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  1. #1

    Dieses Board kaufen?

    Hallo zusammen,

    ich bin derzeit auf der Suche nach meinem ersten Equipment.
    Zu mir: 1,70 m, 55 kg, sportlich
    Zu meinen "Surfkünsten": Ich habe 1995 im fortgeschrittenen Alter von 12 Jahren nach einem zweiwöchigen Kurs meinen Schein gemacht und erinnere mich wehmütig daran, am Ende des Kurses zwei Stunden lang bei ordentlich Wind über die wellige Ostsee gedüst zu sein, ohne ins Wasser zu fallen.

    Lang ist's her.

    Letztes Wochenende hat es mich dann wieder aufs Board (naja, es war eher eine Insel ... irgendwie find' ich diese langen und schlanken 90er-Jahre-Dinger optisch ansprechender) gezogen. Klappte ganz gut, bin nicht reingefallen und kam wieder da an, wo ich losgefahren bin.

    Ich wohne seit diesem Jahr in direkter Ostseenähe und habe ein Stehrevier vor der Haustür - jetzt will ich mein eigenes Equipment haben und ein bisschen vor mich hinsurfen.

    Wie das immer so ist - es sollte möglichst günstig sein. Ich habe keine sportlichen Ambitionen, möchte aber so 1-2 mal pro Woche auf's Wasser.

    Nun habe ich ein 4,0 m² Kinderrigg in der Nähe gefunden, das ich ganz ansprechend finde. Es ist aus 2012 und soll 100 € VHB kosten. Steht zwar Powerkid drauf ... aber das stört mich nicht wirklich. Mir ist es wichtig, dass das Rigg leicht und gut bedienbar ist.

    Als Board könnte ich an ein Mistral Score 111 Liter kommen. Auch für 100 €. Jetzt meine Frage - das Board ist 64 cm breit und 263 cm lang. Werde ich damit als Wiedereinsteigerin mit rudimentärer Surferfahrung glücklich? Der Verkäufer betont zwar, dass er mit dem Board das Surfen gelernt hätte und es für mein Gewicht perfekt sei ... aber irgendwie sehe ich mich schon mehr im Wasser als auf dem Board. Oder muss ich das Ganze sportlicher sehen und habe dann in 1-2 Jahren ein Board, das meinem Können entspricht und mir noch ein paar Jahre Spaß macht?

    Viele Grüße

    Anna

  2. #2
    kann dir davon nur abraten.
    der shape des score ist ziemlich antiquiert. wenn du drauf stehst, wird es dir lang und schmal vorkommen.
    das board ist zwar alt, war seinerzeit aber doch schon eher für gute surfer gemacht. das heisst mit deinem "rudimentären" fahrkönnen wirst du es zwar irgendwann benutzen können, bis dahin wirst du aber viele gefrustete stunden auf dem wasser verbringen!
    ich würde dir empfehlen, nach einem gutmütigen, aber auch sportlichen freeride-board zu suchen. z.b. tabou rocket, fanatic shark, starboard futura...natürlich in entsprechender volumengröße. bei dir würde ich so auf 115- 125 liter schielen. du bist zwar recht leicht, aber grade genügend restauftrieb hilft gerade zu anfang wirklich weiter.

    davon abgesehen gehe ich einfach mal davon aus dass das board sich in keinem guten zustand befinden wird. ohne dem verkäufer jetzt zu nahe treten zu wollen, aber ein steinaltes board für 100 euro...ich weiss nicht..würde ich nicht machen!

  3. #3
    Also ich fass das nochmal zusammen:

    Du bist 29-30 Jahre und willst dir ein Kinderrig kaufen auf das du ein 110l Board schnallst, wobei du auf dem level nach einem Anfänger Surfkurs bist?

    Sorry aber ich denke das weder das Rig noch das Board für dich geeignet sind...

