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  1. #1

    Spinouts - was mache ich falsch???

    Servus,

    ich surfe seit einem reichlichem Jahr und fahre ein Tabou Rocket 69 mit 125 l und der originalen 46 Finne, dazu meist ein 7,5er oder 6,0er Segel. Ich wiege 70 Kilo, kann Schlaufenfahren, Trapezfahren und bin am üben der Powerhalse.

    Nachdem ich die Phase der häufigen Schleuderstürze überwunden habe, bin ich nun in einer der häufigen Spinouts, vorallem in überpowerten Situationen. Was mache ich eventuell verkehrt?

    Außerdem habe ich ein zweites Problem, wenn der rechte Fuss vorn steht habe ich das Segel im Gleichgewich wenn ich im Tapeztampen hänge. Wenn jedoch der Linke vorn steht, habe ich oftmals Zug nach vorn links obwohl die Tampen auf beiden Seiten an gleicher Stelle montiert sind. Was mache ich falsch??

    Ich freue mich auf Eure hilfreichen Hinweise.

    Danke vorab

    Euer RacerJ

  2. #2
    Finne mehr von oben belasten, als von der Seite. Also das Board nicht so sehr seitlich wegdruecken.

    Kleineres Segel nehmen. Wenn Du ueberpowert zu sehr an der Segelhand ziehst fuehrt das leicht zum Spinout.

    Zu den Tampen:
    Deine Koerperposition wird wohl nicht gleich sein auf beiden Seiten. Vielleicht ist es auch nur der Trapezhaken, der nicht mittig ist. Oder Du faehrst verschiedene Kurse.

  3. #3
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    Huhu!

    Schreib doch bitte mal was zu den Bedingungen: welches Segel fährst Du bei wieviel Wind? Wann passieren hier die spinouts?
    Wie lang sind Deine Tampen und wie hoch ist der Gabelbaum angeschlagen?

    Alleine die Gabelhöhe kann hier schon Wunder bewirkten. Auf welchen Kursen zum Wind hast Du die spinouts?

    Cheers,
    Oliver

  4. #4
    Hallo Oliver,

    also meist fahre ich ein 7,5er Segel bei unterer bis oberer 4. Die Spinouts passieren meist auf halb- oder leichtem Amwindkurs. Die Gabel ist ca. in Brustwarzenhöhe ;-) und die Tampen sind relativ lang eingestellt. Wenn es leicht überpowert ist, sind die Spinouts am häufigsten.

    Kann schon sein, dass ich das Brett zu sehr mit den Füßen wegdrücke. Aber ich weiss nicht so recht, wie ich die Finne mehr von oben belasten soll, denn wenn ich aufrechter stehe habe ich dem Segeldruck nicht mehr viel entgegen zu setzen und fliege ab.

    Ich hoffe auf weitere sachdienliche Hinweise.

    Danke euer RacerJ

  5. #5
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    @RJ: was Du schreibst, ist ja schon mal sehr informativ.
    Lange Tampen sind des Racers Feind. Zwar gibt viel Feind auch viel Ehr, aber leider - in diesem Fall - auch möglicherweise vermehrt spinouts. Dadurch, dass die Tampen lang sind, musst Du Dein Körpergewicht weit nach außen bringen, um das Segel dicht und aufrecht zu halten. Die Konsequenz ist eine starke seitliche Belastung der Finne, da Dein Körper dann weiter nach außen - unten hängt, als bei kürzeren Tampen. Hier findest Du auch schon einen Teil der Erklärung, die du suchst, um Dein Gewicht mehr über das Brett bringen zu können. Stell die Tampen schrittweise immer kürzer ein, dann wandert Dein Gewicht auch vermehrt über das Brett, weil Du aufrechter stehst; schneller wirst Du dadurch übrigens auch.
    Ein anderer Punkt ist Deine Gewichtsverlagerung. Auf Am Wind - Kursen kannst Du (wenn Du es noch nicht tust) die Schultern und verstärkt die Hüfte nach vorn, Richtung Bug eindrehen und dadurch mehr Gewicht Richtung Mastfuß bringen. Wenn Du am Wind am Mast vorbei gucken kannst, machst Du es richtig! Das Brett läuft dadurch etwas flacher und hat dadurch eine längere aktive Wasserlinie. Die hemmt dann ihrerseits die seitliche Abdrift etwas mehr, was die Finne wiederum entlastet. Wichtig dabei ist aber, darauf zu achten, dass man mehr Gewicht auf dem vorderen Fuß hält, als auf dem hinteren.
    Eine weitere Möglichkeit ist es, den Gabelbaum in Schulterhöhe zu fahren. Auch dadurch bringst Du mehr Körpergewicht über das Brett - die relative Tampenlänge verringert sich dabei zusätzlich - so dass Du sie zunächst nicht einmal kürzer einstellen musst.

