Surf Cup Sylt 2018 - Internationale Deutsche Meisterschaft im Windsurfen

Surf Cup Sylt 2018

Internationale Deutsche Meisterschaft mit zwei Gesamtsiegern

Vom 24. bis zum 29. Juli fand unter dem Titel "Multivan Surf Cup Sylt" die Internationale Deutsche Windsurf Meisterschaft am Brandenburger Strand vor Westerland statt. Bei gigantischem Sommerwetter wehte es an vier von sechs Tagen stark genug, um insgesamt neun Wettfahrten in der Disziplin Racing und vier komplette Slalomserien zu starten.

Der Kampf um die DM-Titel war sowohl in den Einzeldisziplinen als auch in der Gesamtwertung unglaublich spannend. Am Ende lagen mit dem Titelverteidiger Vincent Langer (GER-1), dem dänischen Profi Sebastian Kornum (DEN-24) und dem Flensburger Gunnar Asmussen (GER-2) drei Fahrer punktgleich an der Spitze.

Aufgrund der Tiebreak-Regelung rutscht Asmussen dabei auf Platz drei. Der Gleichstand zwischen Langer und Kornum lässt sich jedoch nicht auflösen. Langer kann sich deshalb freuen, dass die "Mission Titelverteidigung" gelungen ist. Er muss sich den Titel „Internationaler Deutscher Meister“ daher mit Sebastian Kornum teilen.
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„Ich bin unglaublich glücklich, dass es mit der Titelverteidigung geklappt hat. Das war ein hartes Stück Arbeit!“ strahlt Langer. „Wir sind unglaublich viel gefahren. Meine Konkurrenten haben mich dabei bis aufs Äußerste gefordert. Sebastian Kornum ist einer der besten Foil-Racer der Welt und hat hier seine Favoritenrolle bestätigt. Gunnar ist einer der schnellsten Windsurfer der Welt. Ihm hätte ich den DM-Titel auch gegönnt.“

Nach bereits sieben Races an den Vortagen brachte der Finaltag noch einmal zwei weitere Wettfahrten in der Disziplin Racing in die Wertung ein. Auch wenn die Rennen spannend waren und die Nerven der Fahrer spürbar blank lagen, führten die Wettfahrten zu keinen gravierenden Veränderungen an der Spitze der Racing-Wertung.

So blieb es in den Top 5 bei den Platzierungen von Freitag. Sebastian Kornum belegt mit einer überlegenen Leistung den Sieg im Racing. Als bester Deutscher folgt der Schönberger Nico Prien auf Platz zwei. Damit sichert er sich erstmals in seiner Karriere den DM-Titel in der Disziplin Racing.
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„Ich freue mich, dass ich an die guten Leistungen der Saison anschließen konnte und bin überglücklich, erstmals einen DM-Titel einfahren zu können. Die Bedingungen waren sehr vielfältig. Von Leichtwind mit Flachwasser bis Starkwind mit Welle war alles dabei. Sebastian hatte in den ersten Tagen einen Vorsprung herausgefahren. Ich habe mich dann darauf konzentriert, meinen zweiten Platz zu halten, um so den Titel zu sichern,“ resümiert Nico Prien.

Der Flensburger Gunnar Asmussen haderte am Abschlusstag mit den Bedingungen vor Sylt. Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen an den Vortagen kann er sich als zweitbester Deutscher den Vizemeistertitel im Racing sichern.

Vincent Langer beendete die Disziplin Racing als vierter. Der Kampf um die Verteidigung des Overall-Titels stand für Langer klar im Vordergrund. Der Schweizer Richard Staufacher (SUI-31) komplettierte die Top 5 in der Disziplin Racing.
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Im Slalom ist die Entscheidung bereits am Samstag gefallen. Langer zeigte in allen vier Slalomserien überlegene Leistungen. Dreimal siegte er. Nur in einer Elimination musste er dem Italienischen Meister Andrea Cucchi (ITA-1) den Vortritt lassen. In der Slalomergebnisliste siegt Langer so mit der Idealpunktzahl von 2,1.

Der Flensburger Gunnar Asmussen überzeugte mit konstant starken Leistungen. So sicherte er sich in allen Slalomserien jeweils Podiumsplatzierungen. In der Slalomergebnisliste kommt er so auf 7,0 Punkte. Das wird mit einem zweiten Platz und damit dem Vizemeistertitel im Slalom belohnt.

Der Italienische Meister Andrea Cucchi war der einzige Fahrer, der neben Langer eine Slalomserie gewinnen konnte. Der Däne Sebastian Kornum konnte sich im Veranstaltungsverlauf in der Disziplin Slalom immer weiter steigern. Nach einem fünften Platz im Auftaktrennen und zwei vierten Plätzen, belegte er in Slalom Nummer fünf sogar Platz drei. Mit 11,0 Punkten liegt er nur 0,3 Punkte hinter dem Italiener Cucchi. Nico Prien aus Schönberg komplettiert mit 15,0 Punkten die Top 5 im Slalom.
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In der Overall-Wertung werden die Ergebnisse der beiden Disziplinen Racing und Slalom kombiniert. Auf dieser Basis wird der prestigeträchtige DM-Titel vergeben. Gleich drei Fahrer liegen punktgleich mit 5,0 Punkten an der Spitze des Klassements: Sebastian Kornum mit Platz vier im Slalom und Platz eins im Racing. Bei Langer ist es gerade umgekehrt. Er punktet mit Platz eins im Slalom und Platz vier im Racing.

Der Flensburger Asmussen ist der konstanteste mit Platz 2 im Slalom und Platz drei im Racing. Aufgrund der Tiebreak-Regel fällt er aber hinter Langer und Kornum zurück. Eine Lösung dieses Gleichstandes zwischen Kornum und Langer ist nicht möglich. Damit geht der Internationale Deutsche Meistertitel an zwei Fahrer.

Sowohl Vincent Langer als auch der Däne Sebastian Kornum wurden im Rahmen der Siegerehrung als neue Meister gekrönt. Auf dem vierten Platz der Overallwertung folgt Nico Prien vor Richard Stauffacher. Leon Delle (GER-6) gelang es, Michele Becker (GER-277) hinter sich zu halten und so Platz 6 zu sichern.

Becker kann sich dafür über den DM-Titel in der Youth-U20 Wertung sichern. Zweitbester Youth ist der Däne Peter Nors (DEN-431) vor Fabian Wolf (GER-404). In der Junior-U17 Wertung siegte Justus Schott (GER-29) mit einem sensationellen 16ten Platz in der Overallwertung. Auf dem zweiten Platz folgt Pepe Beck (GER-272) vor Maximilian Räuchle (GER-2003).
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