Windsurfen auf Römö am Karnevalsdienstag

RØMØ

28. Februar 2017

"Einmal rechts rausfahren", die Handzeichen der dänischen Grenzbeamtin sind eindeutig. Eine echte Premiere nach unzähligen Fahrten in den Norden seit vielen Jahren. Liegt es an den unrasierten Bärten und tief ins Gesicht gezogenen Mützen? Scheibe runter, Passkontrolle.

"Was haben Sie geladen?", fragt jetzt ein junger Beamter. "Windsurfmaterial" - dieses Zauberwort erhellt die Miene des Grenzers, "fahrt ihr nach Klitmøller?". Er wohne auf dem Weg dorthin fügt er hinzu und erfährt dann, dass heute Rømø unser Ziel ist. "Gute Fahrt", wird uns gewünscht und weiter geht die Reise auf die dänische Insel.
Windsurfen auf Römö am Karnevalsdienstag
Die Windräder stehen still, nicht aus Mangel an Belüftung, sondern bedingt durch die automatische Abschaltung ab 7 Beaufort - ganz klar ein gutes Zeichen für unser Vorhaben.

Heute ist Karnevalsdienstag - kann man da noch von einem Wintersurftag sprechen? Ganz klares Ja, denn mit 3 °C Wasser und 5 °C Luft ist es insgesamt eher frisch. Feucht ebenfalls, denn der Südwestwind bringt das altbekannte Schauerwetter mit sich.
Windsurfen auf Römö am Karnevalsdienstag
Sicherheitscheck - alle Tampen in Ordung und kein Riss im PU-Joint des Mastfußes? Sicherheitshalber wickle ich einen Ersatztampen um die Verlängerung.

Der Wind weht zwar schrägauflandig und das Wasser läuft auf - man kommt also theoretisch mit den Wellen zurück zum Strand - aber ich habe bereits eine Seenot-Aktion auf Rømø hinter mir.
Windsurfen auf Römö am Karnevalsdienstag
Der Wind ist wechselhaft, Segel zwischen 4 und 5 Quadratmeter passen je nach Frontendurchzug - später wird es konstanter und sogar richtig sonnig. Die Wellen sind gut, teilweise logohoch. Maximal vier Leute sind gleichzeitig auf dem Wasser.

Viel gesurft, ganz gut gescored und auch noch ein paar Aufnahmen im Kasten - unten findet ihr das Video. Kölle Alaaf!