    Wenn Du die Sachen ausprobierst, bin ich mir sicher, dass sich Deine spinouts auf diesen Kursen spürbar reduzieren werden.

    Cheers,
    Oliver

  6. #6
    Nur weil es gerade (dazwischen) passt !
    Als (noch) üngeübterer Fahrer geht der Weg an länger eingestellten Tampen wohl nicht vorbei, oder ?

    Liebe Grüße

  7. #7
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    Huhu ADABEI!

    Doch klar kommst Du daran vorbei. Einfach versuchsweise immer weiter kürzen und so an kürzere Tampenlängen rantasten (Schlaufenfahren ist natürlich Voraussetzung, wenn man nicht unnötig Schleuderstürze provozieren möchte).

    @RacerJ: Was mir noch eingefallen ist... Die Finne ist aber nicht beschädigt, etwa durch Grundkontakt? Das könnte auch ein Auslöser sein.

    Cheers,
    Oliver

  8. #8
    Also die Finne ist bis auf ein paar unvermeidbare Kratzer tip top.

    Vielen Dank euch erstmal für die guten Tipps, sind wirklich nachvollziehbare Dinge dabei, die ich auf jeden Fall ausprobieren werde. Ich bemerke es ja selbst, dass ich das Brett oft
    sehr seitlich belaste. Werd als erstes mal die Tampen kürzer stellen und den Gabelbaum auf Brusthöhe belassen, denn je höher der Gabelbaum angebracht wird desto mehr Speed aber auch weniger Kontrolle.

    Noch eine Frage habe ich. Hab mal gehört, dass eine kürzere Finne auch Abhilfe schaffen könnte, stimmt das und was sollte ich mir dann für eine Größe holen? Original ist eine 46er dran - würde da 42 cm schon Sinn machen???

    Danke

    Euer RacerJ

  9. #9
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    Ich würde die Finne einfach mal lassen. Dass eine kürzere Finne hier Abhilfe schaffen könnte, wird mir nicht klar, es sei denn, Du fährst immer stark überpowert und in sehr kabbeligen Bedingungen. Dann könnte es sein, dass eine kleinere Finne dem Brettheck weniger Lift verschafft. Die kleinere Finne kann bei 'nicht optimaler' Fahrtechnik generell aber weniger Druck aufnehmen und wird noch früher ausbrechen als die größere.
    Etwas, das Du auf alle Fälle noch versuchen kannst, ist, den Mastfuß weiter vorn zu montieren - auch das entlastet das Heck. Zunächst würde ich aber an der Tampenlänge feilen, das Gewicht vom hinteren auf den vorderen Fuß bringen und so das Heck entlasten.
    Wenn Du Am Wind fährst, hast Du bei richtiger Technik das Gefühl, dass dein hinterer Fuß eher an der Schlaufe zieht, als dass er die Kante zu belastet.
    Die Tabou Finnen sind nicht gerade weich, bieten eigentlich viel Führung. Ich fahre mein 9.4er Segel zeitweilig auch mit ner 44er Finne. Die spinouts kassiere ich dann nur, wenn ich keine Kraft mehr habe, um sauber zu fahren und zu viel Druck auf das Heck bringe. Ein 52er Finne beseitigt dann das Problem (Die kann mein C145 mit fettem Heck und Deep Tuttle Box allerdings auch handlen). Es liegt aber trotzdem an meiner unsauberen Fahrtechnik bei overpower, weil ich müde werde. Vorher tritt das Problem nicht auf. An Deiner Stelle würde ich auch da ansetzen.
    Ansonsten ist natürlich ein kleineres Segel immer eine Option - aber wie gesagt, nur, wenn Du stark überpowert bist.
    Geändert von olli1111 (06.02.2007 um 15:45 Uhr)

