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  1. #1

    zu hohes Brettvolumen?

    Hallo,
    wenn ich hier so im Forum stöbere und lese, welches Material wem empfohlen wird verwirrt mich einiges ein wenig. Oft liest man so etwas wie "nimm lieber ein kleineres Board, sonst hast du schon bald keinen Spaß mehr damit" und da frage ich mich, ob ein Board wirklich zu viel Auftrieb haben kann und warum? Mir ist klar, dass sich ein 160l Freerider nicht sonderlich gut für die Welle eignet usw. aber wenn Freeride mein einziges Ziel ist, ist es doch egal ob ich 30 oder 80 Liter Restauftrieb habe, wenn man Material- und Körpergewicht abzieht, oder?
    Ich bin schon seit längerem auf der Suche nach einem neuen Board und dachte an ca. 150 bis 160l bei meinen 85kg aber da auf dem örtlichen Baggersee nicht immer die frischeste Brise weht, dachte ich mit 200l oder so bin ich auf der richtigen Seite. Meint ihr nicht?

    Gruß Philip

  2. #2
    Junior Member
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    Sicher kann man auch mit 200l fahren, aber wenn du mal Manöver fahren willst, und sei es nur ´ne Powerhalse wirst du mit weniger Volumen leichter um die Ecke kommen als mit nem Dickschiff. Weniger Volumen = mehr Drehfreude =

  3. #3
    Wenn du nur gerade hin und her fahren willst kannst du natürlich auch was größeres Fahren. Aber irgendwann kribelts einfach al was anderes zu machen, als immer nur geradeaus zufahren, obwohl auch das schon riesig Spaß macht. Naja bei mir war bzw. ist es noch so. Ich wiege 87 kg und fahre ein 130l Board. Ebenfalls am Baggersee mit nicht gerade starken und kostanten Winden. Aber ich kann dadrauf Schotstart machen und auch noch bei fast völliger Flaute fahren. Also 150 Liter müssten locker für dich reichen.
    Da kommen aber ja auch noch andere Faktoren dazu: Je kleiner und leichter ein Brett ist desto einfacher ist es zu transportieren. Große Boards so um die 200l sind dafür als Anfänger- oder Familienbretter oft auch billiger. Also wenn Freeride wrklich dein einziges Ziel und du sicher bist das das so bleibt, kannst auch was größeres fahren, aber die Entwicklungschancen sind dann nicht so groß.

  4. #4
    ich tendiere mehr dazu, den leuten 10l mehr zu verordnen. denn ich finde es frustrierend, wenn das brett zu kibbelig ist und man bei manövern immer wieder reinfällt. ich will ja surfen und nicht baden!

    grundsätzlich sollte man wissen, was man machen will. okay, baggersee mit wechselnden winden, böig. kannst du beach-und wasserstart? wieviele halsen und wenden stehst du? hast du interesse an freestyle oder magst du ausschließlich cruisen. wie oft kommst du aufs wasser?

    gruss jaksurf

  5. #5
    Danke schonmal für das Feedback. Beachstart ist kein Problem, am Wasserstart hab ich mich noch nicht versucht. Wenden und Halsen sehen recht krüppelhaft aus, vielleicht auch, da ich ein recht wackliges Brett fahre. Hab mal bei einer Regatta für Einsteiger mitgemacht, bin damals ein Leihbrett gefahren, ging viel einfacher von der Hand, genau wie auf einem nagelneuen Brett mit diesem aktuellen, breiten Shape, welches ich mal gefahren bin. Letzteres hatte allerdings auch 205l, One Design oder so hieß das. Aufs Wasser komme ich recht häufig, der See ist 15 Minuten mit dem Rad entfernt und Material kann ich dort lagern.

  6. #6
    Senior Member Benutzerbild von Hangman
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    "ich tendiere mehr dazu, den leuten 10l mehr zu verordnen. denn ich finde es frustrierend, wenn das brett zu kibbelig ist und man bei manövern immer wieder reinfällt. ich will ja surfen und nicht baden!"

