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Tarifa

Nachdem Anne Stevens sieben Jahre den Winterurlaub in Südafrika verbracht hatte, zog es sie diesmal nach Tarifa. Da war die Worldcupperin noch nie und wurde prompt zu Doña Quijote:

"Ich dachte, ich fahre da mal eben mit meinem Bus hin und schau mir das an. Als ich mir allerdings die Kosten für Diesel und Maut ausgerechnet hatte, habe ich diesen Gedanken gleich wieder verworfen. Da ist ein Hin- und Rückflug nach Kapstadt günstiger.

Also neuer Plan, günstige Flüge suchen. Tatsächlich gibt es sogar über Weihnachten sehr günstige Flüge Richtung Malaga, Jerez und Sevilla.

Ok, so nächste Frage, wo übernachte ich ohne meinen geliebten Bus? Im Hotel? Die Entscheidung fiel auf eine Mischung aus Hotel und Camping. Über Weihnachten buchte ich ein Hotel in Conil und die restliche Zeit wollte ich im Miet-Minivan wohnen."

Der bestens als Zweitwohnsitz geeignete Fiat Doblo wurde ebenfalls schon von Deutschland aus reserviert. Die Frage, ob der kleine Italiener den heißgeliebten Bus ersetzen konnte, ließ nicht lange auf sich warten, als Anne mit durchnässtem Gepäck im verregneten Malaga auf italienische Momente hoffte.





"Überraschung - nix kleiner Italiener, auch mit viel Diskussion gab es nur einen Peugeot Partner. Nach dem ich mit viel Mühe das Gepäck verstaut hatte, stieg ich schon etwas verärgert in den Wagen. Na prima, der „Partner“ sprang nicht an. Also wieder zum Schalter, den Schlüssel für einen anderen Partner holen, umladen, zweiten Schlüssel wieder zum Schalter bringen."

Ermattet sank Anne - endlich in Tarifa angekommen - im viel zu engen Peugeot in den Schlaf. Aber der nächste Morgen entschädigte mit Wind: "In Valdevaqueros ging es dann zum ersten Mal in Süden Spaniens aufs Wasser. Da nur vereinzelt kleine Wellen reinrollten, war es allem im allem ein schöner cruising Tag mit den 4.7ner. Am nächsten Tag, so erzählte man mir beim Sun-Downer am Torre de la Pena, „dem“ Surfer Campingplatz, ist Canos de Meca angesagt. Also machte ich mich nach einer weiteren Nacht im Auto auf den Weg. Ein paar Wohnmobile standen da zwar am Strand, aber Windsurfer waren mal wieder keine in Sicht. So beschloss ich erst mal, nach Conil zu fahren und mich früher als geplant in einem Hotel mit unschlagbarem Preis Leistungsverhältnis einzuchecken, denn für die nächsten Tage war Dauerregen angesagt."

Danach ging es dann aber wieder aufs Wasser. Canos ließ Anne wegen robuster Bedingungen erstmal links liegen und legte eine Session in Valdervaqueros ein. Bis auf eine Weihnachtssession war das dann aber auch die komplette Windsurfausbeute für Anne.
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Flaute und Regen sorgten dann dafür, dass das Sightseeing Programm zum Einsatz kam. Die weißen Dörfer Andalusiens, Gibraltar, die atemberaubende Brücke von Ronda. Der Süd-West Zipfel Spaniens hat einiges zu bieten, was die Sinne erfreut. Allerdings: Wie auch bei der Fahrt zum jeweiligen Windsurfspot verbringt man jede Menge Zeit im Auto. Wer nicht mobil ist hat entweder viel Glück, oder einen sehr geruhsamen Urlaub.

Nach knapp 10 Tagen Tarifa und sehr vielen Kilometern auf dem Tacho lautet Annes Fazit: "Sicher hatte ich wohl sehr viel Pech mit dem Wetter, kaum Sonne, viel Regen, 3 Tage Wind und wirklich warm war es auch nicht, aber alles in allem war es doch ein sehr netter Kurzurlaub.

asd Zu meiner Überraschung gab es sogar sehr viele Gemeinsamkeiten mit Südafrika, ein Surfladen neben dem anderen, komische große Vögel, ob nun Strauße in ZA oder Geier und Störche in Spanien. Sonnenuntergänge schauen, ob nun beim Blue Peter oder am Torre und man trifft viele nette Leute. Für mich liegt Kapstadt nach Punkten dennoch weit vorne auch wenn es nur für 10 Tage ist."

Reiseeindrücke sind subjektiv - Zum Vergleich:
Tarifa (2005) - Tarifa (2006) -Tarifa (2007)

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