    Ich würde eher ein freeride bis powerwavesail, in der größe zwischen 4,5 und 5,5 nehmen (je nach spot und was du vor hast)

    Beim Board würde ich etwas in richtung freeride nehmen, breite zwischen 70-80cm.
    So machst du die schnellsten fortschritte und kannst dir sobald du die Powerhalse und Wasserstart drauf hast, ein Board kaufen das wirklich zu dir passt. Denn später sind 110l bei 55kg immernoch zu groß!
    Je nach Spot und vorliebe kommst du dann auf was zwischen 70 und 100l

    hang loose

  4. #4
    Jo Ray!
    Kann dir nur den Tipp geben, den Tipp von Tigger ernst zu nehmen.
    Denn: Wenn der Anfang mal geschafft ist, gehts schnell berauf!

    VG, Andi

  5. #5
    Hallo,

    hier meldet sich die Unvernünftige noch einmal zu Wort. Ich habe mir Eure Kritik durch den Kopf gehen lassen und war auch kurz davor, den Kauf des Boards zu verwerfen. Aber angesichts der mangelnden Alternativen in der Nähe und meines schmalen Budgets (ewige Studentin, Hauskauf) hat dann doch die Unvernunft gesiegt. Das Board ist wider Erwarten in einem recht guten Zustand, das Rigg nahezu unbenutzt. Ich bin an zwei Abenden nur mit dem Board an den Strand gefahren und habe ein bisschen vor mich hin balanciert. Als das Aufspringen (und Stehenbleiben) gut geklappt hat, habe ich mich mit dem Rigg an den Strand gewagt. Abends um halb neun - wegen der Schaulustigen ;-). War auch gut so. Mein Mann saß am Strand, lachte sich schlapp und spuckte große Töne. Gesurfte Meter an diesem Tag: ca. 4. Am nächsten Abend dann wieder an den Strand, aufs Board gestellt ... losgefahren. Gesurfte Meter: ca. 200. Der Tönespucker wurde leiser. Am fünften Tag habe ich bei schwachem Wind einige Wenden und Halsen geschafft. Statt des Ehemannes begleitet mich jetzt meine beste Freundin, die gemeinsam mit mir 1995 den Kurs gemacht hat. Wir wechseln uns dann ab, gucken, wo die Fehler sitzen könnten und haben einen Mordsspaß. Am Sonntag war der Wind für hiesige Verhältnisse recht stark und wir sind dementsprechend oft baden gegangen. Gelohnt hat es sich trotzdem. Wir haben es beide geschafft, rund 100 Meter zu gleiten. Jetzt wissen wir endlich, warum das Wort unter Surfern so eine magische "Aura" hat. Ich bin mir sicher, dass wird mit einem anderen Board eine "steilere" Lernkurve hätten, aber von Frust ist dennoch nichts zu spüren. Vielleicht liegt es daran, dass ich seit 20 Jahren Dressurreiterin bin und deshalb ein recht gutes Körpergefühl habe (da muss man jeden Muskel einzeln ansteuern können). Mein Mann hat es auch mit dem Board versucht (68 kg) und macht genau die Erfahrung, vor der Ihr mich gewarnt habt. Er hat etwa fünf Stunden gebraucht, bis er drei Meter fahren konnte. Aber immerhin scheint es ihm dennoch Spaß zu machen und so sind wir jetzt auf der Suche nach einer Ausrüstung (ab 150 Litern aufwärts) für ihn.

  6. #6
    hey wenn ihr spass habt, ist doch alles super. Darauf kommts doch beim Surfen an.
    Ich wünschte ich wäre so anspruchslos ^^

    Aber so ist es halt meistens, anfangs ist alles egal, je besser man wird desto höher werden auch die Ansprüche...

  7. #7
    Nenenene. Das Surfen soll der spaßige Ausgleich zu meinem bierernsten "Leistungssport" (dem Reiten) bleiben. Wenn wir eine gute Zeit am Strand haben, sehe ich das Mit-der-Zeit-besser-werden nicht als Ziel, sondern als positiven Nebeneffekt.

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