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  1. #16
    Vielen Dank, thmuc, für diesen tollen Erfahrungsbericht. Wir hatten hier neulich auch so krasse Böen. Bin noch mit dem Trapez am Üben, aber am Strand haben mir schon ein paar Leute gesagt "Du musst in die Schlaufen!". Dann macht auch mehr Wind Spaß.
    Ich bin mit 55kg ein wahres Leichtgewicht. Vorteil: Bei wenig Wind hab ich schneller Spaß auf dem Wasser als andere, Nachteil: bei etwas mehr Wind bin ich schnell am Kämpfen und bei noch mehr Wind am Kapitulieren. Aber wenn ich den Bericht hier lesen, macht mir das Hoffnung, dass sich alles lohnen wird und man irgendwann auch schafft, den Böen und höheren Windstärken stand zu halten

  2. #17
    @Madame_Soleil: wegen Kraft und Gewicht brauchst Du Dir keine Gedanken machen. Der jüngste meiner "Vorbilder", denen ich mir dort etwas Technik abgucken wollte, war geschätzt - 10? Noch nicht Mal in dem Alter, wo die Kinder anfangen, ins Kraut zu schießen. Was wiegt so ein Knirps - vielleicht 35 Kg? Ich gewisser Weise war er sogar mein "Haupt-Vorbild". Denn was die "Chefs" dort machen, hätte ich gar nicht als relevant für mich erachtet. Klar, die steigen natürlich direkt mit dem Wasserstart in die Schlaufen, und ab! Der kleine Junge war aber technisch ungefähr auf meinem Niveau, Wende etwas besser, Wasserstart so "ich bin ja raufgekommen, passt doch!". Und auch er fuhr "verkehrt rum", also erst in die Schlaufen, dann angleiten. Mit "verkehrt" meine ich, dass es in allen Anleitungen zu dem Thema immer genau anders herum heißt, erst angleiten, dann in die Schlaufen. Dass selbst er das so macht, war wahrscheinlich der Hauptgrund für mich, es auch Mal anders herum zu probieren. Mit dem für mich immer noch verblüffenem Ergebnis, dass ich plötzlich Schlaufen fahre UND das Problem mit dem Gezerre am Segel nicht mehr da ist. Der Junge hatte zwar ein kleines Segel, aber Gewicht und Kraft waren ganz offensichtlich kein Thema, so wie er davon zischte.
    Was mich so überrascht hat: wie sehr Trapez-Fahren und Schlaufen-Fahren offenbar zusammenhängen. Ich hatte als Lernplan im Kopf, "erstmal" gescheit Trapez-Fahren, wenn ich das kann, dann Fußschlaufen. Ein- und Aushaken habe ich zwar sicher beherrscht, aber an "Fahren" war nicht zu denken. Ein Problem, dass mich auch schon bei weniger starkem Wind beschäftigt hat. Ich dachte eben, dass ich das ohne Schlaufen weiter üben muss. Nur bei ganz konstantem Wind bin ich hin und wieder in die vordere Schlaufe gekommen, aber weiter nicht. Und vor allem: wo gibt es bitte konstanten Wind? ;-) Dann stoße ich, nach einem frustrierendem Tag auf dem Wasser, zu der Frage "Böen" genau hier auf den Hinweis: "Fußschlaufen benutzen!" Mein erster Gedanke war dann, dass ich das ja gerne machen würde, wenn ich bei den Chicken-Bay-Böen nur erstmal mit dem Trapez klar käme. Wie denn bitte gleichzeitig, in voller "Schuss-Fahrt" mit dem wild an mir herumzerrenden Segel kämpfen und gleichzeitigin die Schlaufen gehen? Um dann Tags darauf, staunend, zu beobachten, dass genau das auch keiner macht; buchstäblich: keiner. Und zwar nicht nur, wenn die nächste Hammer-Böe das Wasser silbern einfärbt, sondern sobald nur irgendwie der Wind zum Aufsteigen reicht - Trapez, vorderer Fuß, hinterer Fuß, den vielleicht nochmal kurz raus, wenn der Wind doch noch nicht reicht, hinterer Fuß wieder rein, und zisch! Ich konnte gar nicht glauben, was ich da sehe. Das soll doch genau anders rum gehen! Und selbst der Surf-Knirps macht es so! Über eine Stunde lang habe ich mit verblüfftem Gesicht vom Ufer zugeschaut. Und dann funktioniert es, nach einigen Anläufen, sogar bei mir..
    Ich bin leider seitdem nicht mehr aufs Wasser gekommen, um mich zu vergewissern, dass ich mir das nicht einbilde... Eine Frage war bei örtlichen Bedingungen zudem irrelevant, nämlich wie man ins Gleiten kommt - das ließ sich kaum verhindern ;-) Will sagen: ob diese Technik bei weniger Wind auch funktioniert, weiß ich nicht. Bei Wind an der Gleitgrenze wohl eher nicht. Dann sind aber auch Böen nicht das Problem.
    Wer bei stärkerem Wind mit Böen kämpft und noch nicht die Fußschlaufen benutzt: ausprobieren! Trapez einhaken, noch bevor das Board zu gleiten beginnt, irgendwie in die Dinger rein, ohne dass ich eine spezielle Technik anbieten könnte, und sehen, was passiert. Schlimmstenfalls wird es nass...
    Wann wird es endlich wieder Herbst!

