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Teneriffa Report 01 2006/2007
» Die Kanaren bieten warme und windige Winterspots, nur knapp 4 Flugstunden von der Heimat entfernt. Bei zivilen Preisen und einer guten Infrastruktur wird es auch bei längern Aufenthalten nicht langweilig, zumindest nicht auf Teneriffa, der größten Insel des Archipels.

Und so hat es auch Andre Ludewig in diesem Jahr wieder nach Teneriffa verschlagen, wo er das Winterhalbjahr verbringen wird – die 13. Saison in Folge auf der Flucht vor der nordeuropäischen Kälte.

Pünktlich gegen Ende Oktober kehrte ich "meiner" Ostsee den Rücken und folgte wieder den Vögeln in wärmere Gefilde. Warm war es bei der Ankunft auf Teneriffa - aber auch sehr feucht. Wir erlebten ein Regeninferno, wie es Médano seit Ewigkeiten nicht erlebt hat.

Im Gegensatz zu den Wintern der letzten Jahrzehnte, in denen es nur gelegentlich nieselte, ziehen in jüngster Zeit deutlich mehr Tiefs über den eigentlich so sonnigen Süden der Insel und sorgen für extreme Regenfälle.

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» Was wir aber am 1. November erlebten, stellte alles bisherige in den Schatten: Straßen und Keller wurden überflutet, Gossendeckel schwebten zweieinhalb Stunden über dem ausströmenden Abwasser, am Roten Berg wurden Massen von Sand ins Meer gespült.

So erhielt das Surfcenter Playa Sur eine eigene Lagune, der nordöstliche Baranko (am Hotel Atlantik Playa) führte extremstes Hochwasser, überflutete die Straße nach Pelada und spülte den kompletten Hotelstrand ins Meer.

Das abziehende Tief hinterließ am nächsten Tag sonnige Südwestwinde für etwas Flachwasserspaß zum Warmfahren.
Bei der Surfpause am Strand konnte ich dann erst mal den Klatsch und Tratsch meiner 7-monatigen Abwesenheit konsumieren:

Segelmacher-Maik hat auch dieses Jahr wieder eine neue Freundin, Luka ist verheiratet, Peer ebenfalls frisch verliebt, Cabezo-Frank hat sein 'Imperium' um eine nette Kneipe erweitert, Corinna springt den Frontloop, mit dem Umzug der Fun-Factory in ein Ladenlocal in der 'City' gibt es nun in Médano auch einen zünftigen Fahrradshop mit Verleih und Wanderjule hat einen Outdoor-Tecking-Laden in Granadilla eröffnet.

Englische Wind- und Kitesurfer waren bis jetzt rar auf Teneriffa, doch die Jungs von OTC, dem neuen Surf-Testcenter gleich neben dem Flashpoint, wollen die Mädels und Jungs von ihrer auf unsere Insel holen.

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» Ansonsten herrscht hier wie immer Männerüberschuss, zumindest ist das der Eindruck, den man beim Kneipenhopping erhält. Nach wie vor trifft man sich in den üblichen Läden: Chachacha, Magma, Flashpoint, Goiter, Jipe und Que Pasa.

Richtige Nordost-Highlights gab es eigentlich nicht, aber die Windausbeute war mit insgesamt 15 Tagen im grünen Bereich. In der Monatsmitte rollte schöner Südost-Swell in die Médanobucht und die Minimalibus und Longboards waren erste Wahl beim Wassersport.

Wind, Wellen und Surfer trafen sich an vier Tagen in Las Americas. Dort gab es am 21. November epische Bedingungen mit masthohen Wellen.

Am 25. hatten alle, die schon am Morgen am L.A. Spot Fitenia waren, eine geile Session. Die meisten, wie ich, trafen erst ein, als der Wind deutlich nachgelassen hatte.

Dass der Wind aber im Tagesverlauf in Richtung Nord wegdrehen würde, wussten wir schon durch die einschlägigen Onlinewetterdienste, also ging es schnurstracks nach Alcalá, wo ich im letzten Jahr mein komplettes Rigg dem großen Swell geopfert hatte.
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» Wirklich windig war es nicht, aber deutlich über masthohe Brecher rollten gegen die Felsen. Erst wagte sich Mark Shinn in halsbrecherischer Aktion mit Kite in den Kochkessel.

Mit deutlich zu wenig Wind gab er den Kampf gegen die Strömung auf und schaffte es 300 Meter in Lee zurück in die steinige Bucht.

Dani Bruch konnte aber nicht glauben, dass die Anreise umsonst gewesen sein sollte (aus L.A. kam derweil 'ne SMS, dass der Nordwest wieder da sei) und kletterte mit Bord und 4,7er über das scharfkantige Riff. Ohne Waschgang dümpelte er durch die Brandung und schaffte es, sich draußen 4-5 Wellen abzugreifen.
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» Einen Ritt beendete er mit einem fetten Aerial, verlor aber mit der nächsten Riesenwelle seinen Stuff. In Bedingungen, wo die meisten Menschen locker ertrinken, schwamm er zurück und wie durch ein Wunder überlebte auch Rigg und Brett die Waschgänge und das Riff (Mark Shinn, OTC-Ben und ich konnten es unbeschädigt bergen). Der November verabschiedete sich dann noch mit zwei zünftigen Tagen aus Nordost für's Fünfer Segel bei freundlichen Wellen. Ab Anfang Dezember gibt es wieder Vollgas - das versprechen zumindest Windguru und Co.

Wie es vor Ort ausschaut, könnt ihr über Andres Webcam in Medano verfolgen. Den nächsten Report gibt es gegen Ende Dezember.

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fotos/text: André Ludewig | © 2006 DAILY DOSE