    @ jaksurf
    --> Meine Deutschlehrerin sagte immer:"Weil ich dich Liebe, vordere ich dich!" Der Kurs über die Hausaufgaben gemeckert hat die sie uns zu Mass aufgehalst hat. Im Nachhinein kann ich darüber dankbar sein! Da ich jetzt Deutsch schriftlich (jedenfalls wenn ich mich anstrenge) und mündlich behersche und kein Poblem hab mal auf dem PC ne 5 Seitige Analyse zu schreiben.

    Auf SURFEN bezogen Tendiere ich eher dazu nen kleineres Brett zu empfehlen wenn die Basics drin sind! Ich bekomm mit meinen 65Kg schließlich auch noch nen Schotstart ohne Probleme auf meinem 95L Board hin! Wobei ich auch Freestyle mache!
    Aber mein Großonkel der ist mit seinen 40+ reiner Freerider und der ist Jahre lang nen 160L Dampfer gefahren (Fanatic Bee 164 --> die Rote) dann hat er sich vor 2 Jahren sonen kleinen Freeride Hobel geleistet mit 116L bei guten 80KG! Und er war sofort begeistert! Plötzlich konnte er alle Manöver fahren und es hat ihn technisch extrem weiter gebracht!
    Daher nicht auf dem Großen Brett stehen bleiben weil es doch stark das Lernpotenzial einschränkt!

    Wenn du nicht sofort nen so kleines Brett willst kannst du dich ja auch erstmal mit ner Zwischengröße so um die 130L rantasten da merkt man dann schon den Unterschied zum 160er.

    Hang loose

  7. #7
    Hallo zusammen, das thema beschäftigt mich auch schon ne weile, deshalb möchte ich noch ein paar stichpunkte in die runde werfen. Habe selbst allerdings erst vor einem jahr angefangen also seht mir ungenauigkeiten bitte nach...

    Baggerseetypisch wurschteln wir ja doch relativ oft an der Gleitgrenze rum (wenn überhaupt) - wie ich die beiträge insbesondere von olli bisher verstanden habe geleitet man doch auf großen boards schneller (und einfacher) an (bei vergleichbarer segelgröße) - oder?

    Wenn doch aber gleiten die voraussetzung z.B. zum erlernen der basics wie schlaufenfahren, zur powerhalse ect ist, nehme ich doch lieber ein großes brett weil ich doch dann öfters ins gleiten komme oder?

    Also sollte man doch aufm großen brett auch als aufsteiger weitermachen, sich später mal ein kleineres brett zukaufen. Das "dickschiff" kann ich doch später immer noch brauchen, um bei leichtwind und mit "riesen" lappen spass zu haben, wenn einige mit kleinen brettern erst gar nicht ans wasser fahren - oder?

  8. #8
    Zitat Zitat von Hangman Beitrag anzeigen
    "
    --> Meine Deutschlehrerin sagte immer:"Weil ich dich Liebe, vordere ich dich!" Der Kurs über die Hausaufgaben gemeckert hat die sie uns zu Mass aufgehalst hat. Im Nachhinein kann ich darüber dankbar sein! Da ich jetzt Deutsch schriftlich (jedenfalls wenn ich mich anstrenge) und mündlich behersche und kein Poblem hab mal auf dem PC ne 5 Seitige Analyse zu schreiben.
    Auf SURFEN bezogen Tendiere ich eher dazu nen kleineres Brett zu empfehlen wenn die Basics drin sind! Ich bekomm mit meinen 65Kg schließlich auch noch nen Schotstart ohne Probleme auf meinem 95L Board hin! Wobei ich auch Freestyle mache!... du dich ja auch erstmal mit ner Zwischengröße so um die 130L rantasten da merkt man dann schon den Unterschied zum 160er.
    Hang loose
    OT Hallo Hangman, danke Dir für Deine Hinweise. Deine Deutschlehrerin war ja nun nicht wirklich erfolgreich.
    Wer findet Deine Orthographiefehler? Ich habe ein Dutzend (12) im Text entdeckt - nach der neuen Rechtschreiblehre.
    Ich empfehle Dir Immanuel Kant - der Kantsche Imperativ: "Was du nicht willst, dass man dir tu´, das füg´auch keinem anderen zu".

