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Prasonisi 2007
„Please notice, that camping is not
allowed in Prasonisi this year!“

Mit Schreck lese ich auf einigen Internetseiten diese Meldung. Hatten meine Freundin und ich doch gerade erst einen Flug zu der 2000km entfernten Insel Rhodos an der östlichen Grenze Griechenlands gebucht. War also die Zeit des freien Campings im Freestyleparadies Prasonisi nun für immer vorbei?

Für uns gab es nur 2 Möglichkeiten. Umbuchen auf eine andere Insel oder noch schnell ein Auto mieten, welches als alternatives Schlaflager dienen musste.

Wir entschieden uns für letzteres. Einige Tage zuvor, erging es Tim Verhoeven ähnlich. Auch er war mit Zelt angereist und wollte 2 Monate Campingurlaub in Prasonisi verbringen. Er löste das Problem in dem er im Pro Center einen Job annahm und von da an den Luxus eines Appartements genießen konnte.

Nach einem verregneten Start in Deutschland begrüßte uns die Insel mit strahlend blauem Sonnenschein und einer Wärme die uns in Deutschland dieses Jahr verwährt blieb.

Prasonisi 2007

Bei unserer Fahrt mit dem völlig überladenen Mietwagen in den Süden der Insel kamen uns dann allerdings doch erhebliche Zweifel über die Größe unseres rollenden Schlafzimmers auf. Alternativ hatten wir ja immer noch unser Zelt dabei.

Tatsächlich standen auf der großen Sandfläche Campingbusse, jedoch um einiges weniger als noch in der letzten Saison. Hatte also die Polizei doch Gnade vor Recht walten lassen? Kurz darauf wurde uns diese Hoffnung dann allerdings von Tim zunichte gemacht.
Er berichtete uns, dass einige Tage vor unserer Ankunft Wildcamper von der lokalen Polizei verhaftet wurden.

Da wir nicht vorhatten, einen Ausflug in griechische Gefängnisse zu wagen, blieb uns also nichts anderes übrig, als unseren Kleinwagen auseinander zu bauen und in einen Schlafplatz zu verwandeln.

Mit Rückenschmerzen nach einer ungemütlichen Nacht, begannen die Tage meist früh, denn bevor die Stationen ihre Tore öffneten, war es fast menschenleer auf dem Wasser. So kam es, dass wir mit Tim an manchen Tagen ganz alleine zu einer frühen Windsurfsession zusammentrafen.

Je weiter die Sonne sich dem Zenit näherte, desto mehr Tagestouristen strömten an, ins und aufs Wasser. Diese Zeit nutzten wir entweder zum arbeiten, so wie Tim oder einfach zum Relaxen an einem schattigen Plätzchen. Gegen Abend nahm meistens der Wind wieder zu, was die Freestyler noch einmal aufs Wasser zog.
Prasonisi 2007
Nach Sonnenuntergang machten wir uns dann völlig ausgehungert daran, vor Kikis Supermarkt zu Abend zu essen. Dem Ort, der über die Jahre zum allabendlichen Szenetreff in Prasonisi geworden ist.

Nach zwei recht windtechnisch durchwachsenden Wochen, mussten wir unsere Heimreise auch schon wieder antreten. Also hieß es alle ausgebauten Autositze, welche zum schlafen weichen mussten, wieder einzuschrauben.

Während Tim noch eine paar Tage beim Procenter weiter den Leuten Windsurfen beibrachte, düsten wir mit einem ziemlich versandeten Auto zum Flughafen zurück.

Und als wir in Richtung Deutschland der untergehenden Sonne entgegen flogen, freute ich mich innerlich, dass den surfenden Campern die Halbinsel Prasonisi nicht ganz weggenommen wurde. Wie sich die Camping-Situation dann im nächsten Jahr verhält, wird sich zeigen…
Prasonisi 2007
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text / fotos: Jelsche Apel | © 2007 DAILY DOSE