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Australien - WestOZ Report 2005/2006
Bodo goes Downunder: Schon als Kind habe ich davon geträumt einmal auf die andere Seite der Erde zu reisen. Kurz vor Weihnachten kamen wir nach 18 Stunden Flug via Dubai pünktlich zum Sonnenuntergang in Perth an.

Am Morgen darauf ging es mit dem gemieteten Campervan los in Richtung Norden, wo uns Lancelin mit lachender Sonne, Wind für 5,3 und logohoher Welle begrüßte, so dass dem X-mas Surf nix mehr entgegenstand. Der Tag darauf war ähnlich, ich nutzte ihn um aber zum Kiten.

Dann ging es weiter in den Norden: Pinnacles, Hang Over Bay, Cervantes bis Geraldton und Coronation Beach - hier bläst der Südwind so regelmäßig, dass sogar die Eukalyptusbäume kurz vor Geraldton waagerecht gewachsen sind.

Coro war zur Weihnachtszeit recht voll, so dass wir weiterfuhren und den Kalbarri Nationalpark samt Steilküste und atemberaubenden Canyon erkundeten. Dann kam die grosse Einöde - immer geradeaus, Büsche, Staub, roter Sand, ab und zu einem Roadhouse, nach 50 km eine Kurve, wieder geradeaus bis irgendwann Canarvon auftauchte.

Australien - WestOZ Report 2005/2006
Dort füllten wir unsere Vorräte auf, checkten die Swell- und Windvorhersage und brachen schließlich auf nach Gnaraloo. Vorher kam aber ein Abstecher nach Coral Bay, wo ich die Ehre hatte als einziger Kiter auf dem kristallklaren Wasser zu sein, in Europa völlig undenkbar.

Auf dem Weg nach Gnaraloo gab es noch die Blowholes zu bestaunen, ein Höhlensystem in das der Swell das Wasser drückt und welches sich in bis zu 20m hohen Fontänen nach oben entlädt, ähnlich wie ein blasender Wal.


Die 80 km Offroad über Sand, Stock und Stein bis zum 3 Mile Camp stellten sich als Herausforderung dar, sind aber auch mit einem Campervan zu meistern. Dort hatten wir das Glück ein paar fette Surftage abzubekommen, endlose Wellenritte, viel Platz und jede Menge Fliegen!

Diese zwangen uns schließlich zur Weiterfahrt, aber nicht ohne die Gnaraloo Bay zu genießen. Der Salzsee an dem wie dann vorbeifuhren, erinnerte mich an die Schneelandschaften aus dem Aralkalender.
Gnaraloo
Im Backpacker von Monkey Mia feierten wie Sylvester, gute Stimmung, gute Drinks und eine super Band gaben ein tolles Fest. Leider gab es am Neujahrsmorgen keine Delphine zu sehen, die hatten wohl zu lange gefeiert, so dass wir rechtzeitig nach Coronation aufbrachen, wo wir mittags ankamen und das neue Jahr mit dem 4,7er anrippen durften.

Da im Coro-Camp auch wieder Fliegen die Oberhand hatten, wechselten wir zum Sunset Beach Caravan Park. Eine Woche blieben wir in der Region, täglich reichte der Wind zum Surfen oder Kiten.


Als das Thermometer aber schon morgens kurz vor neun Uhr bei 34,9 Grad stehenblieb, beschlossen wir in Magaret River unser Glück zu suchen. Als Highlight auf der Tour gibt es bei Walpole und Pemberton die Karriwälder; mit Diamond Tree und Gloucester Tree, zwei über 50m hohe Bäume, die man raufklettern kann, um oben auf der Plattform den Ausblick zu genießen. Sie dienten früher als Fireoutlook.
Entlang der Westcoast
Der Aufstieg ist recht prickelnd, da über in den Baum gerammte Moniereisen geklettert wird, ohne jegliche Sicherung oder ähnlichem - wer nicht höhenfest ist, kann auch über den Tree Top Walk gehen. Das ist eine Art Steg, der in 40m Höhe durch das Valley of the Giant Trees führt, sehr touristisch aber cool und lohnenswert
Dann kamen wir endlich in Margaret River an, hatten sogar Wind und gut masthohe Wellen, was hier jedoch als klein angesehen wird, mir aber völlig reichte. Aufgrund eines Pointbreaks sind diese Klopfer mega-easy zu surfen, dennoch trugen der Sound der brechenden Wellen und das immer sichtbare Riff dazu bei, genügend Respekt zu behalten.

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Am Spot konnte ich dann noch meine Segel an Warren verkaufen, einem älteren Local, der in der Welle mit Wavegun und Dreiecksegel zugange war! Im übrigen scheinen die Aussies nicht ständig das neueste vom neuesten zum Surfen zu benötigen, der Spirit steht hier immer im Vordergrund.

Zum Abschluss ging es noch nach Perth und Fremantle, leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Ein Ex-Hurricane, der mit Klasse 4 die Region zwischen Broome, Exmouth und Gnaraloo heimgesucht hatte (gut das wir nicht mehr dort waren) zog als riesiges Tief über Perth und entlud sich hier als Dauerregen.


Aber nicht jeder hat einen Regentag in West OZ erlebt, so dass wir es mit Humor nahmen. Tja, leider konnten wir den Stuff nicht durchtrocknen, so dass wir trotz verkaufter Segel recht viel Gewicht einzuchecken hatten, um dann aber irgendwann erholt und ein wenig traurig zurück nach Düsseldorf zu fliegen.

Zwar waren wir 'nur' drei Wochen auf dem roten Kontinent und gehörten damit zu den Kurzurlaubern, konnten aber viel sehen und erleben, fuhren 5000 km, hatten 16 Surf- oder Kite-Tage, viel Sonne und einen nahezu perfekten Urlaub und werden bestimmt wiederkommen!
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text / fotos: Bodo Butzek | © 2006 DAILY DOSE