    Zum Thema zurück - @ nado - okay, ich empfehle eine stabile plattform, um erfolgreich bei den manövern zu ein. 200L schulschiffe sind gut, um das erste gefühl zu bekommen. sobald der wind auffrischt, sind die schnell am ende. bei deinen 85kg solltest du gute lernfortschritte mit einem brett zwischen 145-160 litervolumen machen. das brett könnte deine anschaffung fürs leben sein, da du es später als frühgleiter und schwachwindfreestyleboard einsetzen wirst. Denn wenn du helitack und powerhalse auf dem board stehst, willst du so wieso mehr. dann bist du willkommen im club der 2brett- oder 3brettstrategen. ich selbst fahre 145, 125, 105, 95 bei 85kg gewicht. mein lieblingsbrett auf den kapverden bei 3-4bft war ein 145l powerglide von f2 bj2004. früh im gleiten, weich in der halse und prima zum rumzappeln. den gibts noch in einigen läden für weniger als 600 euronen - neu.

    deine ürsprüngliche frage war ja: sind 30l volumen mehr nicht egal? nein, sind sie nicht. das ist ähnlich so wie, sind 30kg speck auf den rippen mehr nicht egal? volumen steht in relation zur brettbreite. ich bleib mal beim auftrieb. je schneller du wirst, desto schwieriger wird es, die brettkante bei hohem volumen in das "härter" werdende wasser zu drücken. deshalb gibt es leider nicht ein brett für alle gelegenheiten. selbst wenn man nur geradeaus fährt, benötigt man bei höheren geschwindigkeiten ein kleineres brett, um dem auftrieb des wassers sowie des windes entgegenzuwirken und nicht unkontrollierbar zu werden.

    gruss jaksurf
    Geändert von jaksurf (10.04.2007 um 19:24 Uhr)

  9. #9
    Danke für die Erklärung, jaksurf. Macht Sinn, was du schreibst. Den F2 Powerglide habe ich auch schon ins Auge gefasst, ebenso wie die bereits erwähnte rote Bee und das BIC Techno mit 152 Litern. Ich werde versuchen, eines dieser Boards zu bekommen, zuerst muss allerdings das Geld dafür verdient werden, das Rigg kauft sich ja auch nicht von selbst Danke auch euch anderen für die rege Teilnahme hier, ich denke das hilft neben mir auch anderen Ein-/Aufsteigern.

    P.S. zu Hangmans orthografischer Kompetenz sage ich mal nichts

  10. #10
    Senior Member Benutzerbild von Hangman
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    So also nur mal kurz als Rechtfertigung.:

    --> Rechtschreibung war NIE meine STÄRKE, nur darum geht es hier nicht!!!
    Die Anmerkung „(…wenn ich mich anstrenge)“ (Zeil 8) war schließlich vorhanden!!!
    Der Inhalt ist letztendlich das Entscheidende, schließlich sind wir hier nicht im Deutschunterricht, bei dem der Rotstift droht oder im Business-Kasper-Seminar bei dem jeder "Möchtegern" mit seinem sauberen und piekfeinen Niederhochdeutsch prallen müsste.

    Also:

    Erst den EIGENEN Balken entfernen, bevor man den Splitter aus dem Auge des Anderen zieht!

