im (An-)Gleiten sind die schon eine ganz andere Nummer als früher. Wir haben Boards damals in erster Linie durch die Länge definiert: 380-360 Raceboards, 340-300 Funboards, 300- 265 Slalomboards, darunter dann die Waveboards. Heute geht es eher übers Volumen.
    Ob mit oder ohne Schwert würde ich an der zu erwartenden Lernkurve festmachen. Ich habe für meine Familie (Frau und 12-jährige haben gerade angefangen) ein Board mit Schwert angeschafft - insbesondere, da noch zwei jüngere Kinder (hoffentlich) auch mal aufs Brett wollen.

    MfG
    Mike
    Geändert von Mike xG-473 (14.08.2017 um 10:36 Uhr)

  3. #3
    Member Benutzerbild von Spacecowboy
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    Zitat Zitat von Mike xG-473 Beitrag anzeigen
    Ob mit oder ohne Schwert würde ich an der zu erwartenden Lernkurve festmachen. Ich habe für meine Familie (Frau und 12-jährige haben gerade angefangen) ein Board mit Schwert angeschafft.
    Bei Erwachsenen und Teenagern mit Erwachsenengewicht macht im allerersten Anfänger-Stadium ein Schwertboard auf jeden Fall Sinn. Man muss sich aber bewusst sein, dass sich der Wunsch nach etwas kleinerem ohne Schwert sehr schnell einstellen wird und man evtl. lieber 1-2 Wochen eines mietet.
    Bei Kindern wäre aber ein (modernes=breites) Board mit Mittelfinne auf jedenfall auch eine Überlegung wert, z.B. JP Magic Ride Young Gun 118 mit einer Breite von 76cm. Für Kinder reicht in der Regel das Volumen (sie haben ja auch noch super kleine leichte Riggs) und sie können es bei Schwachwind im Gegensatz zu den Riesentankern auch steuern. Das beste daran: Daddy hat nach einem kurzen Finnenboxenstop ein schönes Funboard!

    Edit: dein altes Material tönt wirklich nach Totalschaden und wäre wohl höchstens als Deko-Material zu gebrauchen.

    Gruss Phil
    Geändert von Spacecowboy (14.08.2017 um 10:28 Uhr) Grund: Ergänzung

  4. #4
    Zitat Zitat von Mike xG-473 Beitrag anzeigen
    Wenn ich mich richtig erinnere, wurde der F2 Comet Hitech 330 so Mitte/Ende der 80er Jahre gebaut (1986??). Klappgabel passt auch in die Zeit.
    Das könnte passen, ich habe das Brett damals als Vorführmodell mit neuem Rigg gekauft.

    Zitat Zitat von Mike xG-473 Beitrag anzeigen
    Ich denke mal, dass der Comet ohne Schlaufen für die Kids (wie alt?) zum Üben erst einmal noch geeignet ist, aber eine komplette Instandsetzung sich nicht lohnt.
    OK - dann schaue ich erstmal nach einem gebrauchten Mast für das vorhandene Segel, dann müsste der Kippeldampfer erst mal wieder funktionieren. Und vielleicht bekomme ja auch gebraucht ein Rigg für die Kinder (12+14).

    Zitat Zitat von Mike xG-473 Beitrag anzeigen
    Ob die neuen Boards jetzt optisch ansprechend sind (ich mag die schlanken Slalomboards) liegt im Auge des Betrachters, aber im (An-)Gleiten sind die schon eine ganz andere Nummer als früher.
    Mit der Optik meinte ich eher die Farbgebung der Oberflächen als die Formgebung. Denn von der Form her wird sich für uns sicher kaum ein Unterschied erfahren lassen, ob das Board nun 1 oder 4 Jahre alt ist.


    Zitat Zitat von Spacecowboy Beitrag anzeigen
    Bei Erwachsenen und Teenagern mit Erwachsenengewicht macht im allerersten Anfänger-Stadium ein Schwertboard auf jeden Fall Sinn. Man muss sich aber bewusst sein, dass sich der Wunsch nach etwas kleinerem ohne Schwert sehr schnell einstellen wird und man evtl. lieber 1-2 Wochen eines mietet.
    [...]
    Edit: dein altes Material tönt wirklich nach Totalschaden und wäre wohl höchstens als Deko-Material zu gebrauchen.
    Hmmm... - vielleicht doch mit Gebrauchtmaterial das Alte mal wieder funktionsfähig machen - könnte günstiger sein als mieten.

    Zitat Zitat von Spacecowboy Beitrag anzeigen
    Bei Kindern wäre aber ein (modernes=breites) Board mit Mittelfinne auf jedenfall auch eine Überlegung wert
    Mittelfinne? Die Finnen sind doch immer in der Mitte... ;-))

    Quatsch beiseite: Haben diese Board dann nicht nur eine Finne hinten in der 'rechts-links-Mitte', sondern zusätzlich eine weitere Finne in der 'vorne-hinten-Mitte' anstelle des Schwerts?
    Funktion wie beim Schwert zur Verhinderung seitlicher Abdrift beim Höhelaufen und trotzdem weniger Wasserwiderstand?


