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Fuerteventura
Wohin im Winter?

Diese Frage wird häufig gestellt, wenn man dem trüben Winterwetter für ein paar Tage entfliehen möchte. Jenseits des Äquators oder in Übersee gibt es reichlich lohnenswerte Ziele, aber dieses Mal sollte ein Windsurftrip mit kleinem Budget die Stimmung vor Weihnachten aufhellen.

In Südspanien hatte ich um diese Jahreszeit bereits Pech mit Wind und Wetter. Ägypten, Marokko oder die Kapverden sollten es auch nicht sein. Die Kanaren rückten ins Blickfeld, auch im Winter immer gut für eine 50% Ausbeute. Ein Schnäppchen im 4-Sterne-Sporthotel ließ meine Wahl auf Fuerteventura fallen, immerhin kenne ich diese Insel schon von zahlreichen Aufenthalten in den Sommermonaten.

Fuerteventura
Nach der Ankunft dann der Blick aufs Wasser, kein Schaumkrönchen weit und breit, aber schon am nächsten Tag sollte der Wind zunehmen - im Norden der Insel.

Etwas mehr als ein Stunde Fahrt brachten mich dorthin, mindestens genau so lange dauerte meine Tour entlang des North Shores, bis ich schließlich zwischen den Kites auch ein Segel auf dem Wasser entdeckte.

Flag Beach am nordöstlichen Zipfel der Insel ist ein breiter Sandstrand mit dem wohl komfortabelsten Einstieg im Norden - nur wenige flache Felsplatten muss man bei Ebbe beachten.

Flach waren leider auch die Wellen als ich mich aufs Wasser gesellte. Bei kleinem Swell brechen die für diesen Spot typischen Dünungswellen nur bei Ebbe an einem ca. 150 Meter vor dem Strand liegendem Riff.


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Am nächsten Tag das gleiche Bild, wieder war nur eine handvoll Surfer auf dem Wasser. Dann sah ich, wo sich die Lokals wohl rumtrieben: Am Horizont vor der Insel Los Lobos konnte man einige Segel erkennen. Aber dort hin ohne Begleitung zu surfen war mir zu gefährlich und so musste ich mich mit den kleinen Wellen am Flag Beach begnügen.

Es folgten ein paar windlose Tage, in der sich die Wahl meiner Unterkunft als Glücksgriff herausstellte.

Die Hotelanlage in der Bucht von Las Playitas konnte neben Windsurfschule und Fitnessraum auch mit Golf, Tennis, Tauchen, Sportpool sowie Rennrad- und Mountainbike-Verleih auftrumpfen.

Ein Tag mit dem Fully MTB über die Dirt Roads zeigt die Insel von völlig neuen Seiten. Auch Wellenreiten ist ein gute Alternative, Wellenreitschulen gibt es im Norden und Süden der Insel wie Sand am Meer, was nicht zuletzt an den idealen Surfbedingungen liegt.

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Als ich Bouke Becker, den Macher der Witchcraft Boards, im Norden besuchte, musste ich leider erfahren mindestens einen guten Tag verpasst zu haben. Bouke wohnt schon lange genug auf der Insel und kennt sich entsprechend aus.

Während unseres Gesprächs wurde mir dann schnell klar, wie schwierig es sein kann auf Fuerte den richtigen Spot zu erwischen. Nicht nur, dass man wissen muss an welchem Spot man bei welcher Windrichtung was geht, man sollte auch sehr genau wissen, wie er funktioniert, denn an vielen Spots verbergen sich Steine und scharfe Riffe unter der Wasseroberfläche.

Auch bei der Anfahrt auf den Dirt Roads sollte man mit dem Mietwagen sehr vorsichtig fahren. Die Autos sind in der Regel auf diesen Wegen nicht versichert und so kann ein Crash schnell sehr teuer werden.

Leider ging die Zeit viel zu schell vorbei. Viel gesehen, schön gewohnt, gut gegessen und auch ein paar Mal schön gesurft. Das Ganze bei 25°C und dank Schnäppchenflug und -hotel auch noch zu einem relativ günstigen Preis.

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Da ich allerdings so gar keine Spielernatur bin und nicht auf Lotterien stehe, werde ich mir wohl für den Jahreswechsel 2010/2011 etwas anderes einfallen lassen müssen, um nach drei Wintern mit magerer Surfausbeute wieder öfter auf dem Board stehen zu können ;-) Alternative Wellenreiten - Tipps zu Surfcamps auf Fuerteventura:
www.freistilreisen.de
www.homegrown.es
www.oneillsurfschool.com
www.otro-modo-surfschool.de
www.rapanui-surfschool.com
www.surfers-roots.com
www.surfhouse.de
www.waveculture.de
www.waveguru.de
www.wavetours.com
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