    Hang loose

  11. #11

    Brettvolumen

    Hallo Hangman,
    es gibt eine einfache Formel zur Berechnung des Idealbrettvolumens. Bezug auf 4-6bft.
    Wave: Körpergewicht + 5 = Idealliter ( z.B. 80kg + 5 = 85l)
    Freestyle: Körpergewicht + 20 = Idealliter ( z.B. 80kg + 20 = 100l)
    Freeride: Körpergewicht + 35 = Idealliter (z.B. 80kg + 35 = 115l)

    Natürlich ist diese Formel nicht bindend, aber ersteinmal eine grobe Richtlinie. Klar ist auch, bei mehr Wind die nächst kleinere Boardgröße zu wählen. Eine Nummer größer wählt man, wenn man durchschnittlich bei weniger Wind fährt.
    Hoffe ein bisschen weiter geholfen zu haben.
    Jan

    LEUTE EIN HINWEIS AUF EVL. RECHTSCHREIBFEHLER IST IN DIESEM FORUM FEHL AM PLATZ, UNHÖFLICH UND HERABLASSEND. KANN JA NICHT JEDER EIN DEUTSCHPROFESSOR SEIN. JEDER MENSCH HAT SCHWÄCHEN ABER GENAUSO AUCH STÄRKEN!

    Am 17.05. - 20.05. Surffestival auf Fehmarn, müßt ihr besuchen!

    Immer wieder aktuell, www.backwinddivision.de . Reinschauen !!!

  12. #12
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    Tach zusammen, hi Nado!

    "Mir ist klar, dass sich ein 160l Freerider nicht sonderlich gut für die Welle eignet usw. aber wenn Freeride mein einziges Ziel ist, ist es doch egal ob ich 30 oder 80 Liter Restauftrieb habe, wenn man Material- und Körpergewicht abzieht, oder?"

    Das ist nicht nur nicht egal, es ist sogar mit entscheidend für Deinen Spaß auf dem Wasser, Nado.
    Die Leute die schreiben: nimm ein kleines Brett, sonst hast Du auf lange Sicht keinen Spaß damit, tun vielen keinen wirklichen Gefallen mit ihren kurzen Empfehlungen. Sicherlich steckt oft ein Funken Wahrheit dahinter aber das deckt sich dann mit 'deren' Erfahrungen und Bedingungen, nicht aber unbedingt mit den Bedürfnissen, des Fragenden.

