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Dänemark - Das Übliche im Leben eines Windsurfers

Der tägliche Wettercheck! Je länger die Flautenperiode anhält, desto mehr Zeit verbringt man auf verschiedenen Internetseiten, um endlich die Erlösung zu entdecken. Das Leid wächst bei Flaute ins unerträgliche. Spätestens wenn Freunde, Verwandte, Freundin oder Frau einem empfehlen mal wieder aufs Wasser zu kommen, weiß man, dass Windsurfen kein Hobby mehr ist, sondern sich zu einer Sucht gewandelt hat.

Ende April, wieder auf der Suche bei Windfinder, entdecke ich diese nette Vorhersage für die kommende Woche in Hanstholm.

Wie so oft traut man den "Sieben-Tage-Vorher-Berichten" nicht so recht.

Wie oft sind diese Träume zerplatzt?! Wie herb war die Enttäuschung?! Trotz der schmerzhaft gesammelten Erfahrungen entschließe ich mich das verlängerte Wochenende des 1. Mai im Büro zu verbringen und praktisch vor zu arbeiten während andere ausgelassen und entspannt die freien Tage genießen.

Mit mehr oder weniger angespannten Nerven sitze ich, mit einem Auge auf die Wetterkarte schielend, von Tag zu Tag am Schreibtisch. Keine Zeit für soziale Kontakte. Wird sich das Opfer diesmal lohnen?!

Dänemark - Das Übliche im Leben eines Windsurfers

Montags, mal wieder am Schreibtisch sitzend, dann die Erlösung. Der Wetterbericht scheint doch keine Finte zu sein. Die einschlägigen Internetseiten prognostizieren für Norddeutschland und Dänemark drei Tage lang hintereinander Wind. Die Entscheidung fällt leicht, wenn schon Windsurfen dann in Dänemark.

Das Risiko an nahen Ostsee enttäuschende Bedingungen vorzufinden ist einfach zu groß. Während der Großteil des Freundeskreises arbeitsbedingt absagt ist Stefan Kruse relativ einfach zu überzeugen. Dabei mussten nur zwei Telefonate geführt werden. Beim ersten kam, nach meiner Aufzählung der Vorzüge eines kleinen Surftrips an die Dänische Küste, seine Absage.

Da an der FH in Hannover Anwesenheitspflicht besteht würde und eine Abwesenheit nur durch ein ärztliches Attest zu entschuldigen sein. Daher sehe er sich außer Lage zu Fehlen. Enttäuscht lege ich auf.

Zehn Minuten später kommt dann die Zusage.

Anscheinend ist diese Surfitis doch hartnäckiger als die aktuelle Schweinegrippe! Weiß Gott was in diesem Gehirn von statten geht. Keine drei Stunden später steht Stefan bei mir vor der Tür und fix ist das Auto gepackt. So schnell geht es dann also wenn dringende Angelegenheiten zu erledigen sind.

 



Dänemark - Das Übliche im Leben eines Windsurfers

Das sich die folgenden zwei Tage gelohnt haben, muss man hier nicht weiter erläutern. Die Hüft-, Knie- und Schulterschmerzen zeugen nicht nur davon, dass man intensiv auf dem Wasser war, sondern auch, das die Jahre so langsam ins Land ziehen und Knochen sowie Gelenke doch nicht mehr die jüngsten sind.


Doch der Durst nach der obligatorischen Zeit auf dem Wasser scheint nicht erlischen zu wollen.
Trotz aller Blessuren war es Stefans Ziel, Donnerstags pünktlich um acht Uhr morgens, an der FH zu erscheinen.

Wie er sein Fehlen trotz sonnengebräunten Gesichts und ohne Attest erklärt hat bleibt sein Geheimnis. Hoffentlich hat es in Hannover nicht geregnet!!

Dänemark - Das Übliche im Leben eines Windsurfers