GFB Lemkenhafen / Fehmarn 2018

German Freestyle Battle

Niclas Nebelung gewinnt auf Fehmarn

Nachdem die Sommerpause von windlosen Wochenenden geprägt war, boten sich vergangenes Wochenende ideale Bedingungen um das zweite German Freestyle Battle der Saison in Lemkenhafen auf Fehmarn auszutragen.

Die knapp über 30 Rider trafen sich am Samstagmorgen bei bestem Wind und Sonnenschein am Spot und gegen 11:00 wurde die Hinrunde gestartet. Die Windverhältnisse an diesem Tag waren sehr durchmischt, in einigen Regenfronten fegte der Wind mit guten 30 Knoten über das Wasser. Mit dem letzten Tageslicht wurde die Double Elimination beendet und Niclas Nebelung geht als Sieger des Battles in Lemkenhafen hervor.

Die Favoritenrollen bei dem Battle fielen definitiv den beiden Worldcuppern Julian Wiemar und Niclas Nebelung, sowie den Routiniers Mathias Genkel und Valentin Böckler zu. Wie gewohnt befanden sich die Kieler Freestyler um Jannes Thomsen, Foivos Tsoupras und Lasse Boenecke auf einem extrem hohen Niveau und konnten sich allesamt in ihren ersten Heats durchsetzen.
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Das Nordlicht Jannes Thomsen reihte in der Hinrunde einen souveränen Heat an den anderen. Mit Kabikuchis und beidseitigen Culos konnte Thomsen sich gegen viele Kontrahenten durchsetzen und schaffte es bis ins Halbfinale vorzufahren. Der 12-jährige Nachwuchsrider Janus Wilke fuhr sein erstes Battle und überzeugte mit starker Leistung und konnte Spocks und Flakas zeigen. Man sollte sich den Namen für die Zukunft merken.

Michele Becker der eigentlich eher auf der Slalomstrecke zu hause ist, zeigte, dass ihm Wettkämpfe liegen. Mit beidseitigen Moves wie Funnels und Flakas überzeugte er die Judges und fuhr in der Gesamtwertung auf einen starken 9. Platz. Lisa-Sophie Christ war als einzige Frau im Starterfeld dabei und schaffte es sich mit soliden Moves gegen ihre männlichen Mitstreiter zu behaupten und das Fahrerfeld aufzumischen.
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Jannes Thomsen musste im Halbfinale gegen seinen guten Kumpel und Favoriten Niclas Nebelung die Segel streichen, während Valentin Böckler von einem auf Worldcup-Niveau fahrenden Julian Wiemar an den Strand geschickt wurde. Im Rennen um den dritten Platz gelang es Böckler jedoch seine gewohnte Konstanz auszuspielen und schaffte es mit beidseitigen Powermoves knapp gegen Thomsen zu gewinnen.

Im Finale trafen die beiden Worldcupper Nebelung und Wiemar aufeinander und boten ein Feuerwerk an Manövern, welches sich vor internationalen Wettkämpfen nicht zu verstecken brauchte. Im Endeffekt behielt der Wahl-Kieler Nebelung hauchdünn die Nase vorn und sicherte sich somit den Sieg in der Single-Elimination.
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Die Rückrunde bot vielen Fahrern noch einmal die Möglichkeit ihre Positionen zu verbessern und das Angebot nahmen viele Teilnehmer ernst. Stephan Fitze, der ebenfalls sein erstes Battle bestritt, lief zu Höchstleistungen auf. Der Zweimetermann rotierte mit seinem 4,8er durch kräftige Culos und Burner; Platz 7 für den Riesen aus Niedersachsen.

Bastian Grimm der vor einem Jahr noch am Spock feilte beeindruckte die Judges mit Ponches und kraftvollen Shaka-Flakas und landete trotz toller Leistung leider nur auf dem 15. Platz. - In der Double wurde es ernst, die Kieler Jungs marschierten durch die Ladder. Leon Struppeck besiegte über drei Runden alles was sich in den Weg stellte, beidseitige Powermoves performte er an seinem Homespot sicher. Nur der Deutsche Meister 2017 Mathias Genkel konnte dem Blondschopf Einhalt gebieten.

Lasse Boenecke spielte ebenfalls die Karte der Beidseitigen Power-Moves aus und funktionierte wie ein Uhrwerk. Auch Quirin Kraus stellte sicher, dass keiner so schnell an ihm vorbei kommt und spulte sein Move-Repertoire Heat um Heat ab. Je näher das Finale rückte umso mehr schoss das Niveau durch die Decke. Nachdem Mathias Genkel sich denkbar knapp gegen Jannes Thomsen das Weiterkommen sicherte, musste er seinen Können im Halbfinale gegen Event-Organisator Böckler unter Beweis stellen. In einem Heat der auf Augenhöhe stattfand und von Powermoves aller Art geprägt war, schaffte es Böckler ein weiteres Mal sich mit einer 2 zu 1 Entscheidung der Judges durchzusetzen und somit einen Platz in den Top-3 zu sichern.
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Bei allmählich schwindendem Sonnenlicht standen nun die finalen Heats auf dem Tagesplan. Julian Wiemar schleuderte beidseitige Kabikuchis in Fehmarns Abendlicht, worauf Valentin Böckler mit einer Kombination aus Power- und Slidemoves antwortete. Letztendlich ging Wiemar als Sieger des Heats hervor und sah sich nun erneut dem 20-Jährigen Niclas Nebelung im Finale gegenüber.

Wie bereits in der Hinrunde, schenkten sich die beiden PWA-Fahrer nichts. Nebelung eröffnete mit einem Spock Culo und Culo Spock den Heat. Julian Wiemar rotierte durch einen dicken Culo und füllte das Scoresheet weiter mit Double Culo und Air-Bob. Dennoch waren sich die Judges im Endeffekt einig und Niclas Nebelung holte den Sieg ein weiteres Mal nach Kiel. Somit führt der Kieler weiterhin die GWA Overall Freestyle Rangliste an.

Die Orga Crew ist weiterhin auf Stand-By. Weitere Events können je nach Windvorhersage die kommenden Wochen folgen - Rügen/Suhrendorf, Meldorf oder auch Heiligenhafen sind mögliche Spots. Es bleibt spannend und die Saison ist noch lange nicht vorbei.
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