  3. #18
    Mit dem Tablet schreiben, führt rechtschreiblich auch zu einigen Stürzen.. Der gute Wille zählt..

  4. #19
    Letzten Mittwoch habe ich das zwischendurch auch einfach mal versucht: erst Trapez und Schlaufen, dann angleiten.

    Ergebnis: keine Chance. Das Heck säuft sofort ab und es dreht mich nach LUV. Egal, wie weit ich meinen Oberkörper nach vorn verdrehe und das Gewicht nach vorn verlagere - das Board wird auf diese Art keinesfalls schneller. Die Gleitgrenze wird unüberwindlich, schon allein, weil man eine mächtige Bugwelle vor sich her schiebt.

    Für mich und mein Board (Starboard Go 133 mit ca. 256cm/ 76cm) und Schlaufe in vorderster, innerster Position geht es nur so: Trapez, vorderes Bein strecken, Gewicht stark ins Trapez und dadurch abfallen, frühestens im Halbgleiten den vorderen Fuß in die Schlaufe, Gewicht weiterhin ins Trapez und Geschwindigkeit aufbauen, hinteren Fuß an die Schlaufe, in die Schl.... und einparken, weil zu viel Gewicht hinten. :-D :-D

    Boen haben mich so leider auch einige Male mitgerissen. Einmal bin ich richtig fies mit dem vorderen Fuß in der Schlaufe hängen geblieben, dabei aber dem Segel hinterher nach Lee gerissen worden :-O Aua.

  5. #20
    @Löwensee: wieviel Wind hatte es denn? Meine Erfahrungen stammen von 20kn+, Segelgröße zwischen 4,5 und 4,0 (ich bin allerdings auch recht leicht) und Fanatic Freewave, 116 oder 106l (bin beide Größen gefahren, weiß nicht mehr sicher, mit welcher an diesem Tag).

  6. #21
    @thmuc: das waren dann schon völlig andere Bedingungen. Bei mir waren es wohl ca. 15-20kn, Segel 6,0 und 7,0 bei 133l und 87kg.

  7. #22
    Technik bei Boen; bei uns am Veluvemeer in NL sind immer sehr bockige Bedingungen Grundwind und doppelt so starke Boen; meine Technik: die Segelgröße für die Grundwind gut passend; Gabelbaum recht hoch das ergibt eine gute Kontrolle über das Rigg und bei den Boen das Segel an der Masthand öffnen; wenn man die Schothornhand benutzt muss der Schwerpunkt des Körpers zu weit über das Board und dann kann es zum Sturz kommen. Schwerpunkt recht weit unten, große Finnen und die Boen sind nicht so schlimm. Damit gehen auch echt große Segel und breite Boards bei starken Boen.

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