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Teneriffa Report
Der zweite Teneriffa Report 2007/2008
von André Ludewig


Nach unzähligen Leichtwindtagen im November sehnten sich hier in El Médano alle nach "richtigem" Nordost-Wind für kleines Material, aber die erste Woche des Dezember war weiterhin bestimmt von gemütlichen 4 bis 5 Beaufort für Bretter jenseits der 85-Liter-Grenze.



Wenig später sollte es aber endlich losgehen mit Vierkommazwo & Co! Zwei Tage lang legte starker Passat ein Gastspiel ein und die Cabezo-Bucht zeigte sich von ihrer besten Seite. Dann durften wieder die Freestyler ran.
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Am 12.12. waren dann nochmals die Waveboards samt 4,7er Segel an der Reihe, bevor sechs Flautentage mit etwas Südswell folgten. Joe von D-light und Kitechef Bagalau nutzten die Bedingungen, um den neuen Trend des Paddelsurfens anzuchecken.



Dann stand ein neues Tief ins Haus - zwei unschöne Regentage waren die Folge, aber schon am 19. Dezember ging wieder etwas in der Médano-Bucht, wo der Westwind durch die Düse des Roten Berges ordentlich beschleunigt wurde.


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Während wir auf dem glatten Wasser Freestyle-Moves übten, war Dany Bruch im Norden auf Spotsuche und wurde in Izquierdo del faro (los Silos) fündig. Ohne sich Gedanken um die Rückkehr zum Ufer zu machen, sprang er mit seinem Stuff von den Felsen in die Brandung. In bis zu dreifach masthohen Wellen surfte unser Local-Hero sehr auf Sicherheit, da die zackigen Felsformationen ziemlich sicher keinen Wipeout ungestraft gelassen hätten.

So nahm er sich etwa 30 dieser Häuserwände an und rippte sie wie andere Jaws. Nach dieser unglaublichen Session mit großem Waveboard und 5,8er Segel machte er sich schwimmend auf die Suche nach einem Ausstieg und fand eine Stunde später einige Kilometer in Lee eine Stelle, um aus dem Hexenkessel klettern zu können.

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Am nächsten Tag drehte der Wind auf Nordwest und bescherte uns die erste Las Americas Session des Winters.

Die extrem zunehmende Population auf der Insel macht die Parkplatzsuche immer schwerer – ein ziemlich nerviger Zustand, wenn man Runde um Runde auf dem Asphalt dreht, während die Anderen schon eine Welle nach der anderen shredden.


Wie immer stolpern die meisten Wind-von-links geprägten Fahrer die erste halbe Stunde etwas unsicher herum bis die Cutbacks wieder halbwegs Spray machen... vielleicht doch mal für einen Tag die hintere Fußschlaufe umschrauben?

Das Jahr verabschiedete sich mit fünf weiteren Leichtwindtagen und bescherte uns einen windstillen Jahreswechsel, um den Kater am Neujahrsmorgen gelassener meistern zu können.

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