Stream Mountain - Windsurfen auf Schnee

STREAM MOUNTAIN

Windsurf-Feeling in Eis und Schnee auf den Bergen der Insel Rishiri

Windsurfen in Pulverschnee und schwindelerregenden Höhen: Levi Siver wagte mit einem speziellen Board einen Ritt auf den schneebedeckten Berghängen der Insel Rishiri, gelegen vor der Küste von Hokkaido im Nordwesten Japans.

Der auf Hawaii lebende Amerikaner ist als Windsurf Pro nicht nur in Hookipa zu Hause, sondern sucht weltweit nach Herausforderungen auf dem Wasser. Das Face von Riesenwellen wie in Jaws gleicht einem Berghang, es liegt also nahe das Feeling dieser Bergabfahrt auf einen echten Hang zu übertragen - Schnee ist da das ideale Element.
Stream Mountain - Windsurfen auf Schnee
Levis Idee: Windsurfen am Tiefschneehang
Levi Siver: "Die Idee für dieses Projekt gründet in der Vision, dass wir Elemente des Windsurfens auf den Berg ummünzen und dem Surfer dasselbe Feeling bescheren können, das er auch im Wasser hat. Was passiert also, wenn man Snowboarden und Windsurfen kombiniert?"

Dieser Frage stellte er sich mit Quatro Shaper Keith Teboul. Zusammen entwickelten sie ein dünnes Board, mit dem ein surfboardähnliches Fahrverhalten im Tiefschnee umgesetzt werden kann. In dieser Art neu, denn Windsurfen auf Schnee mit Snowboard oder konventionellen Windsurfboards gab es schon zu sehen.
Stream Mountain - Windsurfen auf Schnee
Das spezielle Board entsteht auf Hawaii
"Finne und Rails sind wie beim Surfbrett und es gibt keine Bindung. Das Board hat Schlaufen und wird mit Surfschuhen gefahren. So hat man beim Losfahren am Gipfel dasselbe Gefühl wie beim Windsurfen. Vor einem liegt aber nicht das Meer, sondern der Berghang."
Stream Mountain - Windsurfen auf Schnee
Der Aufstieg
Beim Dreh herrschten harte Bedingungen. Jeder Tag begann mit einem zweistündigen Aufstieg auf den Berg bei Tiefsttemperaturen von -13 °C. Gefilmt wurde durchschnittlich sieben Stunden pro Tag. An manchen Tagen mussten Levi und die Crew bis zu drei Stunden am Gipfel ausharren, um ideale Bedingungen zu erwischen.
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Aufriggen unterhalb des Gipfels
Nach 20 Tagen war dann alles im Kasten. Die Insel Rishiri am nördlichen Zipfel Japans bot dazu eine einzigartige Gegebenheiten: Mit dem Meer vor Augen rast man den Berghang hinunter.

"Was Berg und Meer gemeinsam haben, ist ihre Unvorhersehbarkeit. Die Kulisse ist unglaublich schön, aber auch unglaublich gefährlich, und die Bedingungen wechselten jeden Tag. Jeder Tag war ein völlig neues Abenteuer.", so Levi Siver im Rückblick auf die Reise.
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Der Spaß beginnt
Das Video zeigt Abfahrten, die dem Freeriden beim Snowboarden ähneln. Carven wie beim Bottom Turn, die Ähnlichkeit der Bewegung ist verblüffend - der Schnee wäre auf Fotos leicht gegen Wasser austauschbar. Das Rigg ist allerdings nur Beiwerk, denn das Segel wird lediglich vom Fahrtwind gefüllt. Für den Antrieb sorgt die Schwerkraft.
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Stream Mountain - Powder-Erlebnis vom Feinsten