    Auf Deine Angaben bezogen, finde ich 200 Liter etwas überdimensioniert, da Du ja schon einige Grundlagen kannst. Du schleppst bei solchen Dampfern immer zusätzliches Gewicht mit herum, das auf dem Wasser beim Angleiten eher bremst. Zudem sind die breiteren, voluminöseren Bretter träger in Manövern und werden meist nicht so schnell wie ihre kleinen Verwandten. In Deinem Fall würde ich sagen, dass ein Brett von 145 Litern - 180 Litern Sinn macht. Ich bezieh mich hier aber nicht auf großvolumige Anfängerbretter sondern auf echte Freerider.
    Sie bieten Dir in dieser 'Größe' genug Stabilität um an Deiner Halsentechnik zu feilen, gleiten gut an und durch, tragen (auf Dein Gewicht bezogen) große und kleinere Segel (ca. 6-10 m²) und decken von Leicht- bis Mittelwind den Einsatzbereich ab, in dem Du am besten üben kannst und der Dir bei Deinem Fahrkönnen mit Abstand am meisten Spaß bereiten dürfte.
    Da ich bei Dir noch nichts von Trapezfahren oder Schlaufentechnik lese, würde ich zu einem Brett mit stabiler Bauweise greifen (ASA oder ähnliches). Das verkraftet noch den ein oder anderen Schleudersturz besser als Bretter mit Holz- oder Carbonsandwich. Ich fahre als großes Leichtwindbrett zum Beispiel eins mit 145 Litern. Mit ca 10 m² gleitet es auch bei leichterem Wind an und lässt sich auch in Böen von mittleren/oberen 5 bft noch prima angepowert mit 7 m² kontrollieren. Der Vorteil ist hier, dass auf unseren Baggerseeen sehr böige Bedingungen vorherrschen. Bei solchen Böen liegt die Grundwindstärke - über den Tag verteilt - irgendwo im oberen 3er Bereich. Für meine 85 Kilo zu wenig, um mit nem kleinen Brett (95/115 Liter) häufig im Gleiten zu sein. Die würde ich erst bei konstanten mittleren/oberen 4 auspacken. Das ist auch der Grund, warum ich einem Anfänger auf schlecht belüfteten Binnenseeen zu nichts Kleinerem raten würde als 60 Liter Restvolumen - schließlich darfst Du noch das Gewicht für das Rigg und den Neo und evtl. Schluppen abziehen.
    In windigeren Revieren und/oder Stehrevieren sieht das schon ganz anders aus. Dann aber hängt es von der Auffassungsgabe und dem Bewegungstalent des einzelnen ab. Ein hochmotivierter Fahrer mit hoher Frustrationstoleranz, guter Auffassungsgabe und Motorik, wird das auch auf einem kleineren Brett verhältnismäßig schnell meistern, wenn er oft genug an's Wasser kommt.
    Auch gibt es surfer, die unter 4 bft gar nicht erst ans Wasser fahren. Auch für die lohnt sich ein Brett mit mehr Überschussvolumen weniger. Jemand, der aber den kompletten Windbereich abdecken möchte (Leicht - Starkwind), der kommt um minimal 2 Bretter nicht herum. Die sollten im Volumen und im optimalen Windeinsatzbereich möglichst wenig Überschneidung haben - z.B. 145 Liter (3 - mittlere 5 bft) und 85 - 115 Liter (mittlere 4 bft - mittlere 7 bft). Das hängt natürlich auch immer vom Shape der Bretter und damit vom Einsatzbereich ab. Ein 2-Brett-Setup macht aber eh erst dann Sinn, wenn Du die Grundlagen, wie Trapez- und Schlaufenfahren, Beach- und Wasserstart und Powerhalse oder Speedtack kannst.

    Wichtig für Dich ist, dass unterschiedliche Shapes bei gleichem Volumen unterschiedliche Fahr-, Gleit- und Manövereigenschaften mitbringen und Bretter auch unterschiedliche Wertstabilität besitzen.
    Du solltest also für Dich klären, wie ehrgeizig und sportlich Du bist. Bist Du leicht zu frustrieren, oder findest Du es eher amüsant, öfter mal ins Wasser zu fallen?
    Wichtig ist nur, dass Du die Sachen, die Du lernen möchtest möglichst häufig probierst. Gibst Du z.B. beim Halsenlernen nach dem 4. Versuch auf, sollte die Plattform stabiler sein. Ähnlich verhält es sich beim Schlaufenfahren usw.
    Zu breiteren Brettern ist noch zu sagen, dass es nicht nur einfacher ist, große Segel auf ihnen zu fahren, sie brauchen die größere Segelfläche auch, um im direkten Vergleich der Gleitleistung mit schmaleren Shapes mitzuhalten.