    André

  5. #5
    Junior Member Benutzerbild von Mike xG-473
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    Zitat Zitat von doc_jochim Beitrag anzeigen
    Quatsch beiseite: Haben diese Board dann nicht nur eine Finne hinten in der 'rechts-links-Mitte', sondern zusätzlich eine weitere Finne in der 'vorne-hinten-Mitte' anstelle des Schwerts?
    Funktion wie beim Schwert zur Verhinderung seitlicher Abdrift beim Höhelaufen und trotzdem weniger Wasserwiderstand?
    In Grunde ja. An der Position, wo bei deinem Comet der Schwertkasten liegt, kann bei diesen Boards eine weitere Finne montiert werden.
    Ich muss aber zugeben, dass ich persönlich (unterhalb der Gleitschwelle) ein Schwert bevorzugen würde, da ich das auf den Kursen, wo ich es nicht brauche einfach wegklappen kann. Ich bin halt Old School, der noch gelernt hat, auf Amwind-Kursen das Board auf das Schwert zu stellen, also auf die Leekante zu kippen und mit der eingetauchten Kante noch ein paar Grad zum Wind herauszuholen (Raceboard-Technik für Anfänger ;-) ).

    Mike
    Geändert von Mike xG-473 (15.08.2017 um 09:28 Uhr) Grund: Doppeltes Zitat entfernt

  6. #6
    Member
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    Hallo André
    Viele Antworten auf deine Fragen findest du im Netz, zB: http://www.windsurf-scout.de/ oder http://www.surf-magazin.de/
    Wenn du jetzt im Sinn hast, wieder richtig ins Windsurfen einzusteigen, würde ich beim Materialkauf eher nach neueren Boards und Segel schauen (max. 3-4 Jahre alt). Hier auf Dailydose findest du immer gutes Material. Wenn du die Möglichkeit hast, miete mal was - das ist meist neueren Datums. Dann fühlst du die Unterschiede zu früher sehr rasch - es kann aber gut sein, dass die Angewöhnungsphase etwas dauert - also nicht die Geduld verlieren.
    Mir hat der persönliche Austausch mit anderen Surfern am meisten gebracht. Viele haben ähnliche Erfahrungen gemacht.

  7. #7
    Member Benutzerbild von Spacecowboy
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    Hallo André

    Zitat Zitat von doc_jochim Beitrag anzeigen
    Kippeldampfer
    Kippeldampfer ist das richtige Stichwort. Ich denke, es gibt sicherlich gute Gründe, ein solches Board zu fahren. Z.B. ist man bei Leichtwind mit dem schmalen langen Brett schneller unterwegs als mit einem modernen (ist ja eine halbe Yacht...). Oder auch aus Nostalgie, zeigen, dass es mit damaligen Material auch schon ging; ist wie man heute zum Spass einen Oldtimer fährt, ohne Servolenkung und mit Zwischengas, oder mit Handgas und manueller Zündzeitpunkteinstellung, wenn's ganz alt wird. Ist sicher eine spannende Herausforderung, wenn man schon Auto fahren kann, aber in einer Fahrschule wäre ein solches Gefährt sicher fehl am Platz, denn man will es sich ja nicht unnötig schwer machen. Mit dem alten Comet anfangen zu surfen wäre aus meiner Sicht wie mit untaillierten 1.90m-Latten anfangen Ski zu fahren, was ja grundsätzlich auch immer noch gehen würde. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass deine Kinder in der Surfschule beim Grundschein auch neueres Material hatten. Breitere kürzere Boards sind halt viel kippstabiler und trotzdem wendiger.

    Noch zum Thema Schwert: Auf Klappschwertboards braucht man das Schwert natürlich noch ziemlich oft um die Höhe zu halten oder am Wind zu fahren, da aber solche Boards auch nur eine (unbrauchbare) Mini-Finne haben. Mit einem 145L Funboard mit guter 46cm Finne sieht's natürlich wieder ganz anders aus. Aus meiner Sicht macht ein Schwert nur bei absoluten Anfängern (erste 2-3 Wochen) Sinn oder bei Surflehrern - wenn kein Gleitwind herrscht - um immer schnell zu allen Schülern gelangen zu können. Oder um bei Leichtwind die luv liegende Gelateria zu erreichen...
    Die Mittelfinnen sind schon ziemlich exotisch und ich kenne sie nur vom JP Magic Ride 118, welches in der "Young Gun" Ausführung eine hat, gibt aber sicher auch noch andere. Die Finnenbox in der Mitte ist halt viel leichter als ein Schwertkasten, stört weniger (nur eine Schraube von oben im Deck) und lässt sich besser verschliessen. Ein solches Board würde halt auch perfekt zu deinem eigenen Fahrkönnen und den 75kg passen und auch für die Kinder viel länger attraktiv bleiben, deshalb hatte ich es einfach mal erwähnt.

    Ja ich weiss, Windsurfmaterial ist teuer, aber wenn du nach Schnäppchen Ausschau hältst, findest du bestimmt günstiges altes Material, das noch viel viel neuer ist als dein jetziges!

    Gruss Phil

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