  10. #10

    Spinouts

    Also ich hatte das Problem auch eine ganze Zeit. Als ich die Fußschlaufen dann nach außen montiert habe, statt innen, waren die Probleme weg. Meinesterachtens lag´ das bei mir auch daran, dass ich zu große Segel für zu kleinen Finnen gefahren habe, oder den falschen Kurs (zu nah am Wind) fuhr. Manchmal lag es auch an den Strömungsverhältnissen. Die ständigen Spinouts zu kontrollieren brachten mich allerdings in Sachen Rigg und Board- Kontrolle um einiges nach vorne.

  11. #11
    Moin,
    also ich glaub schon dass die Tips die richtigen sind, aber es gibt auch Finnen die sind eine einzige Katastrophe. Die Serienfinne zu meinem RRD SX105 ist so eine. Die ist wirklich nur schnell - und ich meine NUR schnell. Sie verträgt überhaupt keinen Druck und bricht bei jeder noch so kleinen Bewegung seitwärts aus.
    Ich hab jetzt mal das andere Extrem draufgemacht - Lessacher Freeride Duo asymmetrisch. Der Hammer - spinouts weg. Selbst wenn ich mit dem Körper flach überm Wasser hänge. Wenn ich es provoziere und richtig seitlich reintrete krieg ich nen kurzen spinout der aber gleich wieder verschwindet. Die Finne ist zwar nicht so schnell wie die andere aber was ist Geschwindigkeit ohne Kontrolle (wie ein schöner Spruch sagt)

    Hang Loose

  12. #12

    passt

    Hallöchen

    Also was ich noch dazu bei tragen kann ist:
    "spinnout verhindern auf amwindkurs"

    Auf amwindkurs ist der lateraldruckpunkt ziemlich weit hinten am board. Deshalb muss auch die körper position nach vorne verlagert werden.

    Das ergibt so daumen x Pie eine hohe querkraft direkt auf der Finne.

    Dies führ dann zu spinnout...

    Du kannst jedoch abhilfe schaffen indem du die Wasserlinie künstlich verlängerst. Die Wasserlinie ist dieser Teil der im Luv des Brettes im Wasser ist. Wenn du nun die Luv Kante übertrieben ins Wasserdrückst, also mit den Zehenspitzen das Board aufkantest, dann verringert sich der Druck auf die Finne und wird über die Boardkante abgeleitet.

    Höhrt sich etwas theoretisch an, funktioniert aber 100%-ig

    Gruss euer @griffi-SUI45

  13. #13
    Zitat Zitat von griffi Beitrag anzeigen
    Wenn du nun die Luv Kante übertrieben ins Wasserdrückst, also mit den Zehenspitzen das Board aufkantest, dann verringert sich der Druck auf die Finne und wird über die Boardkante abgeleitet.
    Moin griffi,
    ich finde, dass hört sich nicht logisch an,
    erstens: belastet man die Luvkante nicht über vermehrten Fersendruck?
    zweitens: ist mehr Druck auf die Luvkante nicht identisch mit mehr Seitendruck?

    Vielleicht hab ich aber auch gerade einen Denkfehler...

    Gruß,
    Tobby

  14. #14
    Member
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    Finne nicht so sehr seitl. belasten,Körper mehr nach vorne.Ist ja alles schön und gut aber
    ich meine das Hauptproblem ist die Finne.Was nützt es wenn man keinen Spinout hat aber auf dem Brett wie auf rohen Eiern steht.
    Habe die selbe erfahrung gemacht wie Finnenkratzer.Habe viele Finnen probiert.Absolut Spinoutfrei (zumindest kann man bei überpower den Spinout leicht abschütten)sind Lessacher,geht sogar 7,8 er Segel mit 32er Finne.Dann habe ich noch sehr gute Erfahrungen mit JP_Originalfinnen gemacht.

    gruß kurtunder

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