    Schließlich kommen wir wieder auf den - für meinen Geschmack - wichtigsten Faktor zurück: das eigene Wohlbefinden. Aus Deiner Aussage lese ich heraus, dass Du Dich gedanklich (und auch in der Praxis) auf voluminöseren Brettern eher wohlfühlst. Du hast das One Design angeführt. Um das Brett mal mit einem aktuellen shape zu vergleichen:
    - One Design: Länge 372 cm, Breite 63,5 cm, Volumen 235 ltr (alte Version)
    Das ist ne ziemliche Zigarre - also hohes Volumen bei geringer Breite, stabilisiert durch das Schwert.
    Eine ähnliche Kippstabilität erreichst Du auch mit einem über 80 cm breiten Funboard mit entsprechender Finne, bei wesentlich kompakterer Länge und deutlich weniger Volumen. Große Freerider bieten ähnliche Kippstabilität, gleiten aber deutlich freier, lassen sich leichter halsen und fühlen sich leichter und lebendiger an, im Vergleich zu einem Raceboard wie dem One Design. Wichtig für Dich dürfte aber sein, dass Du testest, mit welchem Volumen Du Dich wohl fühlst. Vielleicht brauchst Du ein Brett wie den Starboard Go 185, um Dich wohlzufühlen, evt. empfindest Du nach kurzer Eingewöhnungszeit auch einen Go 155 als ausreichend. Den Go nehme ich nur als Beispiel. Es gibt etliche andere Bretter, die in Frage kommen, z.B.: Fanatic Shark, JP Excite Ride, Starboard Go, F2 Hornet, etc. und viele ältere Bretter mit halbwegs aktuellem (kurzen, breiten) Shape (z.B.: RRD AVR, F2 Powerglide, etc.). Das 'kleinere' Brett (bis zu 145 Litern) wird Dir aber immer mehr Fahrspaß vermitteln, als ein 'größeres' - vorausgesetzt, Du empfindest es nicht als zu klein und vorausgesetzt, Du kannst entspannt darauf lernen.
    Ich würde, an Deiner Stelle, eher ein größeres als zu kleines wählen - und später gegen ein kleineres Brett eintauschen, wenn Du die Basics kannst.
    Stell Dich also - wenn möglich - mal auf Bretter mit unterschiedlichem Volumen und probier aus, was Dir liegt (auf einem Testival oder in einer Verleih-/Teststation.
    Wenn Du die Grundlagen kannst, würde ich mit 85 Kilo aber unter 160 Litern bleiben - vorausgesetzt, Du planst nicht noch zuzulegen

    Cheers,
    Oliver

  13. #13
    Senior Member Benutzerbild von Hangman
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    Perfekt Olli !!!

    Schöne ausführliche Zusammenfassung!

    Danke Schön an dich, dass du dir mal wieder die Finger wund getippt hast!

  14. #14
    Danke, Olli! Dir gehört für deine Beiträge hier echt ein Orden verliehen

    Ich denke, ich werde im Bereich um 150 Liter glücklich, noch etwas zuzulegen kommt für mich nämlich nicht in Frage Trapez und Schlaufen sind für mich noch absolutes Neuland, wie du richtig interpretiert hast, aber dafür bin ich recht ehrgeizig. Zwar nicht so, dass mir schwimmen mehr Spaß macht als surfen, aber über ein paar Waschgänge werde ich gut hinweg kommen. Die ASA-Haut ist auf jeden Fall ein wichtiger Punkt, sonst bricht mir das Board noch durch Naja nun geht's darum, das nötige Kleingeld zu beschaffen.

    Nochmals danke für die Hilfe

  15. #15
    Olli hat ohnehin bereits alles gesagt.

    Trotzdem nur zur Orientierung bzw. als Vergleichsmöglichkeit >>>

    Ich habe 80 kg, surfe nur Flachwasser (böige Bedingungen) und bin mit 160 Liter (80 cm Breite) unterwegs.

    An das (Hüft) Trapez habe ich mich schon etwas gewöhnt. Das "Schlaufenfahren" wird gerade in Angriff genommen.

    Wie Olli geschrieben hat, es werden meist zu kleine Boards empfohlen.

    Ich bin mit meinem Board (Freerider ohne Schwert) voll zufrieden und würde, wenn ich jetzt wieder eines kaufen würde/wollte ein 145 Liter Board nehmen. Dieses wäre dann aber meine unterste Grenze.

    P.S.
    Bei uns gibt es gute Surfer. Bei wenig Wind stehen sie alle nervös am Strand und warten, und warten und ........

    Liebe Grüße

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