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Rhodos
Freitags abends, 20:00 Uhr - meine Semesterferien begannen mit der Abgabe der letzten Klausur. Endlich konnte ich tun was ich wollte, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, dass ich eigentlich noch lernen müsste.

Wie jedes Jahr, wollte ich auch in diesem Sommer keine Zeit verlieren und hatte meinen Flug auf den nächstmöglichen Termin gelegt. Jetzt hieß es packen, Freunde & Familie treffen und möglichst viel Zeit mit der Freundin verbringen.

Dienstags morgens um 6:00 Uhr ging dann am Airport alles erstaunlich schnell und unkompliziert. Es war wohl noch zu früh, um mich zum Wiegen des Windsurfmaterials zu schicken - Glück gehabt.

Meine Reise führte mich nach Rhodos, genauer gesagt zum südlichen Zipfel der Insel, nach Prasonisi. Hier wollte ich die nächsten Wochen als Surflehrer arbeiten und meine freie Zeit mit Surfen und Sonnen verbringen.

Rhodos
Die Insel begrüßte mich mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und einer Wärme, die uns in Deutschland dieses Jahr verwehrt blieb. Binnen Sekunden lief mir der Schweiß über die Stirn und ich hatte nur noch den Strand im Kopf. Ich wollte so schnell wie möglich ins und aufs Wasser. Nach gut anderthalb Stunden Fahrt über die Insel erreichte ich endlich den endlosen Strand von Prasonissi, wo mich zur Freude direkt Wind fürs 4,5er Segel begrüßte.

An der Station wurden schnell noch alle Freunde, Arbeitskollegen, der Chef und seiner Frau begrüßt, danach ging es ab aufs Wasser. Ich nutze den Wind bis ich keine Kraft mehr hatte, denn ab dem kommenden Morgen sollte ich hauptberuflich als Surflehrer antreten und somit nicht mehr ganz so viel Zeit zum Surfen haben.

Rhodos
Von nun an sah mein Tag immer gleich aus. Morgens um 7:45 Uhr aufstehen, Frühstücken und ab neun pünktlich am Pro Center von Christoph Kirschner den Dienst antreten. Surfstunden geben, abseits vom Unterricht selber aufs Wasser gehen, zwischendurch chillen, abends einen Film schauen und danach in die Heia - so vergingen die Tage ohne große Abwechslung. Langweilig wurde es nur, wenn es keinen Wind gab.

Absolutes Highlight in diesem Sommer war das Young Gun Camp, welches von JP und Neilpryde abgehalten wurde. Dieses Jahr war Kauli Seadi als Pro mit dabei. Leider hatte er sich beim Worldcup in Pozo bei einem Doppelloop verletzt, so dass er sich nur auf dem Land aufhalten konnte. An seiner positiven Stimmung hat dies allerdings nicht geändert, Kauli sah man auch am Strand nur gut gelaunt. Darüber freuten sich besonders die vielen jungen Teilnehmer des Young Gun Camps.
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Für die richtige Aktion auf dem Wasser hatte JP dennoch gesorgt und ihren Teamfahrer Andy Chambers mitgebracht. Dieser feuerte unter Beifall der Kids einen Move nach dem anderen raus. Windtechnisch war der August leider nicht so optimal, aber alles in allem soll 2008 ein gutes Jahr gewesen sein. Im Juni und Juli waren die größten Segel meist das 5,6er - an jedem Tag in diesen Monaten.

Auch ich konnte einige Tage auf meinem Surfkonto verbuchen. Nach fünfeinhalb Wochen hieß es dann Abschied nehmen und die Boardbags packen. Leider erwartete mich zu Hause noch eine Hausarbeit, die ich für mein Studium bis Ende September fertig stellen musste. Danach durfte dann wieder gereist werden...
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